„Der Gewinner ist immer ein Teil der Antwort.
Der Verlierer ist immer ein Teil des Problems.“
„Der Gewinner hat immer einen Plan.
Der Verlierer immer eine Entschuldigung.“
„Der Gewinner sagt: ‚Lass mich das für Dich machen.‘
Der Verlierer sagt: ‚Das ist nicht meine Aufgabe.‘“
„Der Gewinner sieht für jedes Problem eine Lösung.
Der Verlierer sieht ein Problem in jeder Antwort.“
„Der Gewinner vergleicht seine Leistungen mit seinen Zielen.
Der Verlierer vergleicht seine Leistungen mit denen anderer Leute.“
„Der Gewinner sagt: ‚Es ist schwierig, aber es ist möglich.‘
Der Verlierer sagt: ‚Es ist möglich, aber es ist zu schwierig.‘“
„Der Gewinner weiß, dass professioneller Rat deutlich mehr Ertrag bringt als er kostet.
Der Verlierer glaubt, alles selbst zu können und macht dabei kostspielige Erfahrungen.“

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Fischers Zeilen zum November

veröffentlicht am
28.10.2011

Geht es Ihnen derzeit auch so.ein neuer Rettungsschirm ersetzt den alten und bei jedem Krisentreffen (früher waren das Gipfeltreffen) wird der Schirm größerhalt, Stopp; jetzt gehen wir doch von der so plastisch formulierten Situation weg und sprechen es einfach aus:

„Diese selbstverliebten Versager auf Regierungsstühlen verschleudern das Geld von Generationen, ohne dass man sich rechtzeitig Gedanken über Lösungen macht.“

So, jetzt geht es mir wieder ein bisschen besser, auch wenn ich natürlich weiß, dass ein kleiner Wutanfall nichts an der permanenten Vergrößerung des Schuldenpaktes und der parallel dazu ausufernden Hilflosigkeit der Politiker ändern wird. Seit 2008 wird in immer kürzer werdenden Abschnitten gerettet was das Zeug hält und eine Versprechung: „..eine weitere Erweiterung des Rettungsschirmes ist mit uns nicht zu machen.“ hat mittlerweile die Halbwertszeit von Tagen..das ist auch für die ansonsten mit einem Gummizug als Wirbelsäule versehenden Politiker eine neue Dimension (das Wort Rückgrat möchte ich hier gar nicht mehr verwenden..da geht man ja von Knochen aus) des Lügens, Täuschens und leere Worthülsen verschleudern.

Wahrscheinlich hat Georg Friedrich Hegel da unsere Führungsspitze gemeint:

Wer etwas Großes will, der muss sich zu beschränken wissen, wer dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu nichts.

Da kann man nicht mehr an sich halten. Schon gar nicht, wenn man in Ergänzung dass still und leise vor sich hinköchelnde „Versorgungsgesetz“ vorgesetzt bekommt. Da werden auch wieder Worthülsen produziert und gigantische Felder zum beackern aufgezeigt; die Realität wird es wieder zeigen, es wird wahrscheinlich ein Umstechen des 20 qm Vorgartens herauskommen.

In der Übersetzung: Wir werden die Präsenzpflicht aufweichen; ok, das macht auch Sinn; lieber ein Arzt der zur Arbeit in entlegene Regionen fährt als überhaupt keinen Arzt. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen; auch schön, aber es ist doch klar, dass wir die vielen Frauen die Kinder erziehen und Ihre Eltern pflegen integrieren müssen, bevor wir wieder die Ärzte aus Polen, der Ukraine, Rußland oder gar China holen. Längst überfällig, höre ich meine Kunden da sagen.richtig, kann ich nur antworten. Natürlich wollen wir weiterhin auch die „bösen Kapitalanleger“ daran hindern, den Gesundheitsmarkt zu entern (denkt man gleich an die Piratenpartei.), gerade darum ermöglichen wir weiterhin großen (privaten) Klinikketten MVZ Gründungen und Erweiterungen hemmungslos voran zu treiben. Die Politiker haben eben immer die richtigen Lösungen parat.

Genau darum suchen wir dann auch nach einer neuen Möglichkeit, den § 116 SGB V wieder über das Hintertürchen einzuführen; dieser hatte ja zu massiven Protesten geführt; jetzt nennen wir die „Sau die durch das Dorf getrieben wird“ eben spezialärztliche Versorgung. Wer dabei in der Niederlassung denkt, es könnte zu einer Verschiebung der Chancengleichheit zwischen dem ambulanten und stationären Sektor kommen, fühlt sich gleich im Anschluss bestätigt. Wer mit öffentlichen Geld in den ambulanten Bereich drängt muss nur einen Investitionsabschlag von 5 % hinnehmen; mehr muss doch der ambulante Anbieter auch nicht finanzieren. Ihre Augen weiten sichSie blättern in Ihren Bilanzen nach und sehen, dass das nicht ganz der Wahrheit entspricht. Spielt alles keine Rolle, die Kollegen im Bundestag und in den Landtagen dann über den Bundesrat werden das schon richtig machen. Ich darf Ihnen liebe Leser aber mit auf den Weg geben, dass ich Sie enttäuschen muss. Anlässlich der Podiumsdiskussion zum Versorgungsgesetz bei der letzten Zukunftstagung Mitte Oktober  in Burgellern wurde allen anwesenden Medizinern klar, dass die sogenannten Volksvertreter über Dinge abstimmen werden, die eben nicht in ihrer Tiefe und Tragweite intellektuell verstanden werden.

Wenn man den gesamten Unsinn ertragen muss, dann kann man nicht die Fassung bewahren. Da kann man eben nicht den spröden aber doch irgendwie weltläufigen Hanseaten oder den hemdsärmeligen Rheinländer mimen oder den verschmitzten Sachsen nacheifern und schon überhaupt nicht den lockeren und barock lebensfrohen Oberbayern (der eine Ministerpräsident reicht da völlig) geben; nein, wenn man kein Franke ist, wird man zu einem gemacht. Charaktereigenschaften: bärbeißig, kleinbürgerlich, cholerisch, zumeist unterschätzt aber immer aufgrund des Dialektes für leicht dümmlich gehalten und in der Moderne noch nicht ganz angekommen.

Ich rate Ihnen dringend, beschäftigen Sie sich mit dem Versorgungsgesetz. Auch wenn es wahrscheinlich nur zu Teilen ab dem 1.1.2012 umgesetzt wird, werden einige Bereiche die Märkte völlig neu sortieren und ob dann noch Platz für Sie oder Ihr Vorhaben ist, dass kann Ihnen heute keiner beantworten.

Ach ja, fast hätte ich es ja vergessen oder verdrängt. Die neue Richtlinie zum Strahlenschutz in der Medizin liegt vor. Und natürlich geben wir damit heute den Regierungspräsidien oder Landesämter ein Werkzeug an die Hand wodurch die Eröffnung oder Inbetriebnahme von Strahlentherapien deutlich beeinflusst werden kann. Die Anforderungen an die personelle Ausstattung sind weder in Deutschland oder Europa zu beschaffen. Wir werden daher gespannt auf die neue Runde der Personalabwerbungen achten die über Deutschland rollen wird. Ich hoffe es trifft Sie dabei nicht so hart, denn die Genehmigungsbehörden haben jetzt einen nachvollziehbaren Plan was man von den Einrichtungen fordern kann.

Ob dass die Kollegen, die das mitgetragen haben wirklich bis zum Ende hin durchdacht haben, darf bezweifelt werden.

Manche meinen, sie seinen liberal geworden, nur weil sie die Richtung ihrer Intoleranz geändert haben.

meinte Wieslaw Brudzinski. Denken Sie daran, der freie Arzt wird derzeit von niemand vertreten in Deutschland, das müssen Sie Sie selbst tun.

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Fischers Zeilen

Hier berichte ich über aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitspolitik.