„Der Gewinner ist immer ein Teil der Antwort.
Der Verlierer ist immer ein Teil des Problems.“
„Der Gewinner hat immer einen Plan.
Der Verlierer immer eine Entschuldigung.“
„Der Gewinner sagt: ‚Lass mich das für Dich machen.‘
Der Verlierer sagt: ‚Das ist nicht meine Aufgabe.‘“
„Der Gewinner sieht für jedes Problem eine Lösung.
Der Verlierer sieht ein Problem in jeder Antwort.“
„Der Gewinner vergleicht seine Leistungen mit seinen Zielen.
Der Verlierer vergleicht seine Leistungen mit denen anderer Leute.“
„Der Gewinner sagt: ‚Es ist schwierig, aber es ist möglich.‘
Der Verlierer sagt: ‚Es ist möglich, aber es ist zu schwierig.‘“
„Der Gewinner weiß, dass professioneller Rat deutlich mehr Ertrag bringt als er kostet.
Der Verlierer glaubt, alles selbst zu können und macht dabei kostspielige Erfahrungen.“

Management und Marketing

Januar 2017

Vom mehrschichtigen Spannungsfeld unternehmerischen Handelns in Heilberufen.

Die ständige Herausforderung an niedergelassene Ärzte wie auch andere Menschen in Heilberufen hat spätestens seit Einführung des Versorgungsstrukturgesetzes im Jahr 1996 ganz massiv zugenommen: Zum einen durch geradezu irrationale und situationswidersinnige, teils ärztefeindliche und widersprüchliche Gesetze (aktuelles Beispiel: Das Versorgungsstärkungsgesetz und die damit teils verfassungswidrigen Folgerungen), zum anderen durch sich rapide ändernde Patientenerwartungen an perfekte ärztliche Leistungen. Intensiv verstärkt wird diese Drucksituation durch das .lnternet (vermeintliche Ärztebewertungen) und diverse Printmedien (auflagensteigernde Ärzterankings).

Der berufsspezifische Erfolgsdruck (Diagnostik, Therapie und Ökonomie), die Verpflichtung zur Berufsethik und das Einhalten gesetzlicher Rahmenbedingungen beschreiben einen Spagat, der — wenn überhaupt — von den Akteuren kaum mehr zu vollführen ist und zunehmend zu physischen und psychischen Konsequenzen führt.

Hinzu kommt der sich immer schneller entwickelnde technische Fortschritt, der den (subspezialisierten) Arzt scheinbar zu diagnostischer Omnipotenz führt, jedoch oftmals therapeutisches Versagen nach sich zieht. — Der Patient hingegen hat in der Regel von diesen komplexen Belastungen des Arztes keine Kenntnis und sieht ihn ausschließlich als Helfer (Diagnostiker) und Hei/er (Therapeut); für ihn ist er allwissend und Beherrscher der medizinischen Technik —.

Erst wenn der Patient in das vorbeschriebene „ärztliche Spannungsfeld" gerät, mag er die Kluft zwischen diagnostischem Können und therapeutischen Versagen erahnen. In diesem Moment kann beim Patienten sein bisher positives Bild vom allwissenden Arzt zerbrechen, und es wird dann häufig sehr schnell und sehr negativ ymgedeutet. Plötzlich ist dann von derxaffgierigen, streikenden, Patientenaussperrenden Ärzteschaft die Rede — populistische Themen, die durch die Medien immer wieder gern und zur Steigerung von Auflagen und Zuschauerquoten aufgegriffen und publiziert werden —. Dass hierdurch gleichzeitig die notwendigen wirtschaftlichen Interessen der niedergelassenen Ärzte unterminiert oder zumindest gravierend infrage gestellt werden, scheint überhaupt nicht zu stören.

 

Selbstständig arbeitende Menschen — gerade die in unserem Gesundheitswesen — müssen kaufmännisch, also unternehmerisch denken und handeln!


Sie führen und verantworten hochqualifizierte, technisch anspruchsvoll ausgestattete Dienstleistungsbetriebe (ob in Einzelpraxen oder großen BAG bzw. MVZ), in denen nicht nur sie selbst sondern auch ein Stab von Mitarbeiterinnen beschäftigt sind. Diese Betriebe erarbeiten nicht nur einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für unsere Volkswirtschaft, sondern sorgen in erster Linie dafür, dass es uns allen im Rahmen der Möglichkeiten gesundheitlich gut geht.

Unser Gesundheitssystem benötigt trotz des bestehenden Gesetzeswirrwarrs Wirtschaftlichkeit und nachhaltige Finanzierung. Die Einhaltung ökonomischer Grundprinzipien ist unabdingbar. Gerade für den Akteur der Heilkunde ist dieses keine leichte Aufgabe, denn er muss — ohne hierfür speziell ausgebildet worden zu sein — die Prinzipien des Kaufmanns beherzigen und unternehmerische Herausforderungen meistern.

 

Das Einhalten kaufmännischer Tugenden, die er in der Paarung mit seiner beruflichen Ethik lebt, ist hierbei nicht genug.

 

Dr. rer. pol. Rudolph Meindl - Diplomkaufmann-

Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH Seit über 49 Jahren im Dienste des Arztes.

 

 

Dr. Meindl u. Partner Verrechnungsstelle GmbH 

Willy-Brandt-Platz 20, 90402 Nürnberg

 

Tel.: 0911 98478-222

Fax: 091198478-9222

Mail: hschmid(at)verrechnungsstelle.de

Web: www.verrechnungsstelle.de