Der Frühling ist gekommen – und mit ihm weitere Regulatorien und Veränderungen.

Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,

an Weihnachten gab es eine Überraschung des BGM, darüber hinaus viel Bewegung ohne
Richtung und Ziel und in manchen Themen wird man das Gefühl nicht los, dass nahezu
täglich das Murmeltier grinsend grüßt.
Noch mehr Einblicke auf die Eindrücke und auf die aktuellen Zeiten finden Sie beim
aufmerksamen Lesen von Fischer’s Zeilen. Klicken Sie einfach auf den u.s. Button.

Alle weiteren Artikel unserer Premiumpartner haben aufgrund der hohen Aktualität
ebenso Ihre geschätzte Aufmerksamkeit verdient.

Ihr
Heinz – Peter Fischer
Geschäftsführer Pro Concept, Bayerischer Ärzteservice

Karriere

Sie möchten sich beruflich verändern? Wir helfen Ihnen dabei!

Ob Strahlentherapeut, Radiologe, Nuklearmedizin, Doppel-Facharzt, Medizinphysiker oder MTRA (m/w/d): Wir haben für alle diese Bereiche aktuell sehr interessante Stellen. Zudem haben wir großen Bedarf an Ärzten für Vertretungen.

Darüber hinaus greifen wir aufgrund unserer jahrzehntelangen Beratung auf ein großes Netzwerk zu und schöpfen daraus die Möglichkeiten, deutschlandweit immer wieder Stellen mit Leitungsfunktion in attraktiven Gehaltsklassen sowie mittlerweile rar gesäte, interessante, top level Positionen anbieten zu können. Durch unser Ohr an der Schiene erfahren wir auch von handverlesenen Einstiegsstellen.
Kontaktieren Sie uns hierzu gerne.

Ihr Pro Concept Team

Ihre Unternehmensberatung fürs Gesundheitswesen. Spezialisiert auf Strahlentherapie, Radiologie und Nuklearmedizin.

PROFITIEREN SIE VON UNSERER ERFAHRUNG IM GESUNDHEITSWESEN:

PRO CONCEPT Unternehmensberatung
Dipl.-Betriebswirt (FH) Heinz-Peter Fischer
Pödeldorfer Str. 86a
96052 Bamberg

Telefon: 0951 . 98 68 00
E-Mail: unternehmensberatung@proconcept.de

FISCHERS ZEILEN IM APRIL 2023

An Weihnachten gab es eine Überraschung des BGM, darüber hinaus viel Bewegung ohne
Richtung und Ziel und in manchen Themen wird man das Gefühl nicht los, dass nahezu
täglich das Murmeltier grinsend grüßt.


Nach der turbulenten Weihnachtsüberraschung des BGM, Herrn Lauterbach, als er über die bösen
Heuschrecken hergezogen ist und gleich alles ändern wollte, brach erstmal eine Lawine der
potenziellen Verkäufer über uns herein.
Die Einen zu beruhigen und die Anderen zu strukturieren, hat sehr viel Kraft und Energie gekostet.
Daher melden wir uns verspätet – nun im April – da ich immer gehofft hatte, eine neue „Rauchwolke“
zu entdecken, die einen weiteren Hinweis auf die möglichen Veränderungen aufzeigen würde. Unsere
Erwartungshaltung wurde aber nicht erfüllt, obwohl einerseits, insbesondere der bayerische
Gesundheitsminister Holetschek immer wieder eine entsprechende harte Reglementierung ins Feld
führte, andererseits jedoch die weit größeren Probleme im deutschen Gesundheitswesen wie die
Krankenhausfinanzierungsreform, der Notstand beim Personal, die Unfähigkeit ausländische
Fachkräfte schnell anzuerkennen oder gar der Energiepreisschock und die damit verbundenen
Probleme bei den energieintensiven Fächern und den Krankenhäusern sicher mehr Aufmerksamkeit
verdient hätten. Wurde etwas gelöst? Leider nicht!

Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Diese Grundregel des gebildeten Menschen findet in der Gegenwart keinen Rückhalt mehr. Die Politik
agiert offensichtlich entweder nach parteiinternen Vorgaben, oder versucht immer einen Ausgleich für
jeden und für alles zu finden und in der Zwischenzeit haben wir uns abgeschafft. Die Realität heute ist
doch, dass wir in allen Bereichen offene Stellen haben, die nicht mehr besetzt werden. Statt
ausländische Fachkräfte zu integrieren, blockieren wir die Personen, die bei uns arbeiten wollen und
von uns dringend gebraucht werden. Wir hatten mehrfach das zweifelhafte „Vergnügen“, dies bei
Fachärzten aus Honduras, der Ukraine, Russland, Moldawien, Polen oder sogar Frankreich zu erleben.
Man hat den Eindruck, dass wir Deutsche offensichtlich der Maßstab der Welt sind, an dem sich alle
messen müssen. Das Ergebnis ist, diese Leute sind für den deutschen Arbeitsmarkt verloren.

Natürlich wollen wir kein Fracking Gas bei uns produzieren, das ist richtig – wenn die Bedenken hier größer sind als der Nutzen – sollte das nicht in Frage stehen. Nur warum kaufen wir es dann im Ausland ein? Ebenso halte ich das Vorpreschen zum Atomausstieg grundsätzlich für korrekt, da wir es in 60 Jahren nicht geschafft haben, ein Endlager zu finden. Wenn jedoch die weltweite Logik mit der Frage funktioniert, wie sauber ich Strom produzieren kann und dann die Länder, die am „saubersten“ sind, diejenigen sind, die vorwiegend Atomstrom produzieren, sind wir eigentlich falsch unterwegs. Vor Kurzem gab es dazu einen sehr guten Beitrag in der ARD – wirklich sehenswert. Was mich persönlich aber trifft, sind doch Fakten, die einen normal denkenden Menschen vor den Kopf stoßen. Da freut sich der Deutsche Wirtschaftsminister, wenn in der Ukraine von der Firma Bayer (und von anderen Unternehmen) Werke gebaut werden, die vorher bei uns aufgrund der Energiekosten zugemacht wurden und erklärt noch vor Ort, der Atomstrom in der Ukraine sei in Ordnung. Dieses „St. Florians Prinzip“ scheint die Monstranz zu sein, die unsere derzeitige Regierung vor sich trägt. Hauptsache, ich habe in Deutschland sauberen Strom aus der Steckdose. Bitte verstehen Sie meine Bedenken nicht falsch, ich habe fünf Photovoltaik-Anlagen, fliege nicht mehr mit dem Flugzeug oder reise bewusst nur im nahen Europa … mit dem Auto. Aber was bilden wir uns ein? War es nicht der letzte deutsche Kaiser, der sagte:

„Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.“.
(Kaiser Wilhelm II)

Haben wir den moralischen, ethischen und wirtschaftlichen Kompass als Einzige in der Hand, oder ist
es heute eher so, dass wir in Wirklichkeit überhaupt keine Rolle mehr spielen? Dieses Gefühl werde
ich nicht mehr los. Nicht nur der Ukraine-Krieg, unsere Unfähigkeit, uns selbst zu verteidigen oder eine
Bundeswehr, die nicht einmal Munition bestellen kann – all das zeigt unsere Vorgartenromantik und
folgt der Logik unserer jahrzehntelangen Politik mit dem Scheckbuch. China erklären zu wollen, wie die
Welt funktioniert,zeugt da schon von einer grenzenlosen Überheblichkeit auf der deutschen Seite, die
wir längst abgelegt haben sollten.
Zurück zur Gesundheitspolitik: Müssen wir nun Angst vor den Investoren haben?
Wir sehen steigende Kosten bei Personal, Energie und sinkende Erlöse. Die Käufer suchen nach EBIT
oder EBITDA. Wenn ich es richtig sehe, wird aber der Markt komplizierter, da bereits der Verkauf einer
Gruppe wieder zurückgestellt wurde. Es war schlicht niemand da, der den überhöhten Preis von einer
Sammlung loser Praxen bezahlen wollte. Andere Investoren haben Schwierigkeiten bei der
Refinanzierung und können derzeit keine großen Einheiten kaufen, andere haben nach wie vor keine
medizinische Idee hinter dem Schaffen einer Gruppe. Man spürt nach wie vor, dass Private Equity
gewerblich oder industriell denkt und handelt, statt sich ein ganzheitliches Projekt vorzustellen. Es
fehlt die Expertise, größer und breiter in der Versorgung zu denken – nur der Blick des
Betriebswirtschaftlers allein reicht leider nicht.
Dann tummeln sich noch M&A Berater, die inhaltlich nicht aus dem Segment stammen und trotzdem
versuchen, mit exorbitanten Forderungen nach weltfremden Multiplikatoren die eigene Honorierung
zu optimieren. Hier vermissen wir, wie jeder rechtschaffene Kaufmann und eben auch viele Mediziner,
die Bodenhaftung und die Ausrichtung für ein langfristig tragfähiges Konzept. Gestern wurde der
Mittelständler, heute der Radiologe und morgen der größere Hersteller von Baumaschinen durchs Dorf
getrieben. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Wer nichts waget, der darf nichts hoffen.
(Friedrich Schiller)

Nach wie vor sind wir der Ansicht, dass auch bei steigenden Zinsen und erhöhten Kosten der ärztliche
Unternehmer eine Chance hat weiter vernünftig zu existieren. Natürlich muss man heute eine große
Praxis anders führen als vor 15 oder 20 Jahren. Wer allerdings heute genauso viel arbeitet wie die
Altvorderen, der wird ohne Zweifel auf eine schwächere Gegenwehr stoßen als früher. Anders
ausgedrückt: Für denjenigen, der die Chance erkennt, dass gerade jetzt kaum mehr ärztliche Kollegen
die Konkurrenten sein werden, wird klar, dass man nur mit Investoren und deren angestellten Ärzten
zu tun hat. Wer von den beiden Akteuren eine höhere persönliche Motivation hat, sollte klar sein. Und
bitte beachten Sie: Während da draußen übers „Gendern“, Atomausstieg und böse Investoren
gesprochen wird, Probleme nicht gelöst, sondern erfolgreich wieder mehrere Jahre geschoben
werden, kann man ohne Zweifel, wenn man die richtigen Ideen und Lösungen zur richtigen Zeit hat,
erfolgreich sein.

Veränderungen sind stets vorhanden. Dies zeigen auch die Gastbeiträge von Herrn RA Preißler zum
Thema Personengesellschaftsrecht, die technischen Weiterentwicklungen der Firma Varian bei der
Bildgebung vom Halcyon, die Ausführungen von Furkert und Schneider zu den aktuellen Bankenpleiten
und die Informationen von VRT und Brainlab. Ganz besonders möchte ich auf den Beitrag von Herrn
Klauer hinweisen, da das Halten der Mitarbeiter sehr wichtig geworden ist und die bislang viel zu wenig
beachtete betriebliche Krankenversicherung sicher ein wichtiges Puzzleteil sein kann, da die
Leistungen eben nicht erst in 20 oder 30 Jahren zu greifen sind, sondern für jeden spürbar sofortigen
Nutzen stiften.

Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt, in der
Hoffnung, sie mit einer Perle, die er darin findet, bezahlen zu
können.
(Theodor Fontane)

Bleiben Sie also optimistisch und uns gewogen! Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
Sollten Sie unsere Informationen nicht mehr lesen wollten, darf ich Sie bitten, sich unkompliziert
auszutragen.
Ihr
Heinz Peter Fischer

Goldener Frühling

Die LG Bamberg trumpft auf: Bei den bayerischen Langstaffel-Meisterschaften gehen gleich drei Titel in die Domstadt. Ein bayerischer Rekord ist auch dabei.

Erwartungen übertroffen

Theresa Andersch und Jule Lindner von der LG Bamberg ziehen bei der deutschen Jugendmeisterschaft in einer höheren Altersklasse überraschend ins Finale ein.

Medaillen für die Domstadt

Die LG Bamberg brilliert bei der „Bayerischen“ in der Halle. Besonders der Nachwuchs ist nun gerüstet für die deutschen Jugendmeisterschaften.

Das Beste kommt zum Schluss 12/22

 

 

 

Sehr geehrte Leserin,
Sehr geehrter Leser,

hat man das Jahresende vor Augen, denkt mal unweigerlich an zwei fragende Personen: 
Paulchen Panther, der wissen möchte, wer denn an der Uhr gedreht habe und Kaiser Franz Beckenbauer, der sich in einem Werbespot wunderte: „Ja, ist denn heut schon Weihnachten…?“
Ob nun etwas unter dem Weihnachtsbaum liegt, Sie entspannende Tage vor sich haben oder die KBV ein Einsehen mit den energieintensiven Fächern hat – wir wissen es nicht.
Noch mehr Informationen finden Sie beim aufmerksamen Lesen von Fischer’s Zeilen, klicken Sie auf den u.s. Button.

Alle weiteren Artikel unserer Premiumpartner haben aufgrund der hohen Aktualität ebenso Ihre geschätzte Aufmerksamkeit verdient.

Ihr
Heinz – Peter Fischer
Geschäftsführer Pro Concept, Bayerischer Ärzteservice

 

 

Weiterlesen

 

Karriere

Sie möchten sich beruflich verändern? Wir helfen Ihnen dabei!

Ob Strahlentherapeut, Radiologge, Nuklearmedizin, Doppel-Facharzt, Medizinphysiker oder MTRA (m/w/d): Wir haben für alle diese Bereiche aktuell sehr interessante Stellen. Zudem haben wir einen großen Bedarf an Ärzten für Vertretungen.

Darüberhinaus greifen wir aufgrund unserer jahrzehntelangen Beratung auf ein großes Netzwerk zu und schöpfen daraus die Möglichkeiten, deutschlandweit immer wieder Stellen mit Leitungsfunktion in attraktiven Gehaltsklassen sowie mittlerweile rar gesäte, interessante, top level Positionen anbieten zu können. Durch unser Ohr an der Schiene erfahren wir auch von handverlesenen Einstiegsstellen.
Kontaktieren Sie uns hierzu gerne.
Ihr Pro Concept Team

 

 

Michael Flederer

Senior Key Account Manager, Business Development
flederer@proconcept.de
Telefon 0951 98 68 0-19

Marzena Kühne

Personalmanagement für Deutschland und Polen
kuehne@proconcept.de
Telefon 0951 98 68 0-15

 

Ihre Unternehmensberatung fürs Gesundheitswesen. Spezialisiert auf Strahlentherapie, Radiologie und Nuklearmedizin.

PROFITIEREN SIE VON UNSERER ERFAHRUNG IM GESUNDHEITSWESEN:

PRO CONCEPT Unternehmensberatung
Dipl.-Betriebswirt (FH) Heinz-Peter Fischer
Pödeldorfer Str. 86a
96052 Bamberg

Telefon: 0951 . 98 68 00
E-Mail: unternehmensberatung@proconcept.de

Fischers Zeilen im Dezember 2022

Am Jahresausklang melden wir uns nochmals, da die letzten Wochen sehr viel Neuigkeiten mit sich
gebracht haben. In den vergangenen Wochen waren sehr viele relevante Veranstaltungen in Berlin,
daher passt das folgende Zitat wie Deckel auf Topf:

Berlin-Mitte ist nicht das wahre Leben.

(Sigmar Gabriel)

Wahrscheinlich sollten wir die nachfolgenden Zusammenfassungen dann auch entsprechend
einsortieren. Begonnen hatte der November noch mit den

➢ Berliner Gesprächen im Gesundheitswesen

Eine gut besuchte Veranstaltung, die Herr Prof. Wigge schon viele Jahre am Start hat und wieder mit
einigen interessanten Gästen bestückt war. Da war nicht zuletzt Herr Prof. Dr. Ulrich Wenner –
ehemaliger Richter am BSG, der sich seit 31.3.2022 im (Un-)Ruhestand befindet.

Dieser diskutierte messerscharf mit den anwesenden Interessenvertretern der Investoren und den
anderen Referenten über die Frage, ob denn ein Verbot von iMVZ´s denkbar wäre und wie die
Zunahme des Marktgewichts eingeschränkt werden könnte. Während Herr Prof. Wenner klare Worte
fand, musste man den Ausführungen von Michael Weller – der die Abt. 2 im
Bundesgesundheitsministerium führt – fast irritiert zur Kenntnis nehmen. Als Zuhörer hatte man den
Eindruck, dass da jemand zwar die Erkenntnis hat, im System fast 30 Jahre nichts geändert zu haben,
aber für einen Ruck keine Idee außer einen Gesundheitskiosk nennen konnte. Ob diese Idee die
Versorgung des ländlichen Raums zu verbessern imstande ist, darf weiter bezweifelt werden.

Während die Zahlen aus dem IGES Gutachten – welches die KVB angeschoben hatte – durchaus
kritisch hinterfragt und am Ende als nicht ausreichend für eine beleghafte Darstellung der höheren
Abrechnung gewertet wurden, verteidigte Herr Nolting seine Ausführungen zwar tapfer, aber es
blieben viele (berechtigte) Zweifel, ob man die vorgelegten Berechnungen im Sinne einer juristischen
Verwertung als Basis für Entscheidungen benutzen könnte. Man spürte trotzdem die klare Botschaft
im Raum, dass man gegenüber den Investoren durchaus eine Veränderung erzeugen wollte. Dabei
wurden die bereits bekannten Denkrichtungen – einerseits eine Regionalität und andererseits der
Bezug zu den Hauptabteilungen im Trägerkrankenhaus des MVZ´s angesprochen…………auch eine
Kombination aus beiden Richtungen. Trotz allem muss man immer fragen, wer Gutachten beauftragt
und mit welchem Zweck!

Wissenschaftler sind die einzigen Menschen, die ihre Unwissenheit noch durch Gutachten belegen.

(Georg Mautner Markhof)

Ohne Zweifel würde dies die Vergrößerung der MVZ Zahlen schlagartig einbremsen, da die uns
bekannten Investoren derzeit weder nur regional und schon gar nicht an der Linie der eigenen
Hauptabteilungen investieren. Fraglich wäre natürlich, wie dann eine Radiologie oder
Strahlentherapie überhaupt noch gekauft werden sollte, da die gekauften Krankenhäuser sicher nicht
über eine radiologische Hauptabteilung oder gar eine Strahlentherapie verfügen.

Dann ging es in Berlin mit dem

➢ RO Update

weiter, das die Strahlentherapeuten und die Onkologen ganz gut kennen. Bei dieser Veranstaltung
kann man die Veränderungen in der Therapie gut beobachten, was derzeit allerdings keinen
Widerklang in der Abrechnung findet

Wie man in bei Herrn Prof. Guckenberger aus Zürich vernehmen konnte, sank die Anzahl der
Fraktionen bei seinen Patienten über alle Entitäten hinweg auf durchschnittlich nur noch
9,7……..Tendenz weiter fallend. Das ist aber bei einem Fach, das von den langfraktionierten
Therapieschemata lebt, auf Dauer ungesund. Klar könnte man darüber nachdenken, dann weniger
Geräte aufzustellen, weniger Personal zu benötigen oder gar weniger Bunker zu bauen…..aber dazu
müsste die aus den Neunzigern gefasste Idee des Tandembetriebs der DEGRO auch ad acta gelegt
werden und die Abrechnung müsste einer grundsätzlichen Reform unterzogen werden.

Natürlich sieht man die Aufnahme der Stereotaxie bei den interventionsbedürftigen
Vestibularisschwannomen durch den GBA per se ja positiv, aber was ist damit verbunden?
Welche Vergütung wird man hier annehmen und wird die Stereotaxie dann später ebenso für andere
Fragestellungen aufgenommen, oder dient dies nur der Reduktion der über den § 140 SGB V
eingeführten Verträge und führt dies dann zum Tod der hoch vergüteten Einzeit Modelle mit dem
Gamma Knife, dem Cyber Knife oder dem neuen ZAP-X Gerät? Die Verfechter der Beschleuniger
Technologie waren und sind ohnehin nach wie vor der Überzeugung, dass man mit einem
entsprechend ausgestatteten LINAC analoge Ergebnisse erzielen kann und sehen dabei noch den
Mehrwert des Gerätes, während gerade das Gamma Knife oder das ZAP-X Gerät nur im Kopf oder
maximal bei der HWS Zielvolumen definieren können.

Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.

(Alan Kay)

Daher kann man den Fachärzten immer nur raten, sich selbst auf den Weg zu machen und zu
versuchen klare Ergebnisse zu erzielen. Alles andere……..oder darauf zu warten, dass andere in die
Hand nehmen, ist der falsche Weg.

Hier hatte man sich dann Ergebnisse beim

➢ BVDST Herbstsymposium

erwartet, welches wieder eine Woche später – wieder in Berlin stattfand. Trotz der Wichtigkeit der
Veranstaltung – das berufspolitische Treffen der Strahlentherapeuten im Jahr – waren sicher nicht
einmal die Hälfte der Plätze vergeben. War das der Anfang vom Ende oder ist das Interesse an der
Berufspolitik derart gesunken, dass sich eine große Anzahl an Strahlentherapeuten nicht mehr auf
den Weg nach Berlin machen wollte?

Dennoch spürte man hier die Erwartungshaltung der Anwesenden, dass man von Seiten des
Vorstands nochmals Stellung zur nochmaligen Änderung des EBM zum 1.7.2022 beziehen sollte.
Leider war Herr Dr. Leßmann nicht nach Berlin gekommen……..ganz offensichtlich war er ein Opfer
der Klimaaktivisten am Berliner Flughafen geworden. Daher konnte er die Lage nicht aus seiner Sicht
erläutern. Die Mitglieder fanden jedoch die Erklärung, dass man die moderne Radiotherapie im EBM
für eine Versschiebung in den extrabudgetären Bereich ab 1.1.2023 geopfert habe hörbar nicht gut.
Viele fanden sich in die Neunziger Jahre zurückversetzt, da man auch die Beweggründe für die
neuerliche Herabsetzung – trotz einer in vielen KV-Bereichen übereinstimmenden
Punktzahlanforderung mit dem verfügbaren Honorar – nicht nachvollziehen konnte.

Der eingebaute Vortag eines Vertreters von evidia – einem institutionellen Investor – wurde von Dr.
Tom Bahr – dem Vertreter der RG2020 – wie auch dem Vertreter der Politik – Herrn Monstadt
kritisch hinterfragt. Insgesamt zweifelten die Anwesenden ohnehin, ob das nun eine Plattform sein
sollte oder die Idee, das Thema – also den Verkauf an einen institutionellen Investor – zu
torpedieren. Die ebenso anwesenden Vertreter anderer Investoren konnten Gespräche mit
relevanten Verkäufern führen……….ob das das Ziel war, konnten wir nicht abschließend beurteilen.
Aufgefallen war uns aber schon, dass obwohl Herr Dr. Dr. Knüppel (evidia) die Investorenlösung als
eine von mehreren Lösungen dargestellt hatte, der Vertreter der Politik sich mit Allgemeinplätzen
durch seinen Vortrag hangelte („Versorgung ländlicher Raum“ – was das auch immer in der
Strahlentherapie bedeuten soll) und aus einem Bundesland stammte, in dem genau fünf Therapien
für ein Flächenland zuständig sind – also gerade nicht ein Musterbeispiel für eine wohnortnahe
Versorgung gelten konnte.

Der Vertreter der Zahnärzteschaft – Herr Hendges aus Berlin – konnte zwar aufzeigen, dass die
Investoren offensichtlich anders als Praxisinhaber agieren, aber durch die Unterschiedlichkeit des
Faches kein Quervergleich sinnvoll war. Zahnärzte sind eben doch anders als Strahlentherapeuten
oder Radiologen. Prof. Halbe konnte in gewohnter Weise auf seine Leistungen und die Tatsache, dass
ein Praxisverkauf keine Raketenwissenschaft darstellt, eingehen und damit den anwesenden
potenziellen Verkäufern ein Stück weit die Angst vor den großen Zahlen nehmen.
Am Ende hatte man schon ein komisches Gefühl nach der Veranstaltung, Investoren, große
inhabergeführte Ketten unter Radiologen, Personalmangel, ein retardierender EBM und nach wie vor
keine Aussicht auf eine neue GOÄ…….es fühlte sich sehr seltsam an.

Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten, sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?

(Wladimir Iljitsch Lenin)

Über die Politik möchte ich in dieser Ausgabe nicht sprechen, zu frustrierend sind die Aktionen der
politisch Handelnden auf allen Ebenen. Während die Amerikaner Protektionismus in reinster Form
vorleben, die Chinesen sich weiter überall ungestört einkaufen können und wir uns mit uns selbst
beschäftigen, haben wir in den nächsten Wochen hoffentlich (!!!) wieder die Zeit uns Gedanken über
uns selbst und unser Land zu machen. Ohne Fatalismus möchte ich an der Stelle Ihnen und Ihren
Familien ein angenehmes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen! Wie sagt
Herr Böhmermann im ZDF immer: „Bleiben Sie stabil“………..etwas anders bleibt uns ja nicht übrig.
Meine Mitarbeiter und meine Wenigkeit wünschen Ihnen viel Gesundheit!

Unser Büro wird zwischen dem 24.12.2022 und dem 09.1.2023 nicht regelmäßig besetzt sein. Ab
dem 10.1.2023 sind wir dann wieder für Sie in vollem Umfang am Start

Haben Sie im neuen Jahr anspruchsvolle Projekte für uns, freuen wir und von Ihnen zu hören.
Sollten Sie unsere Informationen nicht mehr lesen wollten, darf ich Sie bitten sich unkompliziert
auszutragen. Frohe Weihnachten!!!
Ihr
Heinz Peter Fischer