„Der Gewinner ist immer ein Teil der Antwort.
Der Verlierer ist immer ein Teil des Problems.“
„Der Gewinner hat immer einen Plan.
Der Verlierer immer eine Entschuldigung.“
„Der Gewinner sagt: ‚Lass mich das für Dich machen.‘
Der Verlierer sagt: ‚Das ist nicht meine Aufgabe.‘“
„Der Gewinner sieht für jedes Problem eine Lösung.
Der Verlierer sieht ein Problem in jeder Antwort.“
„Der Gewinner vergleicht seine Leistungen mit seinen Zielen.
Der Verlierer vergleicht seine Leistungen mit denen anderer Leute.“
„Der Gewinner sagt: ‚Es ist schwierig, aber es ist möglich.‘
Der Verlierer sagt: ‚Es ist möglich, aber es ist zu schwierig.‘“
„Der Gewinner weiß, dass professioneller Rat deutlich mehr Ertrag bringt als er kostet.
Der Verlierer glaubt, alles selbst zu können und macht dabei kostspielige Erfahrungen.“

Gutes tun für unsere Gesellschaft

Oktober 2010

Die Gründung einer eigenen gemeinnützigen Stiftung

Die Zahl der Neugründungen von Stiftungen nimmt seit Jahren stetig zu. Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise wird weiter von „Stiftungsboom“ gesprochen. Stiftungen sind längst ein bedeutender Baustein unserer modernen Bürgergesellschaft. Sie erhalten z.B. ein Kunstmuseum oder ein Schwimmbad, unterstützen den Naturschutz oder Jugendprojekte direkt vor Ort, sie vergeben Stipendien an Schüler aus Zuwandererfamilien usw.

Dabei muss der Stifter heute längst kein Millionär mehr sein. Bereits ab einem Mindestkapital von 20.000 € kann der Stifter eine eigene treuhänderische Stiftung errichten. Er selbst kann dabei bestimmen, ob und in welchem Umfang er seine Stiftung selbst aktiv mitgestalten oder sich lieber im Hintergrund halten möchte. Aber auch mit kleineren Beträgen kann der Stifter, als sogenannter Zustifter, eine bereits bestehende Stiftung dauerhaft unterstützen. Wer also erbt, ein Haus verkauft oder eine Versicherung ausbezahlt bekommt und das Geld nicht für sich selbst benötigt, sondern der Gesellschaft dauerhaft etwas Gutes tun, z.B. eine bestimmte Einrichtung oder ein gutes Projekt in seiner Stadt unterstützen möchte, der sollte als Alternative zum Spenden die Errichtung seiner eigenen Stiftung in Betracht ziehen.

Oft lassen sich Stifter abrt auch von folgenden Motiven leiten: Die Kinder haben eine ordentliche Ausbildung genossen und stehen selbst mit beiden Beinen mitten im Leben. Der Stifter hat seinen Kindern aus seiner Sicht alles erforderliche mit auf den Weg gegeben und möchte, dass diese sich selbst etwas erarbeiten und nicht nur Nutznießer des von ihm Erschafften sind. Oder aber der Stifter bzw. die stiftenden Eheleute haben überhaupt keine nahen Angehörigen, die als Erben nach dem letztversterbenden Ehegatten in Betracht kommen können. In all diesen Fällen kann z.B. auch die Kombination aus Stiftungserrichtung zu Lebzeiten und von Todes wegen ein sinnvoller, verantwortungsbewusster Umgang mit erworbenem Vermögen bedeuten.

In den meisten Fällen dürften bei der Errichtung einer Stiftung auch steuerrechtliche Aspekte eine Rolle spielen.

Die Stiftungserrichtung ist aber nicht nur für zukünftige Erblasser, sondern auch für Erben interessant. Wenn die Erben innerhalb von 2 Jahren nach dem Erbfall den Nachlass ganz oder teilweise in eine gemeinnützige Stiftung einbringen wird von ihnen insoweit keine Erbschaftsteuer mehr erhoben bzw. eine schon bezahlte Steuer erstattet.

 

Weiterführende Informationen zum Thema „stiften“ finden Sie unter www.stiften.de

 

Rechtsanwältin Melanie Scharf
Deutsche Gesellschaft für Stiftungsförderung