„Der Gewinner ist immer ein Teil der Antwort.
Der Verlierer ist immer ein Teil des Problems.“
„Der Gewinner hat immer einen Plan.
Der Verlierer immer eine Entschuldigung.“
„Der Gewinner sagt: ‚Lass mich das für Dich machen.‘
Der Verlierer sagt: ‚Das ist nicht meine Aufgabe.‘“
„Der Gewinner sieht für jedes Problem eine Lösung.
Der Verlierer sieht ein Problem in jeder Antwort.“
„Der Gewinner vergleicht seine Leistungen mit seinen Zielen.
Der Verlierer vergleicht seine Leistungen mit denen anderer Leute.“
„Der Gewinner sagt: ‚Es ist schwierig, aber es ist möglich.‘
Der Verlierer sagt: ‚Es ist möglich, aber es ist zu schwierig.‘“
„Der Gewinner weiß, dass professioneller Rat deutlich mehr Ertrag bringt als er kostet.
Der Verlierer glaubt, alles selbst zu können und macht dabei kostspielige Erfahrungen.“

Blog

Das Gesundheitssystem am Ende

veröffentlicht am
09.03.2010

Hat der neue Bundesgesundheitsminister schon verspielt, ist es Absicht das System der „Großen Koalition“ an die Wand fahren zu lassen oder sind das alles nur Pannen die da einem tagtäglich im Gesundheitswesen präsentiert werden?

Sicher ist es ungeschickt wenn man als gerade angetretener Minister das eigene Schicksal mit der Frage nach einer Kopfpauschale verbindeteine Steilvorlage für den aus München sich dauernd äußernden – im Bereich Gesundheitswesen so hoch qualifizierten – Minister Söder. Der würde doch gerne Herrn Rößler die Entscheidung abnehmen, wer den Hebel bei der Guillotine umlegt.Kopf ab für die Kopfpauschale, anders ist die Äußerung aus München am Tag der Einsetzung der an sich überflüssigen Regierungskommission – überflüssig, da die Berechnungen alle schon vorliegen – nicht zu bewerten, denn laut Herrn Söder kann die Kommission nur zum Ergebnis kommen, daß die Kopfpauschale nicht funktionieren kann.

Alles eine Frage der Betrachtungsweise mag man da fast sagen. Auch Fachleute wie der Münchner Gesundheitsökonom Günter Neubauer machen sich für eine Pauschale stark. Ist es so, daß Hunderte oder gar Tausende von Ökonomen wirtschaftliche Geisterfahrer sind, während allwissend die Politik alleine vom Baum der Erkenntnis gegessen hat? Der Kritikpunkt, daß eine Pauschale mit dem sozialen Ausgleich Kosten zwischen 10 und 30 Milliarden zusätzlich auslösen würde, greift nicht. Einerseits kommt man sich bei dieser Spanne vor wie bei einem öffentlichen Bauvorhaben, welches am Ende aufgrund unabwendbarer Ereignisse doppelt so viel gekostet hat wie vorher angenommen und andererseits dienen Zahlen an dieser Stelle einer offensichtlichen Abschreckung.

Die Tatsache, daß die GKV aber schon immer Zuschüsse erhalten hat – aktuell eine Frischzellenkur von 3,9 Milliarden, damit der Beitragsanstieg durch die Konstruktion des Gesundheitsfonds nicht weiter fortschreitet – wird da bewusst verschwiegen.

Stattdessen werden nun von Horst Seehofer die Pharmaindustrie und die Ärzte als Sündenböcke ausgemacht. Die Steigerung der Honorare um 10 % sei schuldnicht die schönste Nacht seines Lebens, wie er nach der Einigung mit Ulla Schmidt zum besten gab..klar, den an den Misthaufen von der letzten Regierung möchte man getrost verschweigen.treu dem Motto des Rosenkanzlers Adenauer .“was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“aber da wird keine Lösung daraus erwachsen.

Da heißt es wachsam sein und die Äußerungen der Interessenvertreter genau analysieren. Nicht daß man am nächsten Wahltag – und das ist in Deutschland aufgrund der föderalen Struktur so ziemlich jedes Jahr – an der falschen Stelle ein Kreuz macht. Daher ganz konkret:

Wo steht unser Gesundheitswesen eigentlich heute?

Als Ausgangslage besteht ein gigantisches System einer Umverteilung:

  • von Gesunden zu Kranken
  • von Jungen zu Alten
  • von Arbeitgebern zu Arbeitnehmern
  • von besser Verdienenden zu weniger Verdienenden abhängig Beschäftigen
  • von Arbeitnehmern zu Arbeitslosen oder Nichtbeschäftigen
  • von Ledigen zu Familien
  • von Steuerzahlern mit hohen Steuern zu solchen mit geringen Steuern
  • zwischen den Sozialversicherungen (GRV, GKV, GUV)

Das muss aufgebrochen werden.  Wir werden nun in einer nachfolgenden Reihe der Newsletter die einzelnen Punkte aus unserer Sicht – aus der Ebene eines Betroffenen aus dem System – berichten und Lösungswege aufzeigen. Dies immer dem Leitspruch folgend:

Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer was du sagst.

— Matthias Claudius

Leider beherzigen unsere Volksvertreter nur den ersten Teil des Satzes.

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