KREBS IN DEUTSCHEN NACHWUCHSKADER BERUFEN
Naomi Krebs in den deutschen Nachwuchskader berufen
Die sprintstarke Athletin der LG Bamberg machte bereits letztes Jahr auf sich aufmerksam und konnte sich dieses Jahr erneut auf nationaler Ebene behaupten. Naomi Krebs (U18) startete bereits Anfang 2019 bei den U20 Hallenmeisterschaften in Sindelfingen und bot den erfahrenen Sprinterinnen die Stirn. Sie wurde dafür mit einer neuen persönlichen Bestleistung über 60m in 7,55 Sekunden und Platz vier belohnt. Nach einem schwierigen Saisoneinstieg war die Bamberger Sprinterin rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt bei den deutschen Jugendmeisterschaften wieder fit und überzeugte in zwei Disziplinen: Über 100m erzielte Naomi mit 12,02 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung im Vorlauf (Platz fünf im Finale). Auch über ihre Paradedisziplin, dem 100m Hürdenlauf, stellte Naomi mit 13,88 Sekunden eine neue Bestleistung auf und wurde mit der Brozemedaille geehrt. Auf Grund der starken Saisonleistungen wurde das Sprinttalent in den deutschen Nachwuchskader für das kommende Jahr berufen. Ziel ist die Qualifikation für die Jugend Europameisterschaft in Rieti 2020.
Mit Anna Güthlein und Julia Weber wurden zwei Bamberger Werferinnen in den bayerischen Kader berufen. Anna Güthlein stellte dieses Jahr im Rahmen der bayerischen Meisterschaften eine neue persönliche Bestleistung im Speerwurf mit 47,23m auf. Auch Julia Weber beendete ihre Saison mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 42,39m. NB

Fischers Zeilen im Dezember 2019
Da ist so manchem Strahlentherapeuten das Plätzchen im Steigenberger Hotel in Berlin beim 11.Herbstsymposium des BVDST am 29.11.2019 sicher im Hals stecken geblieben.
Gespannt warteten alle zahlreich erschienenen Teilnehmer auf die Vorträge zu den Veränderungen im EBM und in der GOÄ. Was dann aber Herr Dr. Casser von der KBV verkündete, war trotz der häufigen Ankündigungen von Herrn Dr. Leßmann in den Jahren zuvor sehr schwere Kost, ja ein Schlag in die Magengrube. Immer ist man davon ausgegangen, dass bei einer Änderung gleichzeitig eine neue Leistungslegende entstehen würde und nicht nur eine Kürzung der Sachkostenpauschalen.
Man konnte es bei dem weiten Ausholen von Herrn Dr. Casser zur Begründung fast schon vermuten……..es wird unangenehm. Natürlich standen neben den Gesetzlichen Grundlagen mit dem § 87 Abs. 2 SGB V und der ins Gesetz geschriebenen Verpflichtung, die technischen Leistungen zu Gunsten der sprechenden Medizin abzuwerten sowie der namentlichen Nennung gerade auch der Strahlentherapie und den Daten des statistischen Bundesamtes nur eine geringe Verteidigungslinie zur Verfügung. Dies trotz der umfangreichen Bemühungen durch den Vorstand und der eingeschalteten Beratungsfirma. Denn was wie ein Damoklesschwert über allem hing und weiterhin hängt, ist die Neutralität in den Ausgaben in den Fächern.
Was so harmlos klingt, führte letztlich auch beim Vorstand zu Unverständnis, da die Notwendigkeit einer betriebswirtschaftlichen Kalkulation von den Spitzenverbänden und der KBV nie bestritten wurde. Was aber bringt diese, wenn – egal was dabei herauskommt – ohnehin nichts geändert werden wird, sondern das Ergebnis schon vorher fest einbetoniert ist. Oder ist die KBV so weit wie Thomas Alva Edison?
Ich habe mit Erfolg zehntausend Wege entdeckt, die zu keinem Ergebnis führen
Arbeit macht sich der Vorstand definitiv. Begründet wird alles mit betriebswirtschaftlichen Kalkulationen, aber der Kostenneutralität in die Augen zu schauen, während alle Kosten in der Einrichtung tatsächlich steigen, fällt schwer.
Das dann berichtete Ergebnis:
➢ zuerst die Umsetzung des EBM zum 1.4.2020
➢ Beibehaltung der Kapitelstruktur
➢ Absenkung der Sachkostenpauschale um 22 %
➢ Im Ziel eine Absenkung um 9,5 % im Bereich der GKV
löste sicher keine Begeisterung aus. Das im zweiten Schritt dann im Jahr 2021 eine Überarbeitung des Kapitels der Strahlentherapie erfolgen solle – dazu muss man wissen, dass die Strahlentherapie eines der wenigen Fächer ist, bei denen noch keine neuen Inhalte hinterlegt sind – führte gerade dann wieder zu leeren Gesichtern, als von Herrn Dr. Casser die klare Vorgabe
der Leistungsbedarf soll auch im zweiten Reformschritt konstant bleiben
formuliert wurde. Natürlich warten hier alle auf die längst überfällige Berücksichtigung der IMRT, IGRT und der Stereotaxie sowie der Frage, wie man zukünftig mit der Hypofraktionierung gerade hinsichtlich der Abrechnung umgehen kann. Aber auch an dieser Stelle erfolgte der Hinweis, dass der Leistungsbedarf nicht steigen solle. Ob dies bei einem Wegfall der Sachkosten dann entsprechend erfolgen wird, oder ob man dann erst wieder an dieser Schraube dreht und so langsam aber sicher den Schmerzpunkt bei den Einrichtungen finden wird, zeigt sich erst im Jahr 2021.
Was sollen die Erweiterungen der Datenstruktur bringen, wenn über allem doch wieder das Dogma der Ausgabenneutralität schwebt. Die von Herrn Dr. Leßmann gebetsmühlenartig vorgetragene Problematik der Personalkostenerhöhungen aufgrund der Strahlenschutzrichtlinie soll zwar berücksichtigt werden………..aber wie das bei der Überschrift des konstanten Leistungsbedarfs funktionieren soll, wurde nicht erläutert.
Ob bei der nachfolgenden Berechnung die Worte von Amschel Meyer Rothschild trösten, darf getrost bezweifelt werden:
Ihr Geld ist nicht weg, mein Freund, es hat nur ein anderer
Für alle die die Absenkung der GKV Umsätze mit 10 % so einfach weglächeln, sei folgendes Rechenbeispiel einer Strahlentherapie angeführt:
Umsatz GKV 2.500.00,- €
Umsatz PKV 350.000,- €
Umsatz Krankenhaus 150.000,- €
Summe 3.000.000.- €
Bei einer Kostensumme inkl. Abschreibung von 2.300.000.- € würde das zu einem Gewinn von 700.000.- € führen. Dieser Umsatz wäre typisch für zwei Ärzte in der Niederlassung. Wenn nun der GKV Umsatz um 10 % sinkt, schlägt dies 1:1 im Gewinn durch, d.h. wir reden dann noch 450.000.- € Gewinn, was einem Rückgang im Ergebnis von gut 35 % entspricht.
Jeder kann sich das sehr gut für sich ausrechnen. Wir können aber jetzt schon eines sagen: Wer mehr als 40 % Sachkosten in den GKV Vergütungen hat, wird hier noch größere Schmerzen haben.
Die nachfolgenden Mitteilungen von Herrn Dr. Leßmann hinsichtlich der GOÄ waren dann zwar generell positiv, da man dort eine aktuelle Leistungslegende definiert hat und letztlich von einer Umsetzung in der Form ausgeht. Trotzdem kann man hier noch nicht auf der sicheren Seite sein. Das sollte jedem leitenden Arzt in den Einrichtungen klar werden. Erst nach der Umsetzung mit der Kapitelstruktur zu den aufgerufenen Preisen, könnte eine Entwarnung erfolgen. Dies gerade deshalb, weil ja viele sich so eine kompensatorische Möglichkeit für die Rückgänge im EBM erhoffen.
Schaut es bei den anderen technischen Fächern besser aus? Ein kleiner Blick über den Tellerrand zu den Diagnostikern.
Die Radiologen wurden nach der epischen Diskussion um die Kontrastmittelvergütung wie „die Sau durch das Dorf getrieben“, denn in der öffentlichen Wahrnehmung hat man sich hier durch ein geschicktes Einkaufsverhalten großzügig bedient. Dass dies nicht so ist, wurde in einem guten Artikel in der RÖFO deutlich…………nur wer liest das?
Natürlich hat man oft das Gefühl, das die Facharztgruppen generell nach dem St. Floriansprinzip vorgehen………oder drücken es die Schwaben in einem alten Sprichwort noch besser aus:
Mir ist kein Opfer zu groß, das die anderen für mich tun können
Statt sich gemeinsam zu solidarisieren freut man sich, wenn der andere mehr weggenommen bekommt als man selbst.
Zur Politik kann und mag ich gar nichts mehr sagen. Alleine die Unterhauswahl in Großbritannien löst noch körperliche Schmerzen aus. Da wir gefühlt ewig über ein Brexit-Abkommen verhandelt und dauernd gehört haben, das die Inselbewohner gar nicht aus der EU wollen und dann bei der erstbesten Wahl derjenige haushoch gewinnt, der den Unsinn angezettelt hat………einfach ohne Worte. Natürlich alles wieder irgendwie erklärbar, weil der Gegenkandidat kein Charisma hätte und sich nicht klar genug positioniert hat. Trotzdem kann und will ich mich als Europäer mit dem Theater nicht anfreunden. So fürchterlich die Akteure heute sind, gewählt werden diese von den Einwohnern des jeweiligen Landes und jeder hat die Vertretung, die er verdient. Mehr muss man dazu nicht ausführen.
Am Ende möchte ich Sie nochmals mit der Aussage von Herrn Dr. Casser konfrontieren. Er sagte: „Vielleicht sollten Sie mehr betonen, dass Sie auch Therapeuten sind und viel mit den Patienten sprechen.“ Auch wenn im Fachgebiet die Therapie bereits steht und die Gespräche mit den Patienten ohne Zweifel lange, intensiv und häufig sein können, angekommen ist diese Tatsache sicher noch nicht bei den Leuten in den Kassen oder in der KBV. Dort sind die Strahlentherapeuten so etwas wie die typischen Gerätemediziner. Vielleicht ein Ansatz für die nächsten Verhandlungen.
Wie immer gilt für Sie, falls Sie von uns nichts mehr hören wollen, darf ich Sie bitten sich unkompliziert auszutragen. Ansonsten wünsche ich Ihnen ein ruhiges Weihnachtsfest, die Zeit zur inneren Einkehr und zur Entspannung sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Gesundheit für Sie und Ihre Familien.
Ihr Heinz Peter Fischer
HOFFNUNG FÜR DEUTSCHLAND
SIE IST SCHNELLER ALS ALLE MÄNNER
NAOMI KREBS SPRINTET ZU BRONZE
Bei der deutschenMeisterschaft holt die Athletin der LG Bamberg in der U18 den dritten Rang über 110MeterHürden.Mit dabei sind auch EvaDorsch und Anna Güthlein.
Für die deutschen Jugendmeisterschaften im Ul-mer Donaustadion qualifizier-ten sich auch drei Leichtathle-tinnen der LG Bamberg. Schon im Voraus versprachen die Wett-kämpfe, aufgrund starker Teil-nehmerfelder, spannend zu wer-den. Jedoch mussten sich die Athleten auf unterschiedlichste Wetterlagen einstellen: Am ers-ten Tag stellten sich die Jugend-lichen einer Hitzeschlacht bei 38 Grad, am zweiten Tag wurde der Wettkampf wegen Unwetter-warnungen und Starkregen für eineinhalb Stunden unterbro-chen.
Naomi Krebs (WU18) ging zunächst über 100m Hürden an den Start, wo sie laut Meldeliste auf Platz 9 lag. Schon im Zwi-schenlauf zeigte Krebs, dass sie ihr Potenzial noch nicht ausge-schöpft hatte, und qualifizierte sich mit persönlicher Bestleis-tung (13,89 Sekunden) für das Finale. Auch hier zeigte die Sprinterin ihre Nervenstärke in einem dicht besetzten Feld. Nur das Zielfoto konnte über die Platzierungen 2 bis 4 entschei-den, wobei Krebs den dritten Platz in 13,88 Sekunden belegte und sich in ihrem ersten Jahr in der WU18 schon über eine Treppchenplatzierung freuen durfte.
Auch am zweiten Tag zeigte die Gymnasiastin noch versteck-te Reserven über 100m: Mit 12,02 Sekunden qualifizierte sie sich für den Zwischenlauf. Weil der Rückenwind aber zu stark war, zählt die Zeit nicht für die Bestenlisten. Auch in dieser Dis-ziplin schaffte Krebs den Sprung ins Finale, in dem sie mit 12,10 Sekunden nahe an ihre Bestleis-tung heran sprintete und durch einem beherzten Endspurt noch Platz 5 belegte.
Eva Dorsch (WU18) stellte sich bei extremer Mittagshitze der nationalen Konkurrenz über 400m. Dorsch zeigte ein enga-giertes Rennen, bestätigte ihre Leistungen über die Stadionrun-de in dieser Saison und kann mit Platz 13 zuversichtlich nach vorn blicken (60,05 Sekunden).
Anna Güthlein (WU18) ging in ihrer Paradedisziplin, dem Speerwurf, an den Start. Am zweiten Tag mussten die Speer-werferinnen mit Regen und Wind kämpfen, so dass Güthlein nicht an ihre Bestleistung wäh-rend der bayerischen Meister-schaften anknüpfen konnte und mit 41,41 Metern den elften Platz belegte. Trotzdem kann die Athletin nach der Saison mit Platz 6 der aktuellen deutschen Bestenliste sehr zufrieden sein (47,23m). NK

REKORD FÄLLT IM LETZTEN VERSUCH
Naomi Krebs startete am ersten Tag über 100 Meter in der U18. Nach Vor- und Zwischenlauf in 12,21 bzw. 12,07 Sekunden kam es zu einem spannenden Endlauf mit Mara Barwitzki aus Ecken-tal. Bei Gegenwind sprintete Krebs in 12,09 Sekunden zu Platz zwei hinter der ein Jahr äl-teren Konkurrentin (12,01 Se-kunden).
Motiviert durch die persönli-che Bestzeit sollte am zweiten Tag im Hürdenlauf eine weitere Bestleistung hinzukommen. Nach lockerem Vorlauf (14,34 Sekunden) trafen im Endlauf drei der besten deutschen Hür-dennachwuchsläuferinnen auf-einander. Ein packendes Ren-nen, bei dem Krebs bis zur neunten Hürde führte, endete äußerst knapp. Es siegte Viola ohn aus München (13,93) vor Michelle Frank aus Aschheim (13,96) und Krebs in 13,99 Se-kunden. Damit verbesserte die Bambergerin den oberfränki-schen Rekord um über drei Zehntel.

KREBS HOLT SILBER
Bamberg — Im saarländischen St. Wendel trafen sich die acht Lan-desverbände, um die süddeut-schen Meister der U18-Leicht-athleten zu ermitteln. Mit Nao-mi Krebs und Anna Güthlein hatten sich zwei Athletinnen der LG Bamberg qualifiziert und nahmen die weite Reise auf sich. Dafür wurden die beiden Schü-lerinnen des Eichendorff-Gym-nasiums Bamberg jeweils mit der Silbermedaille belohnt.
An die 900 Athleten trafen sich im St. Wendeler Leichtath-letikstadion. Die extremen Temperaturen und ständig wechselnde Winde stellten sie vor immer neue Herausforde-rungen. Nach ihrer Meldeleis-tung lag Anna Güthlein auf Platz 3 in dem 20-köpfigen Starterfeld der besten U18-Speerwerferin-nen Süddeutschlands.

ZWEI OBERFRÄNKISCHE REKORDE
Fischers Zeilen im Mai 2019
Die DEGRO steht vor der Haustüre und wir alle erhoffen dann wieder ein bisschen mehr Klarheit in der Vergütungslandschaft, obwohl gerade an der Fachtagung in der Vergangenheit meistens nicht viel Erleuchtendes berichtet wurde.
Natürlich wäre es wünschenswert einen Einblick in die bevorstehenden Änderungen bei der GOÄ und im EBM zu erhalten, da bei Kollegen von Ihnen wichtige Entscheidungen von Kooperationen über Gesprächen mit jüngeren Kollegen bis hin zu Investitionsentscheidungen immer wieder im Hinblick auf die Auswirkungen vertagt oder verzögert wurden.
Der Seriosität vom Berufsverband ist allerdings auch geschuldet, dass dort keine beliebigen Wasserstandsmeldungen verkündet werden, sondern erst dann Zahlen-Daten-Fakten auf den Tisch kommen, wenn alles glasklar am Ende so kommen wird.
Daher hoffen wir alle, dass die bislang aufgebrachte Geduld in ein positives bzw. tragfähiges Ergebnis mündet, nicht das am Ende die österreichische Schauspielerin Tilla Durieux den neuen Leitsatz in der Strahlentherapie formuliert hat:
Wer von der Hoffnung lebt, wird wenigstens nicht dick.
Viel mehr Gewicht wird daher die Umsetzung der S3 Leitlinie bei der Behandlung der Mamma Patienten und die Überlegungen zur Hypofraktionierung bei der Prostata erzeugen. Hier werden aufgrund der bisherigen Abrechnungsstruktur die großen Veränderungen produziert, einerseits aufgrund der deutlichen Verkürzung der Serien und andererseits da mit den Patientenklientel in der Regel ein Drittel aller Patienten in den strahlentherapeutischen Einrichtungen betroffen sein werden.
Wird damit das Interesse der institutionellen Investoren an der Strahlentherapie abebben und das Geld wieder in die anderen bisherigen Kanäle wie der Radiologie oder Nuklearmedizin fließen? Das könnte man vermuten, denn kapitalintensive Fachrichtungen bleiben als Ziele interessant und das Gesundheitswesen als solches mit einem 90 % Anteil an mehr oder minder staatlichen Vergütung (GKV) hat einen Charme für Anleger.
Wollen wir aber die Strahlentherapie nicht schlecht reden, diese bleibt trotzdem aufgrund der extrabudgetären Situation noch im Fokus. Dies nach der Umsetzung des TSVG´s ohnehin, da die zu erwartende Einschränkungen doch moderater ausgefallen waren als man vorher angenommen hatte. Auch wir waren am Ende überrascht, dass sich mehr oder minder doch nur die Zahnärzte durchsetzen konnten. Gut, das mag natürlich aus deren Sicht nachvollziehbar sein, denn wenn keine Niederlassungsbeschränkungen vorhanden sind, steht einem Kettenbetrieb nichts entgegen.
Was man allerdings nicht so wirklich nachvollziehen konnte, war die Argumentation der Standesvertreter der KZBV, denn da stand der böse Investor dem guten Zahnarzt gegenüber und das ist aus unserer Sicht zumindest äußerst fraglich, denn jeder Inhaber einer Praxis oder Zahnarztpraxis arbeitet auch mit dem Ziel Geld zu verdienen. Diese moralinsaure Argumentation sollten wir uns sparen. Um es mit Samuel Beckett zu sagen:
Moralisten sind Menschen, die sich dort kratzen, wo es andere juckt.
Politisch gesehen ist alles wie immer…….nach der Wahl ist vor der Wahl. Nun stehen Ende Mai die Europawahlen an.
Man darf getrost Wetten abschließen wie hoch die Wahlbeteiligung diesmal sein wird oder ob die Ermüdung des Wahlvolkes weiter um sich greifen wird. Während auf Europaebene die Wahlbeteiligung im Zeitraum von 1979 bis 2014 von knapp 62 % auf gut 43 % gesunken ist (Deutschland knapp 66 % auf kann 48 %) sind wir kein besonders negatives Beispiel. Vielmehr sind die Unterschiede hier in der EU extrem. Während in Luxemburg über 90 % zur Wahl gehen, sind es in der Slowakei gerade einmal 13 %.
Immerhin geht es ja wieder einmal um die Zukunft unserer BREXIT geplagten Union. Natürlich kann niemand mehr das Theater um den Ausstieg Großbritanniens verstehen, auch nicht die Nachsicht die man in Brüssel den im Königreich handelnden Personen entgegenbringt. Allerdings sollten uns die nationalen Tendenzen in Polen, Ungarn oder das Erstarken der nationalen Kräfte in Österreich, Italien oder Deutschland nicht gleichgültig sein. Niemand kann davor die Augen verschließen und schon überhaupt nicht im Rahmen einer EU Wahl.
Die EU ist sicher nicht ohne Fehler, aber ich kann als ein Bürger dieser Union, der die Vorteile genießen durfte und die gemeinsame demokratische Basis kennt nicht den Kopf in den Sand stecken und der Wahl fern bleiben, denn das stärkt in aller Regel nur diejenigen, die keine EU wollen. Jeannine Luczak hat es einfach formuliert:
Demokratie heißt, die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt sein.
Handeln wir daher richtig und gehen zur Wahl!
Der immer näher rückende Abschied der Firma Siemens aus dem Segment der Strahlentherapie macht doch in der einen oder anderen Einrichtung Sorgenfalten. Für das Jahr 2022 ist der „end of support“ angekündigt. Das bedeutet für alle noch vorhandenen Nutzer, dass man 2021 die Maschinen vollständig durch andere Anlagen der beiden verbliebenen Hersteller für Beschleuniger Elekta und Varian ersetzt haben sollte. Wenn man sich vorstellt, dass bis vor wenigen Jahren noch fast 170 Siemens Beschleuniger im Feld standen, dann kann man sich die Umwälzung sehr gut vorstellen.
Gerade denjenigen Einheiten die im Vertrauen auf den Weltkonzern noch im Jahr 2010 und 2011 neu investierten macht die dann notwendige „Notoperation“ natürlich keine Freude. Einen Beschleuniger tauscht man nicht wirklich nach 10 Jahren aus und ohnehin nur sehr ungern mit erheblichen Kosten in den Strahlenschutz. Gerade diese Investitionen werden aber notwendig, da die Geräte meist nicht die gleiche Energie, einen anderen Bodenrahmen und letztlich unterschiedliche Bedürfnisse an die Stromversorgung haben. Da kommen doch schnell pro Bunker ohne Gerät 250 bis 350.000. – € zusammen plus des Ausfalls der Versorgung, die dann selbst mit einer extrem schnellen Installation und Einmessung zu einem Verdienstausfall von drei Monaten kumuliert. Das sind selbst bei einem bescheidenen Tagesumsatz von 10.000.- € dann gleich mal 600.000.- €. Wer findet solch einen Ausfall schon angenehm? Viel schlimmer als die finanziellen Folgen sind aber in einem kompetitiven Umfeld der Verlust der Zuweiser an die Konkurrenz, die vielleicht damals den „richtigen“ Hersteller gewählt hat und nun nicht vor dem Problem steht. Die richtigen Entscheidungen zu treffen ist meistens sehr schwierig, trotzdem war die Denkweise von Marie-Henri Beyle (Stendhal) sicher korrekt als er meinte:
Ein starker Entschluss verwandelt mit einem Schlage äußerstes Unheil in einen erträglichen Zustand.
Als Politiker und Militär wusste er um den größeren Schaden, keine Entscheidung zu treffen. Daher sei Ihnen geraten rechtzeitig die Siemens Anlagen auszutauschen. Holen Sie sich einige gute Informationen an der DEGRO oder in unserem Newsletter. Handeln Sie rechtzeitig, bevor Sie in eine Sackgasse fahren!
Wie immer gilt für Sie, falls Sie von uns nichts mehr hören wollen, darf ich Sie bitten sich unkompliziert auszutragen. Ansonsten wünsche ich den Radiologen einen gelungenen Kongress in Leipzig und den Strahlentherapeuten Anregungen und gute Gespräche in Münster.
Ihr Heinz Peter Fischer




