Fischer’s Zeilen im Februar 2026

Ein bisschen wollte ich schweigen, da die Vorgänge um die große Politik dann einen normal
denkenden Menschen immer wieder fassungslos zurücklassen. Aber ich habe mich schon
Mitte letzten Jahres entschieden, einen Selbsttest durchzuführen. Ich wollte wissen, wie es
ist, wenn man keine Medien konsumiert. Also hatte ich meine zwei Tageszeitungen und die
Wochenzeitung abbestellt und mich einem morgendlichen Frühsport – Powerwalk 5,4
Kilometer täglich – verschrieben. Was soll ich sagen, keine Nachrichten wirken durchwegs
positiv, der Kopf wird durchgepustet (meine Kritiker werden sagen: „Wo nichts ist, kann auch
nichts belüftet werden“) und man geht wesentlich unbelasteter durch die Welt. Vielleicht ist
das auch die Sicht des Prekariats, also der einfachen Leute…..die dann dazu neigen, den
extremen Parteien zuzustimmen. Denn einfache Wahrheiten dringen besser durch als
komplizierte Wendungen mit „wenn und dann“. Seit einigen Wochen darf man hier in Bayern
– speziell auch in den Städten – an jedem Laternenpfahl mehrere Wahlempfehlungen für die
anstehende Kommunalwahl entgegennehmen. Da lächeln einen mit knappsten Botschaften
die Kandidaten an und werben um das einzige Faustpfand, das der Wähler hat – die Stimme.
Besonders dreist fand ich hier, dass die CSU damit warb…“XY für UNS in den Stadtrat“. Müsste
es nicht mindestens heißen für SIE oder geht es tatsächlich nur noch um die zu wählenden
Kandidaten und deren Position. Wird nach der Meinung des Bürgers gefragt oder gar die
90×60 cm großen Schlaglöcher – wir reden jetzt nicht von der Grenzregion zum östlichen
Nachbarn, sondern von einer Stadt wie Bamberg – thematisiert? Natürlich nicht und daher
darf am Ende auch nicht wundern, wenn nachher nicht das gewünschte Ergebnis der
Demokraten am 8.3.26 vorliegen wird.

„Wahlen alleine machen noch keine echte Demokratie.“
(Nelson Mandela)

Wie soll das alles weitergehen? Wir haben einen außenpolitisch agierenden Kanzler, der
innenpolitisch, statt von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch zu machen, sich gerne in
Talkshows verheddert, altklug daherkommt und sich vom Koalitionspartner – der Reflexhaft
immer nach einer Verbesserung der sozialen Lage, Steuererhöhungen oder am liebsten weiter
an einer signifikanten Umverteilung arbeitet – durch die Arena getrieben wird. Selbst solch
durchschnittliche Genossen wie der Finanzminister, der Politik statt Wirtschaft studiert hat
(immerhin mit Abschluss) oder der Ministerin für Arbeit und Soziales, Frau Bas, bringen
unseren Sauerländer immer wieder in Verlegenheit und den Rest der arbeitenden
Bevölkerung auf die Palme. Nicht umsonst hat die SPD selbst bei den einfachen Arbeitern und
Arbeitslosen nur einen Anteil von 9 %. Was das bedeutet, kann man sich ausmalen; die SPD
lebt von den Rentnern, aber die werden im wahrsten Sinn des Wortes aussterben. Ein Plan zur
Belebung ist nicht erkennbar; wie auch….dazu bedarf es umsetzbarer Ideen und nicht einer
Diskussion im Klassenkampfstil. Kommen wir zur Gesundheitspolitik. Nach langem Rätselraten
wie denn die aktuelle anhaltende Krise bewältigt werden soll, kam der kümmerliche Wurf der
Gesundheitsministerin. Man möchte durch Reformen, eine Effizienzsteigerung und die
Digitalisierung („made in germany“ – LOL) die Probleme in den Griff bekommen. Mehr Geld
kann nicht mehr die Lösung sein. Oh, wie wahr.

„Die Kunst des Regierens besteht darin, Reformen zu machen,
bevor sie zur Notwendigkeit werden.“
(Charles-Maurice de Talleyrand-Perigord)

Gehen wir auf die Punkte ein:

Strukturreformen statt Finanzspritzen: Jetzt kommt der Brüller > die Einführung eines
Primärarztsystems und die Neuordnung der Notfallversorgung. Ja, wäre schön, wenn es
genügend Hausärzte geben würde und die, die da sind, überhaupt noch Patienten aufnehmen
könnten; ich würde sagen eine glatte Themaverfehlung. Und zum Stichwort Notfallversorgung
– ja würde passen, wenn wir denn die maßlose Inanspruchnahme der Kliniken entsprechend
auch reglementieren würden. Steht das in Aussicht? – NEIN.

Finanzielle Stabilisierung: Um die Beitragssätze der GKV und Pflegeversicherung zu
stabilisieren sind Einsparungen notwendig – ohne Denkverbote. Allein die Diskussion um
Selbstbeteiligungen oder Reduzierung beim Zahnersatz haben gezeigt -> wegnehmen wird
nicht so einfach funktionieren. Auch hier meine Bewertung > ungeeignet.

Entbürokratisierung: Wunderbar…..das höre ich seit über 30 Jahren, passiert ist das genaue
Gegenteil. Das sieht man deutlich am ausufernden Staat; statt schlanker zu werden, gibt es
immer neue Posten für Minister, Staatssekretäre und Beamte und alle müssen eine Aufgabe
haben, die natürlich….Sie haben es erraten….Bürokratie auslöst. Bewertung: eine
Luftnummer!

Resilienz und Sicherheit: Offensichtlich hat man in Berlin nachgedacht; wie lange würde ein
deutsches Gesundheitswesen unter einer Bedrohung von außen standhalten; ist das System
verteidigungsfähig? Natürlich nicht und das bringt keine Ersparnis, sondern kostet schlicht
Geld. Idee ist richtig, aber kostet Geld und spart keines ein. Was es bedeutet, wenn ein paar
linke Terroristen in Berlin ein Stromkabel zerstören, durften zwischen 45 und 100.000 Berliner
vier Tage lang in der Kälte und Dunkelheit genießen.

Digitalisierung: Ja eine schöne Idee, die auf dem Papier Geld spart. Aber dazu bedürfte es in
Deutschland doch erst mal einem politischen Willen; der kostet Geld, da wir heute statt echter
Digitalisierung nur ein Formblatt auf dem PC vorfinden, das im besten Fall noch ausgedruckt
und unterschrieben werden muss. Zu guter letzt werden wir spätestens beim Datenschutz
wieder scheitern. Deutschlandtempo eben; daher hier die Bewertung > eine reine Worthülse
ohne Wert.

Krankenhausreform und -finanzierung: Ich kann jeden Krankenhausgeschäftsführer nur
bedauern. Das aktuelle Sterben der Krankenhäuser ist politisch gewollt. Natürlich bestehen
Doppelstrukturen, die haben wir Jahrzehnte gepflegt. Jetzt aber mit der Dampfwalze über die
Struktur zu fahren, wird es nicht besser machen. Das unkontrollierte Sterben auch gesunder
Häuser und Strukturen, haben die politisch handelnden Personen zu verantworten.
Bewertung > setzen „6“.

Natürlich könnten Sie einwerfen, warum kritisiert der Typ aus Bamberg so hart. Einfache
Antwort – weil es wahr ist! Sehen Sie ein anderes Ergebnis als ich? Gerne nehme ich Ihre
Anregungen auf und korrigiere die in meinem nächsten Newsletter, wenn ich daneben liegen
sollte. Aber ich sollte darauf hinweisen, dass ich seit 33 Jahren keine guten Vorschläge mehr
gesehen habe. Schlimm, aber offensichtlich noch steigerungsfähig angesichts der aktuellen
Hilflosigkeit.

„Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen,
ob er sie ertragen kann.“
(Ernst R. Hauschka)

Was gibt es noch zu berichten? Ach ja, ich hatte Ihnen ja versprochen über meinen Prozess
mit meinem „Geschäftspartner“ zu berichten. Ich habe gewonnen! Der Gegner ist aber, wie
zu erwarten, am letzten Tag der Frist selbstredend in Revision gegangen. Warum ihm das sein
Anwalt geraten hat, weiß nur dieser. Das Urteil war zu eindeutig. Da das Urteil aber ein
vollstreckbarer Titel ist und mein Gegner offensichtlich der Meinung war, ich hätte nicht die
110 % der Summe, die ich als Prozessbürgschaft hinterlegen müsste….habe ich ihn eines
Besseren belehrt und den Gerichtsvollzieher bemüht. Das Einfrieren der Konten hat dann
Wirkung gezeigt. Ob ich mich gefreut habe? Nein, für mich zählt der Vertrag und wenn man
sich nicht an die geschriebene Vereinbarung hält, lässt mich das grundsätzlich am
wirtschaftlichen Zusammenleben zweifeln. Wie immer haben wir noch Beiträge von
Kooperationspartnern. Zuerst weist Herr RA Preißler auf die neueste Entscheidung des 12.ten
Senats des BSG hin, das Klinikkooperationen plötzlich zu einer sozialversicherungspflichtigen
Tätigkeit umgedeutet werden – auf die Ärzte einer BAG hin. Daher sollten alle Kooperationen
gewissenhaft überprüft werden, um potenziellen Schaden zu vermeiden. Dann freut uns der
Beitrag der ISP Healthcare zum Thema der Optimierung der MVZ-Strukturen. Der Kostendruck,
die Probleme in der Personalbeschaffung, die Umsetzung digitaler Versorgungspfade lösen
eine Kaskade an Problemen aus, die im Rahmen einer Transformation strukturell zu lösen sind
– suchen Sie das Gespräch, Sie finden Profis der Umsetzung vor! Persönlich sehr gefreut hat
mich der Beitrag von Herrn Pravida von der gleichnamigen Firma. 100 Jahre Erfahrung am Bau
(!!!) und die Spezialisierung beim baulichen Strahlenschutz machen Herrn Pravida mit seiner
Firma – die übrigens aus der Oberpfalz kommt (also gibt es nicht nur gutes Bier aus der
Region!) – zu einem echten Kenner der Szene. Bunker bauen……kann er!!! Dann hatte ich noch
das Vergnügen, Herrn Hertlein von der Firma MPS am Rand des Lebkuchenkongresses in
Nürnberg kennenlernen zu dürfen. Medizinphysik, Software, Strahlenschutz und
Medizintechnik aus einer kompetenten Hand. Das ist gerade für Radiologen und
Strahlentherapeuten als Dienstleistung nicht zu unterschätzen. Lesen Sie und bei Bedarf
kontaktieren Sie die Kooperationspartner gerne direkt – Sie können nur profizieren!

Sollten Sie unsere Informationen nicht mehr lesen wollten, darf ich Sie bitten, sich unkompliziert
auszutragen.

Ihr
Heinz Peter Fischer




Fischer’s Zeilen im Dezember 2025

Jetzt wollte ich eigentlich im September einen Newsletter für Sie auf den Weg bringen, aber
einerseits gab es nur die dauerhaften politischen Krisen und andererseits war ich, um es
freundlich auszudrücken, deutlich überarbeitet – also sozusagen mit dem Kopf unter Wasser.
Mittlerweile habe ich mich ein Stück weit freigeschwommen – auch dank meines Teams – und
kann nun wieder in die Tasten greifen.

Es freut mich außerordentlich, dass ich derzeit wieder mehrere junge Kollegen – Radiologen
und Strahlentherapeuten – beim Weg in die Selbstständigkeit begleiten darf. Dass ich das im
fast erreichten Rentenalter noch erleben darf, war und ist doch der positive Aspekt des Jahres
2025 für mich! War das Jahr negativ?

Ja – und zwar außerordentlich! Auf der einen Seite war es geschäftlich eine Offenbarung, denn
Anfang des Jahres hat mich ein sogenannter „Geschäftspartner“, mit dem ich einen klaren
schriftlichen Vertrag hatte, um einen mittleren sechsstelligen Betrag „übervorteilt“ und hat
mir dann rotzfrech noch ins Gesicht gesagt – ich könne ihn ja verklagen, man sehe sich dann
frühestens in zwei Jahren vor Gericht. Gut, da waren wir nun schon nach rund fünf Monaten,
aber das auch nur weil ich dem „schlechten Geld“ noch Gutes hinterherwerfen musste, um
überhaupt vor Gericht landen zu können. Als dann mein ehemaliger Mitarbeiter und der
Kunde für mich ausgesagt haben und der jetzige Prokurist des „Geschäftspartners“ der
nachvollziehbarerweise etwas anders geschildert hat („wessen Brot ich ess, dessen Lied ich
sing“) muss man den Satz der Richterin – „…es ist eine Ermessensentscheidung…“ schon als
schwer verdaulich sehen. Wie es ausgeht, werde ich berichten, im Dezember ist Verkündung.

„Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die
Wahrheit steht von alleine aufrecht.“
(Thomas Jefferson)

Dann ist mir noch ein sehr großes Geschäft mit einem Investor geplatzt und ja, die Arbeit ist
an der Stelle sehr anstrengend und langwierig (mehrere Jahre) und es ist sehr schmerzhaft,
wenn es dann nicht umgesetzt wird, da die eingesetzte Zeit nicht doppelt verkauft werden
kann und man dann immer in dieser 0-1 Phase hängt. Himmelhochjauchzend……..oder zu Tode
betrübt. Und glauben Sie mir, nach 30 Jahren Proconcept und 33 Jahren Selbstständigkeit bin
ich sehr viele Rück- und Nackenschläge gewöhnt, aber wenn einem das zentrale Geschäft des
Jahres wegfällt, dann nimmt dies apokalyptische Ausmaße an – ein echtes wirtschaftliches
Armageddon. Jetzt könnten Sie natürlich sagen: „der jammert auf hohem Niveau“, aber selbst,
wenn es so wäre, so habe ich doch mit meinem Einsatz von 60-80 Stunden wöchentlich über
die letzten drei Jahrzehnte – mit weniger Urlaub als der kleinste Angestellte, mit effektiv null
Krankheitstagen – alles investiert was ich zu bieten hatte. Diese Grundtugenden wie Fleiß und
Ehrgeiz, und diese Fähigkeit mit Rückschlägen umgehen zu können – Resilienz – zeichnen den
Selbstständigen aus. Diese fehlen heute fast überall – wohltuende Ausnahmen wie eingangs
beschrieben – ausgenommen.

Daher verwundert es auch nicht, wenn man sieht, dass die Anzahl der Existenzgründer über
alle Branchen hinweg in den letzten 20 Jahren um fast zwei Drittel (!!!) abgenommen hat.
Daher ist die Entwicklung in den Praxen, da eben kaum noch jemand bereit ist mehr als 40
Stunden zu arbeiten, kein spezifisches Problem des Gesundheitswesens oder der Radiologie
oder Strahlentherapie, sondern eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung. Was kann man
daraus mitnehmen? Der Eintritt der Investoren ist ein Spiegelbild der Unternehmer Ärzte. Je
weniger bereit sind, mehr zu leisten, desto effektiver wird der Zugang der Investoren sein und
diese treffen auf ein williges Volk an angestellten Ärzten, die eben 40 – x Stunden arbeiten,
keine Verantwortung tragen und am Ende nur ordentlich für das lange Studium entlohnt
werden wollen.

„Es gibt nur einen Weg Großartiges zu leisten. Zu tun, was man
liebt.“
(Steve Jobs)

Steve Jobs hat wie viele der Unternehmermediziner seine Arbeit geliebt. Werfen wir den Blick
auf die Politik. Der Ankündigungskanzler wie die TAZ ihn genannt hat, performt nicht wirklich.
Woran liegt es? Sind die Hürden zu hoch, die Probleme zu vielfältig oder – und das kommt
wohl eher ran – versucht man mit alten Pseudo Lösungen und Aussitzen der Krisen die
Schwierigkeiten in Luft aufzulösen. Es war der Sommer der Veränderung, der Herbst der
Reformen nach den schnell auf Pump besorgten Milliarden. Grenzen dicht, Infrastruktur
endlich erneuern, Rüstung mobilisieren, Sozialstaat reformieren…….was wurde uns, dem
dummen Stimmvolk, wieder alles versprochen. Daraus geworden ist effektiv nichts. Die
anstehende und notwendige Rentenreform – die wieder nur optische Korrekturen verspricht
und mit harter Einflussnahme der Altvorderen auf die jüngeren Abgeordneten erzeugt wurde,
stellt keine Lösung dar. Ähnlich in der Pflege- oder Krankenversicherung. Ich habe mich schon
oft gefragt, warum wir nicht in der Lage sind, größere Reformen auf den Weg zu bringen.
Einfach: Wir haben weder die Ideen noch den Mut, um die Wähler zu verschrecken. Aber es
bringt uns allen nichts, wenn wir weiter mit 200 km/h mit verbundenen Augen auf der
Autobahn fahren – der Aufschlag kommt unweigerlich. Umso später wir reagieren, desto
schmerzhafter wird es sein. Wenn wir uns – diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten –
selbst die Frage stellen, wie wir das Gesundheitswesen reformieren würden…….die Vorschläge
wären überschaubar oder gar nur KI generiert. Gerne stelle ich solche Fragen bei
Neueinstellungen – die Gesichter der Bewerber sind immer gleich…….leer und ratlos.

„Wenn wir kein Geld haben, dann brauchen wir wenigstens
gute Ideen.“
(Oskar Lafontaine)

Auch wenn Hendrick Streeck mit seiner Aussage, ob man Hochbetagten jede denkbare
Medizin noch gönnen wolle, harte politische Prügel bezogen hat……von Kritik der CDU-
Kollegen über die Stiftung Patientenschutz bis hin zur Linken, die es als beschämend
bezeichneten das auszusprechen…….was im Übrigen schon lange in der Medizinethik
diskutiert wird, er hat es ausgesprochen. Ob man das nun gut findet oder nicht sei
dahingestellt. Es muss aber die Frage erlaubt sein, ob wir teure Medizin für jeden
Lebensabschnitt bezahlen wollen und können oder wie andere Länder schon die Frage stellen,
ob beispielweise eine Wiedereingliederung ins Arbeitsleben möglich ist, oder ob man das
Thema eben mit einer extrem verzögerten Terminkette löst. Einfach formuliert, fehlt das
Angebot, geht auch die Nachfrage zurück. Der Umkehrschluss ist ja immer wieder ein
klassischer Vorwurf der Ökonomen, es läge ein angebotsinduzierter Nachfrageüberhang vor.
Fakt ist, dass die Altersgruppe ab 65 Jahren mit im Schnitt 14 TEUR pro Jahr die höchsten
Kosten produziert, ab dem 85 Lebensjahr gar knapp 29 TEUR und im letzten Jahr TEUR 45.

Aber wenn wir nicht mehr diskutieren dürfen, nicht mehr miteinander reden können, weil
man den politischen Weg des anderen nicht mag, wozu treffen sich die Politiker dann in den
Landtagen oder im Bundestag. Früher ging es um das Ringen einer vernünftigen Lösung für
alle, heute beschleicht einen das Gefühl, dass immer erst einmal die Klientelpolitik der derzeit
herrschenden Klasse bedient werden muss. Gehen wir kurz zum größten „Deal Maker“ der
Welt. Ja, ich meine tatsächlich den amerikanischen Präsidenten, der den von Herrn Putin
vorgegeben Diktatfrieden spannend fand und dem ukrainischen Präsidenten gleich ein
Ultimatum gestellt hat……..das er später wieder relativierte. Ohne Umschweife, man hat das
Gefühl, das die Politik im Weißen Haus nur noch aus Geschäften besteht. Wie kann es sein,
dass wir zwischen einem US-Präsidenten, der sich für den „Klügsten aller Zeiten hält“ („Mein
IQ ist einer der höchsten – und ihr alle wisst das! Bitte fühlt euch nicht dumm oder unsicher,
es ist nicht eure Schuld“) und einem Imperialisten wie es Putin ist…….die Europäer wie
willenlose Idioten agieren? Nicht nur, dass wir seit Jahren nach wie vor russisches Öl und Gas
kaufen, parallel die Ukraine im Abwehrkampf unterstützen……….wir schaffen es nicht einmal
eine einheitliche Linie zu erzeugen, sondern versuchen relativ einfältig den Krieg weg reden
zu wollen. Dass das nicht funktioniert, wundert mich an sich nicht.

„Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der
Krieg setzt der Menschheit ein Ende.“
(John F. Kennedy)

Auch ein amerikanischer Präsident, aber im Gegensatz zum aktuellen………hatte der zumindest
eine klare Leitlinie mit der Strategie des Friedens, nach der er handelte. Über Politik hier
weiter nachzudenken, bringt uns leider nicht weiter. Wir können es ohnehin nicht ändern und
werden uns noch verwundert die Augen reiben. Ich persönlich wünsche mir aber eine Phase
des Friedens auf diesem Planeten, damit wir uns mit anderen Themen beschäftigen können.

Das Gesundheitswesen möchte ich heute nur kurz streifen, zu schnell dreht sich hier der Wind,
als das man noch eine richtige Richtung ausmachen könnte. Krankenhausreformen, die
mindestens bis 2027 noch etliche Kliniken verschwinden lassen, Erhöhung der Ausgaben der
Kassen, die nicht gedeckt sind, die Steigerung der Beiträge bei den gesetzlichen und privaten
Kassen, fehlendes Personal und trotzdem schaffen wir nicht eine zentrale Stelle zur
Anerkennung von ausländischen Fachpersonal,sondern lassen das auf Ebene der Bezirke. Eine
GOÄneu, die für die technischen Fächer generell nicht spannend aussieht……bei der
Diagnostik rund 30 % Abwertung bedeutet – ausgehend von einer Vergütung von 1996.
Investoren, die mittlerweile gemerkt haben, dass der schnelle Zukauf von EBITDA ohne klare
Strukturen nichts anderes ist wie Geldverbrennung auf höchstem Niveau und die nicht
funktionierende Idee, den zusammengekauften Haufen wieder teurer weiterzuverkaufen,
weil einfach die Grundidee fehlt. Doch, erwähnen möchte ich noch das Herbstsymposium des
BVDST. Letzte Novemberwoche, vor durchweg kleiner Kulisse, denn wenn man den Vorstand,
die Referenten und die Kollegen vom VDRO abzieht, war es schon sehr dünn besetzt, obwohl
man ein paar Lücken mit Mitgliedern der jungen DEGRO füllen konnte. Über die Themen kann
man sicher trefflich streiten, ich denke aber der Verband wäre gut beraten das Format
grundsätzlich zu überdenken. Ich betone, aus meiner subjektiven Sicht, die jedoch durch die
Gespräche am Rand mit anderen Teilnehmern gedeckt war, sollte man sich dem fachlichen
Inhalt und der Vergütung und ggf. auch technischen Innovationen mehr zuwenden, als
Referenten vorzustellen, die wenig greifbare oder praktische Themen zu bieten hatten. Es gab
klare Aussagen, dass das Programm ab 17:00 Uhr erst interessant wurde. Das möchte ich nicht
so stehen lassen, kann aber solche Äußerungen durchaus verstehen.

Wie immer haben wir noch Beiträge von Kooperationspartnern. Hier darf ich auf die qualitativ
hochwertige Arbeit eines ehemaligen Mitarbeiters – Herrn Carnarius – hinweisen, der für
Kollegen von Ihnen gute Arbeit geleistet hat und lange genug im Markt ist und Ihre Bedürfnisse
versteht, über Kunst als Anlageform, die FAIG Gruppe, bei der ich die vielen schönen Bilder im
Zolllager in der Schweiz betrachten und eine Vernissage in Berlin erleben durfte, hin zu dem
Gamechanger in der Nuklearmedizin, der RLT (Radioligandentherapie) bei der Herr Dr. Thiel
in der Nähe des Medical Valley bei Forchheim als Muster Start-Up agiert, hin zu Febromed,
der Firma, die ein Haltesystem zur Arbeitserleichterung der MTRA´s entwickelt hat und
vertreibt, bis zu meiner ehemaligen Mitarbeitern Frau Kühne, die mit Ihrer Existenzgründung
positive Energie für Sie und Ihre Mitarbeiter beim Thema mentale Gesundheit und Team
Resilienz vermitteln möchte……alles lesenswert und von Ihnen abfragbar.

„Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man
erst richtig anfangen.“
(Konrad Adenauer)

Bleiben Sie uns treu, fragen Sie gerne nach – wir sind Dienstleister und stehen Ihnen gerne immer mit
Rat und Tat zur Verfügung. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Sollten Sie unsere Informationen nicht
mehr lesen wollten, darf ich Sie bitten, sich unkompliziert auszutragen. Ansonsten wünschen wir Ihnen
ein gesegnetes Fest und einen guten Übergang ins Jahr 2026. Freuen Sie sich auf unsere Karte!

Ihr
Heinz Peter Fischer

Fischer’s Zeilen im Juli 2025

Kurz vor dem Urlaub muss ich mich jetzt doch nochmal melden. Einerseits natürlich in der
Nachbetrachtung der DEGRO und andererseits kann man das politische Berlin nur noch als
Comedy verstehen. Aber von Beginn an.

Während die Ampel Regierung zumindest drei Jahre gebraucht hat, um am Ende
anzukommen, hat das die „kleinste“ große Koalition aller Zeiten doch deutlich schneller
hinbekommen. Ob das „die Zeitenwende“, „der Innovationsbooster“ oder welches neu
ausgedachte Wort auch immer sein mag – gute Politik ist es nicht.

Wenn nun langsam die Corona Politik aufgearbeitet wird und der so gescholtene Jens Spahn
schon nach dem Ende seiner Regierungszeit als Gesundheitsminister für 83 Mio. Einwohner
6.000.000.000 zum Teil nutzlose Masken gekauft hat, man die Hälfte davon weggeschmissen
hat oder diese auch noch für 4,50 Euro oder 5,20 Euro erstanden hatte (pro Stück versteht
sich) – spielt heutzutage keine Rolle mehr. Das waren noch Zeiten als ein Rudolf Scharping
wegen ein paar geschenkten Anzügen, dem planschen im Pool mit seiner Gräfin und der
Diskussion um Honorarverträgen zurücktreten musste. Heute sitzt man selbst verbrannte
Milliarden (!!!) mal locker aus und präsentiert sich als die neue konservative Hoffnung
Deutschlands. Das Wahlergebnis, das die Sozen dann ihrem lieben Genossen Jens K. gemacht
haben, war nicht eine klatschende Ohrfeige, sondern ein Exempel! Über das ein oder andere
Vorgehen vom neuen Finanzminister kann man zwar geteilter Meinung sein, aber wie man als
Partei von 15 Prozent dann auch im Selbstverständnis immer wieder den Führungsanspruch
kapriziert und die eigenen Leute fertig macht….hat schon System. Von der angestoßenen
Diskussion um „echte Friedenspolitik“ aus den linken Kreisen der SPD will ich hier nicht
weiterreden. Faktisch ist das Verhalten derer, die Herrn Putin auch nur ansatzweise mit
Schmeicheleien einschläfern wollen, zum Scheitern verurteilt. Aber vielleicht hatte der letzte
konservative sozialdemokratische Kanzler 1978 schon richtig damit gelegen als er sagte:

„Es gibt Zeiten, da ist die Bewahrung des Erreichten das
Maximum des Erreichbaren.“
(Helmut Schmidt)

Machen wir uns nichts vor. Der Irrweg hat vor langer Zeit begonnen und ist noch nicht zu Ende.
Es wäre Handlungsbedarf in allen Sozialsystemen – passiert ist aber nichts. Warum? Weil man
dazu den Mut braucht, eine Veränderung anzugehen und die Kreativität, diese erst einmal zu
erkennen. Aber wir sind eher der Bewahrer des miserablen Istzustands als der kreative Denker
für eine neue Sache. Der gerade vorhandene Kollateralschaden bei der Wahl der
Verfassungsrichter ist da so ein gutes Beispiel. Die SPD schlägt jemand vor, der umstritten ist.
– Das ist der erste Fehler und die Union schafft es nicht, über den eigenen Schatten zu springen.
– Aus konservativem Kalkül.
Das Ergebnis? Wieder offene unbearbeitete Themen, die später nochmal auf den Tisch kommen.

Damit hat Herr Merz neben seiner Wahl als Bundeskanzler nochmals eine historische
„Leistung“ erzeugt. Wenn er dann dereinst als Kanzler der gebrochenen Versprechen, als
Kanzler der zweiten Wahl oder als Kanzler der verbrannten Verfassungsrichter ins
Geschichtsbuch eingehen wird….ist das natürlich, anders als von ihm gedacht, nicht die große
Leistung, sondern das genaue Gegenteil. Da drängt sich mir ein Zitat eines wunderbaren zum
Teil zynischen, aber hoch präzisen Kritikers des Politbetriebs auf:

„Die Politik ist ein Versuch der Politiker, zusammen mit dem
Volk mit den Problemen fertig zu werden, die das Volk ohne
die Politiker niemals gehabt hätte.“
(Dieter Hildebrandt)

Wie von mir vermutet, wird der neue US Präsident darauf spekulieren, den Friedensnobelpreis
zu bekommen – eigentlich sehr lustig, wenn es nicht ernsthaft so gedacht wäre. Putin führt
dem Mann die Realität vor Augen – da wird gebombt was das Zeug hält und die Arsenale so
hergegeben und Trump bremst erstmal die Lieferungen, um sich dann wieder als Dealmaker –
wir liefern und die Europäer zahlen – dabei nicht mal schäbig zu fühlen. Vielleicht sollte man
ihm mal das Konnexitätsprinzip erklären – das wäre mal ein Ansatz. Aber dazu hat in Europa
wohl keiner den Mumm, weil ansonsten die Zoll Keule zuschlagen könnte. Erst wird erzählt,
man sucht den Frieden und die Gesprächslösung, während parallel dann die Bomber in den
Iran geschickt werden – bitte nicht falsch verstehen. Man kann immer der Meinung sein, dass
die Mullahs keine Atombombe brauchen, dennoch ist es ein Angriff ohne rechtliche Basis.
Diesen Spiegel müssen wir uns immer vorhalten lassen….auch von den Terroristen dieser
Welt.

Verlassen wir die graue trübe Welt der Politik und wenden uns dem Gesundheitswesen zu.
Leider müssen wir auch an dieser Stelle über Politik reden. Während am Ärztetag der positive
Beschluss zur GOÄneu gefasst wurde, obwohl über 40 Fachverbände dagegen Sturm gelaufen
sind…….hat eine Qualität. Dass derzeit noch keine Lösung in Sicht ist, stellt effektiv kein
Ergebnis dar. Selbst wenn man es sich hin und her rechnet, es bleibt bei einer üblichen
Patientenmischung eine Abwertung von 18-20 % bei den Radiologen….bei den Kardiologen
wird es richtig weh tun……..da drohen bis zu 60 % Abwertung. Gut, das ist kein Trostpflaster,
da die Quersubventionierung der schwachen GKV Vergütung dann nicht mehr funktioniert.
Aber wie sagte erst gestern ein Anwalt zu mir: „….man muss die Frage stellen, warum ein Arzt
regelhaft immer mehr als TEUR 300 verdienen kann…..“. Ja, vielleicht müssen wir Abschied
nehmen, von den Porsche Zentren, den Ferraristi oder den schönen Ferienhäusern in Mallorca
und Ibiza. Ich persönlich neide keinem Arzt – Radiologe, Strahlentherapeut oder andere
Fachrichtung – den Gewinn oder das Einkommen. Die Ausbildung dauert lange, man hat eine
sehr hohe persönliche Verantwortung und noch dazu häufig ungünstige Arbeitszeiten…….aber
ich bin eben nur einer und die Breite der Gesellschaft goutiert das nicht mehr. Um auf den
Punkt zu kommen: Wir müssen davon ausgehen, dass diese GOÄneu kommt……..spätestens
1.1.2027 in Kraft tritt….und wahrscheinlich nur mit geringsten Änderungen. Was parallel bei
den Krankenhäusern abläuft, will ich nicht weiter diskutieren. Die Zeitpläne dort laufen
eindeutig auf eine kalte Bereinigung der Landschaft hinaus. Um überall richtig aufgestellt zu
sein, müsste man in allen Bundesländern die neue Versorgungslandschaft geplant
haben……Sie ahnen was kommt……..das ist eben nur in NRW gewesen, die haben dort einen
Vorsprung von 2-3 Jahren. Anders ausgedrückt………die fehlende Brückenfinanzierung wird
daher bis zum 1.1.2027 jede Menge Krankenhäuser verschwinden lassen. Als die Geheimwaffe
der SPD – der Herr Professor sagte:

„Wir werden alle Krankenhäuser retten, die wir benötigen.“
(Karl Lauterbach)

war damit der Weg klar. Es geht klar in diese Richtung und zwar unabhängig davon, wer gerade
das Amt hat.

Die DEGRO an sich war zumindest in einer sehr schönen Stadt. Dresden hat uns sehr viel mehr
überzeugt als Kassel. Natürlich sehen wir auch dieses Jahr eine offensichtliche Verkleinerung
der Industrieausstellung, die Medizintechnik ist zwar vorhanden, aber die Pharma Stände
werden immer größer und in der Summe hat man einen schrumpfenden Eindruck.
Organisatorisch wäre es schön gewesen, wenn man dort in der Nähe ein paar Restaurants
oder einige Räume für Gespräche gehabt hätte. So musste man solche Gespräche am Stand
oder in der Pausenzone führen. Sicherlich ein ernstgemeinter Verbesserungsvorschlag von
uns. Ansonsten sah man von der RON/Ergea Gruppe einen großen Stand…..der aber nicht der
Idee zur Vorstellung des neuen Zweiges „Clinical solutions“, also einem Miet-/Pachtmodell der
Medizintechnik und Dienstleistungen galt, sondern dem Haupttreiber – dem Personalmangel.
Die Kollegen des Strahlenzentrums Hamburg waren da auch unterwegs- wenngleich deren
Stand natürlich deutlich kleiner war. Ansonsten gab es nicht viele Neuerungen aus unserer
Sicht. Varian/Siemens hat noch keinen echten Knaller präsentiert und ELEKTA holt sich jetzt
Aufträge mit dem Formel 1 Beschleuniger, dem EVO.

Wie immer haben wir noch Beiträge von Kooperationspartner. Hier darf ich auf drei
interessante Themen hinweisen. Während der von mir sehr geschätzte Herr Kaufhold –
Inhaber der Firma Conmedica GmbH – über eine bunkerfreie Lösung mit dem sehr innovativen
radiochirurgischen Ansatz, dem neuen ZAP X, spricht – hier stehen drei Systeme in
Deutschland, führt Herr Flederer von der Firma Opasca mit einem kurzen Rückblick auf die
DEGRO einmal querbeet durch die Angebotspalette. Opasca sollte von jeder größeren Einheit
angesehen werden, da man einen deutlich besseren Workflow erzeugen kann und gerade in
Zeiten mit Personalengpässen mit digitalen Lösungen weiterhin den Draht zum Patienten hält.
Herr Preißler von der Kanzlei Preißler Ohlmann & Partner informiert uns über die endgültige
Entscheidung des OLG München bezüglich der Unterlassungsklage hinsichtlich des FOCUSÄrztesiegels.
Unklar war, ob das verbreitete Siegel wettbewerbswidrig ist oder Ärzte damit für
sich werben dürfen. Bitte beachten Sie auch den Stellenmarkt. Für gute Radiologen und
Strahlentherapeuten sowie MPE´s und MTRA´s haben wir immer schöne Stellen.

Dann darf ich noch erwähnen, dass meine Firma Pro Concept nun seit 30 Jahren (!!!) am Markt
ist und die deutsche Strahlentherapie sicher verändert hat. Ich selbst arbeite seit 33 Jahren in
diesem Segment…….alles hat seine Zeit. Ich werde hier noch ausgewählte Kunden zu meinem
Jubiläum einladen…….Ende September/Anfang Oktober möchte mich aber bereits hier an
dieser Stelle für die langjährige Treue bedanken. Bitte beachten Sie auch meinen Youtube
Kanal – voll verstrahlt…….immer mit einem Lächeln im Gesicht.

„Dankbarkeit ist der Anfang aller Größe.“
(Seneca)

Bleiben Sie uns treu, fragen Sie gerne nach – wir sind Dienstleister und stehen Ihnen gerne immer mit
Rat und Tat zur Verfügung. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Sollten Sie unsere Informationen nicht
mehr lesen wollten, darf ich Sie bitten, sich unkompliziert auszutragen.
Ihr
Heinz Peter Fischer

Fischer’s Zeilen im Mai 2025

Ja ist denn schon wieder Weihnachten………war der Spruch vom ehemaligen Fußball Kaiser, der uns
jetzt aus dem Himmel zusehen darf und dort sicher die 34-te Meisterschaft seines FCB gefeiert hat.

Die neue Regierung wird wohl heute oder dieser Tage an den Start gehen, nach einer beispiellosen
Serie von gebrochenen Wahlversprechen. Dafür aber hat man – wider besseren Wissens – großzügige
Geschenke an das Wahlvolk verteilt……damit nicht zu laut gemurrt wird. Statt endlich einmal die
Probleme anzugehen und zu lösen, wird mit der alten Mechanik der „Verschieberitis“ zuerst keine
Entscheidung getroffen, bis wir keine mehr treffen müssen……da der Zug bereits lange abgefahren ist
und wir – nicht am Bahnhof – sondern mitten auf der Strecke im Nirgendwo stehen.

Wer allen Ernstes glaubt, dass wir jetzt eine Aufbruchstimmung mit dem Sauerländer erzeugen, der
selbst so aus der Zeit gefallen wirkt…….dem sei der Gebrauch von der CSU so vehement bekämpften
Cannabis Pflanze empfohlen; einfach mal eine „Tüte“ rauchen…….und alles wird gaaaanz locker
werden. Bitte verzeihen Sie mir meine klaren Ansagen, aber um es mit Martin Luther King zu sagen:

„Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass
Gott sich darum kümmert.“
(Martin Luther King)

Ja ich weiß, natürlich steht es mir nicht zu, mich mit dieser Lichtgestalt zu vergleichen. Aber was gesagt
werden muss……..muss eben raus.

In der Realität hat sich seit unserem letzten Newsletter – die Bildung der neuen Regierung sehe ich nur
als Randnotiz in den Nachrichten – auf der weltpolitischen Bühne nichts verändert. Der alte weiße
Mann aus den USA denkt weiter, er könnte dem Geheimdienst Strategen Putin einen Frieden
abschwatzen…….wahrscheinlich mit dem Ziel, dass er (Trump) sich für den Friedensnobelpreis
empfehlen kann, aber den würde er wohl nur bekommen, wenn er das Gremium durch seine eigenen
Fürsprecher ersetzen würde. Wirklich erschrocken bin ich nur noch, als die versammelten Minister ihn
vor der Kamera loben mussten, was er doch für ein toller Typ ist. Wie tief ist diese Demokratie schon
gesunken!

Was haben wir nicht verstanden? Die Weltordnung dreht sich eben nicht mehr um Europa und die USA
sondern um China, Indien und die großen Wachstumsregionen in Asien und Afrika. Statt wie das
Karnickel die Schlange anzustarren, wäre es doch besser gewesen, selbst das Heft des Handelns in die
Hand zu nehmen. Während alle auf die Irrlichter aus den USA schauen…….Zölle rauf, Zölle
runter……läuft das Weltgeschehen weiter mit der Börse im Gleichschritt.

Den ersten Mai hatte ich noch auf der Terrasse genossen und mir am Abend dann die Folklore der
Gewerkschaften angesehen. Der Höhepunkt waren dann wieder die Forderungen nach höheren
Löhnen, weniger Arbeit und mehr Work-Life-Balance. Dann bin ich schlagartig aufgewacht und dachte
es läuft eine Comedy Show! Deutschland ist ein Schlusslicht bei den Arbeitsstunden pro Jahr; nach
Angaben der OECD arbeiten wir im Schnitt 1375 Stunden pro Jahr, die Mexikaner 2128 Stunden. Wir
haben mit die meisten bezahlten Urlaubstage und mittlerweile fast 25 Tage Ausfall wegen Krankheit
pro Jahr. Dann kam irgendwann der bis dahin ungekrönte Kanzler und meinte, wir müssten wieder
fleißiger werden. Da kann ich ihm nicht wirklich widersprechen, ruhen wir doch durch die vielen nicht
selbstverständlichen Wohltaten des Sozialstaates auf einem weichen Kissen.

Dann heute das Trauerspiel im Bundestag………..ein „Billionen Kanzler“, der es mit einem historischen
Debakel geschafft hat, als erster Kandidat für den Posten als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland
durchzufallen………..das ist auch eine Leistung und das im Vorfeld des angekündigten Politikwechsels.

„Zu 50 % haben wir es geschafft, aber die halbe Miete ist das
noch nicht.“
(Rudi Völler)

Diesen Satz wird der neue Bundeskanzler wohl nun häufiger hören. Oder war das Wahlverhalten der
Abgeordneten der Koalition dann doch noch ein letztes Aufbäumen für das Mandat, für das die Leute
in den Bundestag gewählt wurden? Wir wissen es nicht, genauso wenig wer die „Abweichler“ waren.

Kommen wir zum Gesundheitswesen. Unser scheidender Gesundheitsminister hat es dann doch noch
geschafft, die elektronische Patientenakte einzuführen………einfach wunderbar, schon nach nur 20
Jahren über eine Technologie zu verfügen, die andere Länder schon fast so lange in Betrieb haben.
Während die baltischen Staaten, Österreich, Dänemark, Finnland, Schweden, Norwegen, Ungarn,
Niederlande oder wenn wir es mal krass ausdrücken wollen, selbst Costa Rica, schon digital sind, feiern
wir uns und prompt wird das System zweimal hintereinander gehackt. Made in Germany! Früher war
das ein Begriff, der hohe Qualität ausdrückte, heute lächelt man verschmitzt. Eine bedauerliche
Entwicklung. Dennoch, und das sei hier festgestellt, ist die Einführung der EPA alternativlos. Wir
müssen endlich weg vom Papier, dem Fax und der Handakte hin zu einem aktuellen Datenmanagement
kommen.

Dann dürfen wir noch gespannt sein, was am Ärztetag beschlossen wird. Kommt die GOÄneu oder
noch nicht, verändert oder erst in zwei oder drei Jahren? Wenn es basisdemokratisch zugeht, wird es
schwierig, da dann die kleinen Fächer unter die Räder kommen. Der Druck ist groß, dass wir endlich
eine neue Vergütung bekommen und natürlich laufen die Radiologen hier Sturm gegen eine breite
Abwertung von knapp 30 %. Während der Berufsverband und die Organisationen der Radiologen zwar
berechtigt die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Abwertung einer 29 Jahre alten Gebührenordnung
stellen…….sehen die anderen Fächer häufig endlich eine modernere Struktur und sind mit dem
Ergebnis zwar nicht glücklich, aber eben auch nicht unzufrieden. Das könnte daher ein enges Ergebnis
werden. Der neue schlagkräftige Berufsverband der Strahlentherapeuten – der VDRO – versucht hier
nicht am System selbst etwas zu ändern, sondern die zukünftigen politischen Entscheidungsträger von
entsprechenden klarstellenden Formulierungen zu überzeugen, damit keine sinnlosen Prozesse
geführt werden müssen. Ohne Krawall einfach sachlich, so wie ich mir das für das kleine Fach auch
wünsche. Wir müssen aber hoffen, dass man gemeinsam etwas am Ärztetag erreicht, da die bräsige
Aussage des Verbandsvorsitzenden Dr. Florian Reuther aus Köln vor drei Tagen, dass es keine
Nachverhandlungen bei der GOÄ geben würde, schon extrem zu kritisieren ist. Klar will man an der
Struktur nichts mehr ändern, aber sachlich begründete Änderungen müssen nicht nur diskutiert,
sondern auch umgesetzt werden können. Aus der Sicht der technischen Fächer müsste man sonst
einen alten Kriegsherrn zitieren:

„Entweder wir finden einen Weg, oder wir machen einen.“
(Hannibal)

Es wäre schier kontraproduktiv, wenn man die Zukunft der technischen Fächer, ja die Zukunft
moderner Medizintechnik in Deutschland einem solchen Diktat des Verbandschefs opfern würde. Wie
sollte da eine Ambulantisierung erfolgen, wenn wir keine Fachärzte mehr für die Niederlassung finden,
da der Radiologe von einer Abwertung bedroht wird, andere Fachrichtungen wie Orthopäden,
Neurologen, Neurochirurgen oder Kardiologen selbst MRT oder CT aufstellen und natürlich nur PKV
Patienten untersuchen dürfen – dies aber höchstrichterlich bestätigt – dann noch Firmen, die die
Infrastruktur aufstellen und an ärztliche Tagelöhner vermieten (derzeit noch in größeren und
Mittelstädten, aber der Trend geht auch hier in kleine Städte)…….wo soll das hinführen?

Bei den Strahlentherapeuten ist wieder etwas Ruhe eingekehrt, nachdem der aktive VDRO es geschafft
hat, eine Lösung für die stationären Fälle im Rahmen des KHVVG zu erzeugen. Dafür sind alle
Strahlentherapeuten, die in der Praxis oder in Einrichtungen am Krankenhaus ambulant tätig sind
(ehemalige Hauptabteilungen, Kooperationsmodelle), dankbar. Natürlich hat die Lösung noch Lücken,
die noch bearbeitet werden müssen. Aber es ist besser eine zu 95 % richtige Lösung zu haben als gar
keine! Wenn das nicht erreicht worden wäre, wäre es über kurz oder lang zu einem Routing der
onkologischen Patienten gekommen. Ob das so gewollt gewesen ist, kann ich nicht
beantworten……aber genau so wäre es gekommen, davon bin ich überzeugt. Wie immer möchte ich
wieder auf lesenswerte Beiträge von Geschäftspartnern hinweisen. Vorab aber ein kleiner Hinweis in
eigener Sache. Ich habe mich auf Drängen meiner Mitarbeiter entschlossen, auf dem Medium Youtube
Channel mit einer kleinen Serie von Videoclips unter dem passenden Titel „voll verstrahlt“ Ihnen kleine
Geschichten aus meinem Leben aufzuzeigen. Nicht immer ernst, ein leichtes Augenzwinkern, aber alles
live und in Farbe…..einfach abonnieren und keine Folge verpassen. Da ich nun stramm auf die 60
zugehe…….bleibt mir nur ein Zitat:

„Auch mit sechzig kann man noch vierzig sein – aber nur noch
eine halbe Stunde am Tag.“
(Anthony Quinn)

Dann haben uns die Kollegen von Siemens Healthineers einen Artikel zum wunderbar ausgestatteten
CT für die Strahlentherapeuten zur Verfügung gestellt. Wir sehen hier ein attraktives Angebot für ein
gutes leistungsfähiges Gerät, das genau die Anforderungen der Strahlentherapie abbildet und damit
eine derzeitige Lücke schließt. Im Anschluss hat mein Mitarbeiter Herr Klauer den Mut bewiesen,
jedem eine Flasche Champagner zu versprechen, der uns seine Versicherungen überprüfen
lässt……..und wir nicht besser wären. Dazu muss man wissen, dass wir diese Wette noch nie verloren
haben ………deswegen ist er sich auch so sicher. Testen Sie uns….Sie werden überrascht sein……im
Bereich Haftpflicht und Elektronik sind wir einfach nicht zu schlagen. Die Firma Opasca hat
dankenswerterweise einen Beitrag zu einem Patientenaufnahme und Managementsystem „InClinic
Solution“ zur Verfügung gestellt………wirklich ein gutes Produkt für Radiologen und
Strahlentherapeuten, das die Anmeldungen von vielen Kontakten frei macht. Vielen herzlichen Dank
auch an Herrn RA Preißler, der in gewohnter Manier einen Irrglauben beerdigt. Viele Praxisinhaber
denken immer, man könne erkrankte Mitarbeiter nicht kündigen……aber lesen Sie……ich will nicht
vorgreifen.

Kurz noch in eigener Sache……wir haben noch drei Restplätze bei unserer Veranstaltung am
kommenden Freitag und Samstag zu vergeben Kapitalwerkstatt 2025. Ansprechende Themen,
ein netter Rahmen und natürlich sehr gute Referenten in der schönsten Stadt Deutschlands……..was
will man mehr. Bei Interesse bitte gleich anmelden.

Bleiben Sie uns treu, fragen Sie gerne nach – wir sind Dienstleister und stehen Ihnen gerne immer mit
Rat und Tat zur Verfügung. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Sollten Sie unsere Informationen nicht
mehr lesen wollten, darf ich Sie bitten, sich unkompliziert auszutragen.
Ihr
Heinz Peter Fischer

Fischer’s Zeilen im März 2025

Was soll ich sagen. Jeder Tag eine neue Welt!

Es ist unfassbar, in welchem Tempo eine Disruption des Bekannten und Bewährten stattfindet. Gerade
noch waren wir uns sicher, dass die NATO und die USA Freunde sind, mit denen man durch dick und
dünn hätte gehen können, plötzlich kommt Trump und reißt alle Gewissheiten wie eine Abrissbirne
ein. Zuerst wird dem ukrainischen Präsidenten im bewährten „Dealmaker“ Stil gesagt, er solle das
Rohstoffvorkommen – natürlich einseitig zugunsten der USA – unterzeichnen, da wird er schon, weil
dieser Sicherheitsgarantien gefordert hat, als Staatsgast vor laufender Kamera brüsk vorgeführt.
Natürlich könnte man sagen, dass es die größte Sicherheitsgarantie ist, sich den amerikanischen
Wirtschaftsforderungen auszuliefern, weil dann das bekannte amerikanische Prinzip gilt…..den
wirtschaftlichen Interessen ohne Rücksicht auf Verluste alles unterzuordnen, aber eine gewisse
Sorgfalt darf man den Ukrainern nicht absprechen, die sich ja in der Abwehrschlacht gegen die
russische Invasion nun schon drei Jahre entgegen stellen.

Die kompromisslose europäische Antwort kam dann prompt………wie ein Lufthauch. Die Europäer
wären gar nicht in der Lage sich zu verteidigen; seit vielen Jahrzehnten bemüht man sich um einen
gemeinsamen Außenauftritt, um eine gemeinsame Armee. Passiert ist nichts, da man sich auf den
amerikanischen Schutzschirm verlassen hat. Daher wachen wir mit der neuen Gewissheit auf, dass die
Welt sich nicht mehr in West und Ost oder Gut und Böse einteilen lässt, sondern ggf. in rein
imperialistische und humanistische Staaten.

„Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“
(Joachim Ringelnatz)

Aber wir brauchen Deutschland gar nicht verlassen. Da wird vor der Wahl noch gebetsmühlenartig von
der Union die einzige echte Alternative – das Sparen – angemahnt und dann gleich nach der
Wahl………hat man diese Aussagen alle wieder vergessen. Natürlich könnte man die CDU/CSU fragen,
warum man der Ausweitung der Schulden nicht schon vorher zugestimmt hat. Die alte Ampel wollte
es so umsetzen, da kam noch das entsetzte Aufstöhnen der Truppen um Herrn Merz, Grundgesetz,
keine Versündigung gegenüber anderen Generationen und all die leichten Ausreden, die man immer
parat hat. Natürlich ist es richtig, dass man reagieren muss. Ebenso kann man unzweifelhaft darüber
diskutieren, ob die „Geisel“ der Schuldenbremse wirklich sinnvoll ist. Offensichtlich haben wir uns aber
daran gewöhnt, dass keine Veränderungen durchgeführt werden müssen, dass man den
Ankündigungen von anderen – wie Trump so lange nicht glaubt, bis der tatsächlich das macht, was er
vorhergesagt hat. Leider haben wir keine Politiker, die in der Lage wären visionär zu denken und zu
handeln, wir fahren wie ein Autofahrer bei 25 Meter Sichtweite im Nebel und wundern uns, dass da
tatsächlich nichts vorangeht. Wenn nach den Sondierungsgesprächen bei der CDU nun auf 11 Seiten
und 420 Zeilen gerade einmal drei Zeilen (!!!) – kein Witz – zum Thema Pflege und Gesundheit
vorkommen, wissen wir wo die neue Regierung ihre Schwerpunkte legt. Nicht im Gesundheitswesen.

Ob es schlechter demokratischer Stil von CDU/CSU und SPD ist, mit den alten Abgeordneten – die
abgewählt sind – plötzlich neue Themen zu setzen, mag ich nicht beurteilen. Für mich bleibt ein
„Gschmäckle“, da die Legitimation fehlt…..Zeitnot hin oder her. Und ob die 1000 Milliarden –
1.000.000.000.000 – wichtig, dass man sich die Zahl mal vor Augen hält…….des Rätsels Lösung sind,
kann und muss bezweifelt werden. Ja, wir müssen wieder eine eigene Armee haben, aber nur mit Geld,
wird es nicht gehen und schon gar nicht im „Hauruck Verfahren“. Es fehlen Menschen. Und ja, natürlich
müssen wir Geld in die Infrastruktur stecken…….aber das sind alles Preistreiber und werden wieder die
Preise wie auch die Inflation anheben. Alles Dinge, die so nicht betrachtet werden. Es ist notwendig
Strukturreformen anzugehen, in allen sozialen Sicherungsmaßnahmen, bei der Armee, bei der
Infrastruktur und natürlich auch bei der Bürokratie. Das redet sich immer so leicht und wird immer
wieder versprochen, passiert ist nichts.

„Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel
Zeit, die wir nicht nutzen.“

(Lucius Annaeus Seneca)

Besser kann man es nicht umschreiben. Die viele Zeit, die wir hatten, haben wir sinnlos ohne Antrieb
verstreichen lassen, da es viel bequemer war, den Bürgern nichts zuzumuten. Neue Wahlverspechen
werden gemacht, nichts geändert………warum wundert mich da nicht, dass die Wähler nach einem
Ventil suchen. Sind die Politiker wirklich unfähig, oder nur unwillig, etwas zu ändern. Diese Frage
beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit.

Gut, Mund abwischen und weiter. Heute haben wir gesehen, dass auch die Grünen, wenn es darum
geht umzufallen, im Gleichschritt mitmarschieren. Da wird das Schuldenpaket einfach mal schnell
umgenannt in „Sondervermögen für Infrastruktur und zur Erreichung der Klimaziele“. Da waren die
von Herrn Söder so verachteten und von Herrn Merz als grüne Spinner bezeichneten Personen nun
doch noch schnell für eine Grundgesetzänderung zu haben. Gut, das ist unangenehm, aber noch
einfacher zu ertragen, als wenn in Bayern zwischen CSU und Freien Wählern der Showdown erfolgen
müsste. Denn auch dort hat der „gesunde Menschenverstand“, wie es Herr Aiwanger sagen würde, die
Politiker daran erinnert, dass man vor der Wahl etwas ganz anderes gesagt hat. Offensichtlich zählt
das alles nichts…….halt, so hat Herr Merz doch allen Ernstes nach der PK verlauten lassen: „Wir werden
weiter konsolidieren müssen“ und meint damit, dass gespart wird. Ob die Politiker denken, der
normaldenkende Bürger ist so in Trance, dass er diesen Widerspruch nicht merkt……..geschenkt. Wir
sollten über die Art der Folklore nur noch lachen, da mit Humor so vieles einfacher zu ertragen ist.

Wenden wir uns den alltäglichen Problemen zu. Sind die Investoren noch unterwegs? Ja, allerdings
muss man sagen, dass es natürlich für potentielle Verkäufer immer einen sehr seltsamen Eindruck
hinterlässt, wenn plötzlich von allen Leuten, mit denen man vorher gesprochen hat, keiner mehr da
ist. Das steigert keinesfalls das Zutrauen in die Organisationen und auf mich wirkt das immer wie eine
„hire and fire“ Mentalität. Das Geschäftsmodell „buy and build“ ist in einem derartig regulierten Markt
wie dem Gesundheitswesen in Deutschland überaus schwierig umzusetzen. Skaleneffekte treten eben
nicht so auf, wie man sich das gewünscht hat – da möchte man den Vordenkern bei den Investoren
zurufen: „Eine Arztpraxis ist eben kein Busunternehmen“……aber der Rufer in der Wüste bleibt zumeist
ungehört. Ich bin jetzt seit 33 Jahren in diesem Segment tätig, aber auch ich lerne noch dazu.

„Wo Licht ist, ist auch Schatten.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Immer wieder werde ich von jungen Ärzten gefragt, ob es denn noch möglich sei, eine Praxis zu kaufen
und zu wachsen. Andere wiederum beklagen, die Möglichkeiten sich zu etablieren und größer zu
werden, sind vorbei. Da sage ich ganz klar.

Den guten Unternehmer unterscheidet vom schlechten eigentlich nur eine Eigenschaft, der Mut. Die
Entschlossenheit, Dinge anzupacken und Entscheidungen zu treffen und eben nicht larmoyant immer
vor Entscheidungen zurückzuschrecken, über die KV, die GOÄ, den Personalmangel, die Kosten für
Energie und Technik zu schimpfen oder gar über die Regulatorik einzuknicken. Ich bin fest davon
überzeugt, dass man auch noch heute Großes schaffen kann. Man darf nur nicht das gleiche tun wie
früher und sich dann über ausbleibenden Erfolg wundern. Am Ende haben wir heute eine derart große
Veränderung in allen Bereichen zu beobachten, dass der kritische kreative und verändernde Geist
gefragt ist und querdenken muss. Die ausgetretenen Pfade der anderen muss und braucht man nicht
gehen. Warum nicht Neues probieren…..selbst wenn man im ersten oder zweiten Versuch
scheitert……..entscheidend ist, wieder anzufangen und zu obsiegen. Heute nennt man das Resilienz,
als ich noch jünger war, hat man das „Widerstandsfähigkeit“ genannt oder denjenigen, der damit
umgehen konnte, ein „Stehaufmännchen“.

Natürlich ist es wichtig, sich auch beraten lassen zu können. Diese Selbsterkenntnis ist notwendig, um
am Ende auch Erfolg zu haben. Viele junge Ärzte denken, wozu soll ich dem Berater (Jurist,
Steuerberater, Unternehmensberater, Technikberater) denn Geld geben, dass kann ich alles selbst
besser. Weit gefehlt…….hier werden massive Fehler gemacht. Nicht, weil man das nicht erkennen
könnte, sondern weil einem schlicht die Erfahrung fehlt. Und eines dürfen Sie mir glauben, ich war vor
33 Jahren nicht dümmer……….aber ich hatte nicht die Erfahrung, die ich heute habe. Seien Sie Arzt und
Unternehmer, aber nehmen Sie guten Rat an. So wie eine gute medizinische Leistung oder ein kreativer
Handwerker Geld kostet, ist ein guter Berater immer sein Geld wert. Vertrauen zu haben ist dabei
wichtig und die Grundvoraussetzung für den gemeinsamen Erfolg.

„Misstrauen ist ein Zeichen von Schwäche“
(Mahatma Gandhi)

Wie in jeder Ausgabe unseres Newsletters haben wir wieder Beiträge von Geschäftspartner
aufgenommen. Dieses Mal möchte ich aber zuerst in eigener Sache auf unsere Veranstaltung am 9.
und 10.5. in Bamberg hinweisen. Schauen Sie sich das Programm an……wunderbare Referenten für
alle, die sich mit dem Gedanken tragen, die Praxis zu verkaufen, die bereits verkauft haben oder aber
an kreativen Themen bei der Geldanlage interessiert sind. Diese Sammlung an Referenten zu solchen
Themen sind selten an einem Ort zu finden; aber beeilen Sie sich……..es sind nur noch 17 Plätze frei.

Zu den Beiträgen. Von Dr. Peters haben wir einen Beitrag für die Kunden, die über Betriebsimmobilien
verfügen, aber die Versteuerung optimieren wollen. Die Freunde von Mediserv zeigen kreativ auf, dass
die Liquidität natürlich zu verbessern ist, wenn man hier auf bewährte Partner mit einem vernünftigen
Pricing für das Factoring zurückgreifen möchte. Wir haben hier sehr gute Erfahrungen gemacht! Die
Kanzlei Dr. Schwarz hat den Fokus auf Mieterhöhungen gelegt und in Ihrem Beitrag alle denkbaren
Richtungen diskutiert; das ist für den Werterhalt und die Rentabilität der eigenen Immobilien
unerlässlich. Bitte beachten Sie auch unsere Stellenbörse………wie immer haben wir Stellen für
Radiologen, Strahlentherapeuten oder MPE´s. Nachfragen kostet bei uns nichts und letztlich werden
wir vom Arbeitgeber bezahlt – daher fragen Sie nach und reden Sie mit uns. Ankündigen möchte ich
auch eine Neuerung, und zwar unseren digitalen Kanal. Unter dem Titel „Voll verstrahlt“ werden wir
bald viral gehen und alle denkbaren Bereiche für Sie aufarbeiten…..seien Sie gespannt…..es wird
nicht nur informativ, sondern auch amüsant.

Bleiben Sie uns treu, fragen Sie gerne nach – wir sind Dienstleister und stehen Ihnen gerne immer mit
Rat und Tat zur Verfügung. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Sollten Sie unsere Informationen nicht
mehr lesen wollten, darf ich Sie bitten, sich unkompliziert auszutragen.
Ihr
Heinz Peter Fischer

Fischer’s Zeilen im Januar 2025

Neues Jahr und die Nachrichten sind so, dass man diese gar nicht besser erfinden könnte. Da wird in
den USA der vormalige verurteilte Straftäter zum zweiten Mal zum Präsidenten der größten
Volkswirtschaft der Welt gewählt und holt sich in sein „Kabinett“ gleich mal eine große Anzahl an
fachfremden und vorher nicht positiv aufgefallenen Kandidaten. Gut, dass man sich als Typ wie Donald
Trump gerne mit einer Entourage die einem nach dem Mund redet, umgibt ist an sich logisch. Dennoch
ist das aus unserer „deutschen Sicht“ schwer erträglich und schon gar nicht nachzuvollziehen. Da liegen
wir noch Lichtjahre davon entfernt………oder doch nicht?

„Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das wichtigste im
Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: Es stimmt.“
(Oscar Wilde)

Macht da gerade der als „Bürokratie-Abbauer“ vorgesehene Elon Musk Werbung für die AfD……und
zeigt uns doch überdeutlich auf, dass Geld eben doch die Welt regiert? Wer einen x fachen Milliardär
auf seiner Seite hat und zudem von der restlichen Politik in Deutschland bis dato als großer Heilsbringer
der Elektromobilität hofiert wurde, hat dann Rückenwind. Jeder kann sich da so seine Gedanken
machen…..mir fiel just nach den Feiertagen auf…….hoppla, da ist doch was anders? Dann fiel es mir
wie „Schuppen von den Augen“ und ich sah die Landschaft mit verschandelten Wahlplakaten – in groß,
klein, schwarzweiß, in jeder sich bietenden Farbe……..aber alle hatten ein Manko. Die Sprüche auf den
Plakaten zeugen von einer Entfremdung gegenüber der Bevölkerung und den wahren Problemen in
diesem Land. Die Einen schaffen es noch ein Wort zu formulieren….Zuversicht, Freibier,
Unabhängig….die anderen wollen Deutschland wieder nach vorne bringen obwohl doch gerade die
eigene Partei 16 Jahre das Gegenteil am Stück gemacht hat………..oder dann die ehemalige
Arbeiterpartei, die mit dem „besser für Dich, besser für das Land“ ebenso völlig daneben liegt. Auch
der Slogan…“alles lässt sich ändern“…….lässt einen ratlos zurück stellt man sich doch die Frage, warum
man es dann nicht getan hat. Und um es an der Stelle klarzustellen, nicht erst seit der unseligen Ampel,
sondern schon viel früher wir nichts mehr politisch bewegt, außer dem Mund!

Wir haben die Qual der Wahl und ich kann nur jeden Leser bitten, sich seiner Verantwortung bewusst
zu sein und die Wahl als demokratische Möglichkeit zu betrachten, etwas zu ändern. Wir sollten uns
eigentlich in Deutschland wieder mit unseren alten Stärken befassen, die uns einmal groß gemacht
haben. Natürlich zielen alle Ratschläge von Dritten nicht darauf ab, Europa oder Deutschland zu
stärken, sondern anderen zu helfen deren Position zu verbessern. Lügen vor der Wahl, sind keine
Erfindung des hier und jetzt.

„Es wird niemals so viel gelogen, wie vor der Wahl, während
des Krieges und nach der Jagd.“
(Otto von Bismarck)

Und ja, niemals war es so schwer Fake News von echten Nachrichten zu unterscheiden. Die KI wird hier
genutzt, um uns den klaren Blick zu vernebeln. Bleiben sie wachsam! Letztlich muss die neu gewählte
Regierung – ich tippe auf eine Neuauflage der GROKO – liefern was das Volk erwartet, und das sind
Lösungen und keine Sonntagsreden. Allerdings bin ich nach einer denkwürdigen Woche im Parlament
ratlos, denn wir wandeln uns gerade zu der Situation, die wir in den USA immer kritisiert haben.
Andersdenkende werden pauschal verunglimpft und wir spalten das Land………und am Ende freut sich
darüber nur eine Partei.

Kommen wir zum Gesundheitswesen. Ich war letzte Woche bei einer VIKO des Health Care Forums
dabei. Dort hat der weitbekannte Prof. Dr. Günter Neubauer zum Thema Sozialabgaben auf
Kapitalerträge (Vorschlag von Herrn Habeck) vorgetragen. Klar, wir haben Lücken bei Pflege, Kranken
und Rentenversicherung. Die wurden und werden nach wie vor mit viel Steuergeld zugestopft………weil
wir nie Entscheidungen getroffen haben, die vielleicht für den einen oder anderen schmerzvoll wären.
Allein für die Rente beträgt der Bundeszuschuss 25 % des Bundeshaushalts…….und da reden wir noch
nicht über die GKV oder die Pflegeversicherung……man hat bei der GKV gesehen, kaum bleibt der
Zuschuss in der gleichen Höhe, steigt der Beitrag massiv….analog in der Pflege.

Zu lange sind wir aber ungebremst in Richtung Wand gefahren. Nie schaffen wir es, andere
funktionierende Lösungen anzusehen und auf uns zu übertragen, stets müssen wir etwas Eigenes
entwickeln. Über die Zeitschiene, die diese Kreationen brauchen vergessen wir, etwas zu ändern.
Daher steht nun zu befürchten, dass die Lohnnebenkosten die eigentlich bei 40 % liegen sollten (unser
langjähriges Dogma) nun bis 2030 ohne Zweifel auf 45 % und nach der Berechnung des IGES im Jahr
2045 auf fast 50 % steigen werden. Ehrlich gesagt, vermute ich das sogar schon früher, da die
ungebremste Inanspruchnahme der medizinischen Leistungen, die Verabschiedung breiter Teile der
Boomer Generation aus dem Arbeitsleben sehr schnell und hart zu den Realitäten führen wird; dies
wird mit dem „Brandbeschleuniger“ des fehlenden Wachstums dann sehr schnell zu einer ungewollten
Entwicklung führen. Was bleibt? Laut Prof. Neubauer Reformen auf der Ausgaben- und
Einnahmenseite. Dabei präferiert er die Verbreiterung der beitragspflichtigen Einkommen wie in der
Schweiz. Gut, kann man machen……..mehr Geld ins System werfen, aber daran mangelt es bislang ja
nicht, sondern an der Verwendung. Auf der Ausgabenseite bleibt er oberflächlich mit den Themen
Prävention zu stärken und eine andere Gesundheitspolitik zu fördern. Einfacher und schneller wäre es
da zweifellos sich mit der Frage zu beschäftigen, warum wir die häufigste Inanspruchnahme von
Leistungen in ganz Europa haben oder warum wir über eine Krankenkassenkarte unbegrenzten Zugang
ermöglichen. Allen Unkenrufen zum Trotz müssen wir befürchten, dass bei einer Wiederauflage der
GROKO uns der beliebte und „von allen Wählern geforderte BGM“ Herr Lauterbach erhalten bleibt.

„Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr
treu zu bleiben.“
(Friedrich Hebbel)

Das würde bei seinem Stil der nicht vorhandenen Einbeziehung der jeweils von seinen Lösungen
betroffenen Gruppen (Krankenhäuser, Praxen, Ärzte, usw.) doch das Schlimmste erwarten lassen. Der
rasante Abbau der Krankenhäuser wird weiter ohne Netz und doppelten Boden fortgeführt, es wird
nur eine Verschiebung der Leistungen in den ambulanten Bereich geben……ohne Geld versteht sich
und die staatlich gelenkte Planwirtschaft im Gesundheitswesen wird exzessiv weiter umgesetzt. Da
kann ich nur sagen…….schön das ich bald in Rente bin, da ich das nicht mehr großartig im Arbeitsleben
ertragen muss. Wie lange wird diese Regierung dann halten? 4 Jahre………oder wird man wie es wie
es Justus Bender in seinem Buch 2017 schon vorhergesagt hat…….nur von kurzer Dauer sein und dann
eine andere politische Landschaft geben? Lassen wir uns überraschen.

Nach wie vor wabert noch der Diskussionsrauch über die neue GOÄ über die Landschaft. Ob da etwas
am Deutschen Ärztetag beschlossen wird, darf man getrost bezweifeln, denn zu viele Berufsverbände
sehen bei sich nur Nachteile oder keine adäquate Abbildung der Leistungen. Ich denke man muss es
an der Stelle trotzdem festhalten. Wir haben seit 1996 die gleiche Gebührenordnung und nun setzt
man an und will hier bei technischen Fächern Geld einsparen? Welche Dienstleistung hat denn heute
den gleichen oder niedrigeren Preis als 1996!!! Das es sinnvoll und richtig ist, bei MRT Geräten mit
niedriger Feldstärke – die zumeist von Orthopäden in der so beliebten Selbstzuweisung betrieben
werden – Abschläge vorzunehmen muss nicht weiter diskutiert werden, da es an sich nicht schlau ist
Fächern die die Patienten selbst generieren eine Abrechnungsmöglichkeit offen zu halten…….und
denen das noch höchstrichterlich zu bestätigen. Hellhörig wurde ich aber bei der Aussage des Justitiars
der DRG Herrn. Prof. Wigge, der den Radiologen empfohlen hat doch mal in eine andere Richtung zu
denken. So hat er in der RÖFO vom Januar in seinem Fazit den Radiologen anempfohlen doch über den
Tellerrand hinaus gesundheitsstrategisch zu agieren. Will heißen, die Radiologen sollten auch
Qualifikationen über das eigene Gebiet hinaus erwerben und diese privatärztlich anbieten, da die
Urteile für die Orthopäden eben genau dies ermöglichen würden. Da dürften sich dann aber die
Nuklearmediziner oder manche Strahlentherapeuten dann warm anziehen. Warten wir ab, was das
auslöst. Zum Thema Berufspolitik hatte ich schon im letzten Newsletter zum letzten Herbstsymposium
des BVDST ausgeführt. Ich wurde dort vor Ort für den VDRO kritisiert, da die nun erzielte Lösung falsch,
zu wenig und schädlich für die stationäre Strahlentherapie wäre. Wie wir alle wissen, ist Berufspolitik
ein dauerhafter und langwieriger Prozess. Dass man sich dann aber als BVDST hinstellt und die vorher
kritisierte Lösung des VDRO dann als seine eigene Arbeit verkaufen möchte…..hat schon ein
besonderes Gschmäckle wie der Schwabe sagen würde. Ich überlasse es daher den geneigten Leser
sich selbst seine Gedanken darüber zu machen.

„Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort,
wo es uns beliebt“
(Marie von Ebner-Eschenbach)

Schauen wir nach vorn. Wir haben auch in dieser Ausgabe Beiträge von Geschäftspartnern positioniert,
die Sie als Radiologen und Strahlentherapeuten lesen sollten. Herr Preißler hat kurz über das neue
EuGH Urteil zum Fremdbesitz von Anwaltskanzleien ausgeführt. Herr Barthel von Furkert und
Schneider blickt auf das Börsenjahr 2024 zurück und lüftet ein Stück weit den Vorhang über die
Tendenz im Jahr 2025. Herr Ower hat uns das neue Geschäftsfeld der Ergea Gruppe vorgestellt. Es geht
einfach ausgedrückt um schnelle Beschaffungen gerade auch für Kliniken, die häufig unter einem
Investitionsstau leiden und die umfangreichen Dienstleistungen, die man von den Profis der
Strahlentherapie dazu buchen kann. Dann hat uns Herr Gorr von Premium Circle die
Unübersichtlichkeit des deutschen Gesundheitswesens dargestellt. Ich empfehle jedem sich das
Gewirr einmal anzusehen. Dies dann mit seinem interessierten Volksvertreter zu diskutieren wird ein
Spaß, denn es ist derart unüberschaubar, dass man nach kürzester Zeit kognitiv aussteigt. Wer hier
Interesse daran Interesse hat, das DIN A 1 Poster oder die Power Point Folie zu kaufen kann dies gerne
mit einem Rabatt von 25 % über unseren Gutscheincode „proconcept25“ tun. Einfach auf das Logo von
Premium Circle klicken. Das Geld ist gut angelegt! Frau Berthmann von der Kanzlei Friebe & Schwarz
hat uns einige wenige steuerlichen Neuigkeiten aufgelistet – wobei gerade die langersehnte
Buchwertübertragung auf Schwestergesellschaften wichtig ist. Und zum Schluss hat Herr Ilgen von ALP
– die die Berufspolitik für den VDRO machen – uns einen Rückblick und einen Ausblick für die Arbeit
des Berufsverbands der niedergelassenen Strahlentherapeuten den VDRO gegeben……..dabei ist
manche bittere Pille zu schlucken. Schauen Sie unsere Stellenbörse an! Stellen sind für Radiologen,
Strahlentherapeuten oder MPE´s vorhanden, nachfragen kostet nichts! Bleiben Sie uns treu, fragen Sie
gerne nach – wir sind Dienstleister und stehen Ihnen gerne immer mit Rat und Tat zur Verfügung. Wir
freuen uns, von Ihnen zu hören. Sollten Sie unsere Informationen nicht mehr lesen wollten, darf ich
Sie bitten, sich unkompliziert auszutragen.

Ihr
Heinz Peter Fischer

Fischer’s Zeilen im Dezember 2024

Ampelchaos und kein Ende………………das war meine Einleitung beim letzten Newsletter. Mittlerweile
ist diese Regierung wirklich beendet. Für viele eine Erlösung, für andere das Scheitern eines Projekts.
Wer woran schuld war, ob der Kanzler die ad hoc Rede vorbereitet hat, der seit Monaten geplante DDay doch die Ursache vieler Probleme war oder schlicht der gemeinsame Nenner leider auf ein
Minimum zusammengeschmolzen war……..es ist egal. Besonders nachdenklich hat mich am Ende der
Verkehrsminister gemacht, als er, statt der Partei zu folgen, schlicht aus dieser ausgetreten ist und
gleich darauf mit einem weiteren Ministerium belohnt wurde; sicher nicht, weil er die Arbeit im
bisherigen Amt so herausragend vollbracht hat. Menschen sind käuflich, sicher nicht nur in der Politik,
aber dort ist es besonders auffällig.

„Verrat ist die einzige Wahrheit, die bleibt“
(Arthur Miller)

Auch Julius Cäsar soll gesagt haben: „Ich liebe den Verrat, aber hasse den Verräter“. Nicht, dass ich
Herrn Scholz auf die Stufe eines Cäsaren heben will, wenngleich sein Wunsch einer Wiederwahl wohl
dem Ergebnis der Schlacht um Pharsalos (48 v.Chr.) gleichkommen dürfte, in der Cäsar einer 1,5-fachen
Übermacht gegenüberstand und dennoch den Sieg davontragen konnte. Aber jedem CDU/CSU
Politiker sollte doch klar sein, dass das Verteilen von Ministerposten vor der Wahl (Herr Söder ist da
sehr aktiv) immer dann schlecht aussieht, wenn die Wahl nachher anders läuft. Selbst als Armin Laschet
mit einem sehr großen Vorsprung angetreten war, wurde die Wahl nach einem Grinsen an der falschen
Stelle noch auf den letzten Metern verloren. Und bleiben wir in der Gegenwart, Herr Merz ist und
bleibt eine Person, die unbeliebt ist und zudem aus einer anderen Zeit stammt. Man darf hier durchaus
erwarten, dass der Vorsprung wie der Schnee in der Sonne schmilzt. Das wundert auch nicht, wenn
das konservative Stammklientel jetzt schon mit Aussagen über einen potenziellen zukünftigen
Wirtschaftsminister Habeck in die Verzweiflung oder in andere offene Arme getrieben wird.

Die Wahl nun Anfang nächsten Jahres, ein Weihnachten und ein Jahreswechsel mit
Wahlkampf……..nicht wirklich erstrebenswert. Aber immerhin die Möglichkeit für einen Neuanfang.
Aber bringt diese Neuwahl wirklich etwas? Wir befinden uns seit rund 35 Jahren im politischen Koma,
Probleme wurden nur geschoben, statt anzugehen. Die viele Zeit, die wir für die Reformen in den
Sozialversicherungssystemen, für die Erhaltung und Optimierung der Infrastruktur, den Aufbau der
digitalen Lösungen, den Klimaschutz, die Neustrukturierung des Steuersystems, den Umbau der
Bundeswehr oder in eine saubere tragfähige Energiepolitik verschwendet haben………ist weg.
Unwiederbringlich verschwendet!!!

„Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist die
Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung.“
(Benjamin Franklin)

Früher waren wir führend, in vielen Bereichen, heute sind wir in vielen das Schlusslicht in Europa. Was
ist passiert? Einfach ausgedrückt, haben wir viel zu lange den Wohlstand verteilt, den es gab, statt die
vorgenannten Themen anzupacken und das Land, den Staat und die Gesellschaft zukunftsfähig zu
machen. Das Ergebnis ist die Zersplitterung der politischen Landschaft, die Unmöglichkeit sinnvolle
Regierungen zu bilden und daraus folgend die Konsenspolitik, die am Ende immer den kleinsten
gemeinsamen Nenner hervorbrachte. Und das in einer Phase, in der die Wirtschaft brummte und man
permanent steigende Steuermittel zum Verteilen der Wohltaten hatte. Nun, in einer nicht zufällig
aufgetretenen Phase der Rezession, greift der „Dreiklang“ des deutschen Erfolgsmodells nicht mehr.

➢ Billiges Gas aus Russland
➢ Kostenlose Verteidigung über die USA
➢ Großer Absatzmarkt in China

Weder haben wir nun billiges Gas, der neue (alte) Präsident Trump wird mit seinem Bürokratie
Rückbauer Elon Musk immer den Zahltag ausrufen und fordern, wir sollten uns selbst verteidigen, was
wir objektiv nicht mehr könnten, und die Chinesen haben uns in allen wichtigen Zukunftsbranchen den
Rang abgelaufen. Das Ergebnis ist eine Erosion der wirtschaftlichen Tragfähigkeit der großen Firmen
wie Volkswagen, Schäffler, Brose, Bosch, um nur einige zu nennen. Wir sollten daher der Realität ins
Auge sehen und damit rechnen, dass wir nicht mehr in der ersten Reihe der Wirtschaftsmächte stehen.
Um es einfach mit Karl Valentin zu sagen:

„Früher war sogar die Zukunft besser…“
(Karl Valentin)

Lassen wir die große Politik, wir werden das Ergebnis wahrscheinlich am 23.2.2025 am Abend wissen.
Meine Vorhersage ist, es wird sich nichts an den bestehenden Problemen ändern. Lassen Sie uns da
die Probe im nächsten Jahr machen.

Zum Gesundheitswesen.

Im letzten Newsletter hatte ich schon meine Meinung zur Kalkulation der neuen GOÄ geschrieben.
Mittlerweile habe ich mir die Ziffern in der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie
angesehen und muss sagen, dass es nach wie vor nicht nachvollziehbar ist, dass Abwertungen in
technischen Fächern erfolgen. Kostensteigerungen ohne Ende und diametral entgegengesetzt erfolgen
Abwertungen für die Leistungen. Was soll man daraus schließen? Soll die Medizin weiter in der Fläche
betrieben werden, möchte man Standorte reduzieren, um die Inanspruchnahme zu senken, weil dies
einfacher ist, als den Bürger zu einer schonenderen Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen zu
drängen, will man kleine Praxen oder nur noch große Betriebe, die schnell getaktet mithilfe von KI
überhaupt noch in der Lage sind, Gewinne zu erwirtschaften, will man moderne Medizintechnik oder
schlicht eine Basisversorgung. All diese Fragen würden ebenso auf die Krankenhäuser anwendbar sein,
denn dort droht nach dem überraschenden Coup vom Talk Show Gänger BGM Lauterbach, der das
Gesetz doch noch schnell mit Länderhilfe über die Ziellinie tragen konnte, ein radikaler Kahlschlag. Wir
dürfen an dieser Stelle erwarten, dass wir innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Drittel aller Kliniken
verlieren. Das ist meine Voraussage und daran dürfen Sie mich gerne messen. Ich glaube aber nicht an
die Binsenweisheit von Herrn Lauterbach, dass dann die Personalprobleme gelöst sein werden, nach
dem Motto das Personal der geschlossenen Krankenhäuser kann sich auf andere unbesetzte Stellen
der anderen verbleibenden Häuser bewerben, vielmehr werden wir bei einer weiteren Spezialisierung,
neuen Personalvorgaben und der (logischen) Unwilligkeit von Personal, sich mal eben in eine andere
Stadt oder ein anderes Bundesland zu begeben, eine Verschärfung der Unterbesetzung erleben. Und
genau dies sagen Ihnen auch heute Geschäftsführer der Krankenhäuser. Aber der „große Karl“ weiß es
leider besser. Da kann ich Ihn auch gleich zitieren:

„Im Rheinland sagt man: Die Menschen die (…) zu häufig von
der Ehrlichkeit sprechen, das sind die größten Lügner.“
(Karl Lauterbach)

Bei der o.g. Vergütungsdiskussion hatte ich (fast) noch die Strahlentherapie vergessen. Natürlich haben
wir uns hier auch die Themen angesehen. Hier ist die Antwort aber nicht so einfach zu geben, in welche
Richtung es hier weiterläuft. Einerseits sind die Ziffern anders aufgebaut, andererseits versucht man
auch durch die Bezahlung von „Dosis“ zu variieren. Zudem liegt aber eine deutlich größere Thematik
in der aufkommenden und weiter von den Klinikern, dem BVDST und der DEGRO forcierten und
schnellen Umsetzung der Hypofraktionierung. Leider ist es in Deutschland immer so, erst etwas Neues
zu positionieren und dann über die Folgen zu reden. Daher ist es natürlich mehr als sinnfrei, eine
extreme Veränderung in den Therapieschemata der großen Patientenkollektive (Mamma und
Prostata) zu erzeugen und sich erst danach Gedanken über die Vergütung zu machen. Aber die DEGRO
und der BVDST gehen diesen Weg unbeirrt weiter, wie man auch am Herbstsymposium wieder
vernehmen konnte. Statt einfach mal auf die Bremse zu treten und erst die (finanziellen) Hausaufgaben
zu machen, sucht man im Rahmen der Ultrahypofraktionierung eine weitere Verschärfung, ohne im
Fokus zu haben, dass das nachher auch die eigenen Einheiten treffen wird. Man kann nur hoffen, dass
es denjenigen, die das Fach weiterhin auch in der Fläche sehen wollen, gelingt……..einen anderen
Vergütungsrahmen zu schaffen. Die Veranstaltung war diesmal in einem anderen Hotel und der Raum
deutlich kleiner, in der Spitze waren mit den Referenten, dem anwesenden Vorstandsmitgliedern und
etlichen Mitgliedern des VDRO tatsächlich nur 55 Leute. Die Tagung war schon ein Schatten früherer
Tage, wenngleich die Themen diesmal in der Gesamtschau besser waren als bei früheren
Veranstaltungen. Besonders geärgert hatte dem BVDST, die vom VDRO erzeugte Gesetzesänderung,
die ins oben beschriebene KHVVG Einzug gefunden hatte. Statt froh für alle Mitglieder zu sein, dass
man die Folgen der für viele Mitglieder negativen Auswirkungen der BSG Urteile revidieren konnte,
wurde darüber diskutiert, ob man es nicht hätte besser machen können. Ja, könnte man………wenn
man es immer 1:1 durchbringen könnte. Aber jeder Vorschlag läuft durch etliche Hände und was am
Ende herauskommt, ist nicht das, was vorher eingegeben wurde.

Dennoch sind wir froh und glücklich darüber, dass dem VDRO hier ein großer berufspolitischer Erfolg
geglückt ist.

„Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern
auch für das, was wir nicht tun.“
(Moliere)

Wir haben auch in dieser Ausgabe Beiträge von Geschäftspartnern positioniert, die Sie als Radiologen
und Strahlentherapeuten lesen sollten. Ob die zeitnahe Nachbesetzung von mit Angestellten belegten
KV-Sitzen, die von Frau Krom gut beschrieben wurde, über das Thema Erben und Schenken vom von
mir sehr geschätzten Herrn Ketteler-Eising, bei dem das Finanzamt immer sehr gerne ausreichend
informiert sein will. Dann zu einem schnellen Überblick über die eigenen Finanzen, die von Rebmann
Research mit dem Produkt Cure Praxismanager jeden Arzt in die Lage versetzt, real zu planen……alles
dabei. Aber es geht noch weiter; die Firma Ray Search – war ja immer die topp Alternative am Markt
für Planungssysteme – stellt RAYCARE vor: Ein OIS, das wirklich Maßstäbe setzt und viel Zuspruch am
Markt verdient; weiter zu Accuray, deren Technik im Paket sehr gute Ergebnisse liefert und hier den
Wert der Patientenüberwachung und Positionierung wunderbar beschreibt, über Febromed, die mit
einem kleinen Animationsfilm den Wert der „get up“ Lagerungshilfen modern darstellen, bis hin zur
Beantwortung der Frage, was man mit dem schönen Geld, was man jedes Jahr verdienen möchte oder
beim Praxisverkauf erhält, denn sinnvolles machen kann……hier hilft FERI, sicher, seriös und langfristig
am Markt etabliert, ohne Zweifel weiter.

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Rat und Tat zur Verfügung. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Sollten Sie unsere Informationen nicht
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Ihr
Heinz Peter Fischer

Fischer’s Zeilen im September 2024

Ampelchaos und kein Ende. Was sollte man ehrlicherweise anderes erwarten, wenn drei Parteien, die
letztlich wenig Schnittmenge miteinander haben, einerseits im Dauerzwist und andererseits im
Wahlkampfmodus in der eigenen Orientierung sind? Ich hatte in der Grundschule noch die
Mengenlehre und habe dabei gelernt, wie klein einerseits die Schnittmenge sein kann und das bei drei
unterschiedlichen Farben nachher eine ganz andere entsteht. Aber offensichtlich bin ich da allein
gewesen, denn weder die Grünen noch die FDP oder gar die SPD hatten und haben das auf dem Schirm.
Natürlich wurde zu Beginn ein Koalitionsvertrag geschlossen, aber wie das auch bei anderen
Rechtsgeschäften so ist……..wenn sich keiner an den Vertrag halten will, ist das Papier doch recht
geduldig und letztlich überflüssig. Nachdem die Wahlen in Sachsen, Thüringen und nun Brandenburg
so verlaufen sind, wie man hätte erahnen können und wir nun den ostdeutschen Bürgern
vorexerzieren, dass die eben falsch gewählt haben und nur die Stimmen der Altparteien richtig
gewesen wären……..geht die Irrfahrt in Berlin trotzig weiter. Gut, die Grünen Spitze hatte zumindest
den Anstand nach derartigen Backpfeifen zurückzutreten (oder es wurde ihnen nahegelegt) was
grundsätzlich positiv zu erwähnen ist. Dennoch würde der münde Bürger vermuten, dass dies nicht bei
einem politischen Mandatsträger wie einem Minister oder einem Staatssekretär passiert wäre. Der
hätte das bis zur Wahl ausgesessen. Dass der Vorstand der Grünen Jugend gleich neben dem Rücktritt
noch den Austritt aus der Partei praktiziert hat, ist wohl als Beleg dafür zu sehen, dass die Anzahl der
geschluckten Kröten in den letzten Jahren auf dem Rücken der eigentlich selbst ernannten
Friedenspartei doch zu viel waren und dass es selbst in jungen Jahren schwierig ist, den realpolitischen
Konsenskurs zu ertragen.

„Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern
als ein Atom.“
(Albert Einstein)

Dass nun just bei unseren südlichen Nachbarn aus Österreich mit genau den gleichen Argumenten der
FPÖ wie die der AfD bei den Wählern punkten kann und dort sogar die stärkste politische Kraft
geworden ist, sollte nun auch den letzten Traumtänzer aufwecken und erkennen lassen, dass der
Bürger der Wähler ist und wir uns eben nicht den passenden Wähler aussuchen können. Die
unbearbeiteten Themen in Deutschland sind so lange wie der Tisch bei Putin, wenn er ausländische
Gäste empfängt.

Die Sozialversicherungen sind aus dem Tritt, sowohl die Kranken-, die Renten- und die
Pflegeversicherung sind reformbedürftig. Zudem können wir das alte Ziel die Sozialabgaben auf 40 %
bei den Löhnen zu halten, nicht mehr gewährleisten. Was tun wir stattdessen? Wir erhöhen die Renten
und sorgen dafür, dass in der Zukunft die Menschen auch weiterhin zumindest zum Teil abgesichert
sind. Tun wir das aus der Notwendigkeit heraus, richtige Lösungen zu präsentieren oder liegt es wohl
eher daran, dass gerade die SPD bei den „Wählern über 60“ gut vertreten ist? In Brandenburg hatte
die SPD bei den Ü70 Wählern sogar mehr als 50 % der Stimmen. Dass am Ende die jüngeren Bürger das
über ihre Versicherungsbeiträge und über die Steuern bezahlen müssen, wird wieder verschwiegen,
getreu dem Motto, dem dummen Wahlvolk nur nicht zu viel reinen Wein einschenken – am Ende sind
die noch unzufrieden. Dennoch sollte man auch als SPD bedenken, dass die eigene Wählerschaft am
Ende eine Übersterblichkeit hat und diese Wählergruppen endlich sind.

Ehrlich gesagt war ich vom Verlauf der letzten Monate – trotz Sommerpause, ja regelmäßig ein
Sommertheater auf der politischen Bühne – nicht wirklich überrascht. Zu diametral unterschiedlich
sind die Positionen und die oben angesprochenen Wahlen haben das alles nur verschärft. Gut, dass
nun die zwei unbeliebtesten Politiker als Kanzlerkandidaten gegeneinander antreten, ist eine typisch
deutsche Erscheinung und der Sauerländer Merz, der noch nie eine Wahl gewonnen hat, wird schon
wissen, was er tut. Markus Söder als Bundeskanzler……..das konnte ich mir als Mittelfranke nur schwer
vorstellen. Zuviel Instagram, viele Sprüche, er hat zwar alle Ämter schon gehabt vom Generalsekretär,
über den Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Gesundheits- und Umweltminister
(ja Sie lesen richtig!) und dann Finanzminister – also eine Geheimwaffe – aber Bundeskanzler wäre
dann doch eine Schuhnummer zu groß gewesen. So ist das Leben! Wir werden sehen, was nächstes
Jahr passiert. Die Realität holt uns gesellschafts- und wirtschaftspolitisch schneller ein und vielleicht
müssen wir uns früher als geplant auf eine retardierende Gesellschaft und Wirtschaft einstellen?

„Es gibt Zeiten, da ist die Bewahrung des Erreichten das
Maximum des Erreichbaren.“
(Helmut Schmidt)

Wie viele andere Bürger in diesem Land, kannte ich Schlaglöcher in Straßen, Brücken auf denen man
langsamer fahren sollte, um die noch möglichst lange zu erhalten, marode Schulen, fürchterliche
Schäden an den Schienen oder Bahnhöfen oder schlechte Radwege. Aber dass eine Brücke in einer
deutschen Großstadt einfach in sich zusammenfällt, hätte ich mir nicht träumen lassen. Dass wir für
alles sehr lange brauchen, Probleme wälzen statt zu lösen…..alles in Ordnung. Aber dass wir es nicht
einmal mehr schaffen, die Menschen vor den Mängeln der miserabel gewarteten Infrastruktur zu
schützen, macht betroffen. Seit fünf Jahren waren die Brückenschäden in Dresden bekannt und
effektiv ist nichts passiert! Ja, es war gleich der Fingerzeig im Raum, das so etwas in einem Bundesland
wie Sachsen nicht passieren könne, doch war hier das Bundesland zuständig oder doch die Stadt? Ja
es war die Stadt und dort hat man andere Dinge vorgezogen. Gut nur, dass niemandem etwas passiert
ist!

Genug der Politik, sonst müssten wir noch den Nahen Osten und die Ukraine beleuchten, aber das
erspare ich uns – wir sehen es ja täglich im Fernsehen und sind überrascht, wie gut ein
Nachrichtendienst arbeiten kann……bei uns scheitert man da ja schon beim Einschleusen von Spitzeln
in Parteien. Zurück zum Gesundheitswesen.

Unglaublich, aber wahr. Es gab vor knapp drei Wochen das Gerücht über eine neue GOÄ. Diese
verdichteten sich dann sehr schnell und plötzlich sollten alle Facharztverbände noch schnell eine
Stellungnahme abgeben, über etwas, was man so nicht kannte und erst verifizieren müsste. Obwohl
mir der prinzipielle Glaube daran fehlt, dass so etwas „Gutes“ wie die GOÄ von 1996 noch zu
verbessern ist, muss man sich die Logik generell ansehen. Um es einfach zu erklären: Wenn ich heute
1.000.- € habe, waren das 1996 knapp 610.- € (also damals rund 1.193.- DM). Wir haben seither eine
Preissteigerung über die künstlich niedrige Inflation von immerhin 64 % und jetzt eine echte Kaufkraft
von rund 371.- € im Verhältnis zu 1996. Bei der GOÄ laufen die Uhren aber andersherum. Bis heute
haben wir einen Punktwert von 11,4 Pfennigen = 5,828 Cent. Und jetzt kommt der Hit! In einigen
Facharztgruppen sollen die Vergütungen bis zu 29 % fallen! Vergleicht man die Vergütungen, dann
muss man doch feststellen, dass der kaum geliebte EBM einen Punktwert hat, der von 2013 (10 Cent)
auf heute 11,9339 Cent gestiegen ist – also immerhin um 19,34 % innerhalb von 11 Jahren……..der
Bundesbasisfallwert für die stationären Leistungen stieg im gleichen Zeitraum von 3.068,37 € auf nun
4.210,59 €, das sind immerhin schon 37,23 % und bei den Vergütungen für die GOÄ sollte man statt
den Punktwert analog zu erhöhen, die Honorare senken? Da stellt sich doch die Frage, wer hinter den
Kalkulationen bei der GOÄ steckt oder sind es hier die Länder, die für ihre Versicherten am Ende
weniger Geld über die Beihilfe ausgeben wollen……….zum Teil weniger als im EBM bezahlt wird?

„Gleich zu sein unter Gleichen, das lässt sich schwer
erreichen, du müsstest ohne Verdrießen, wie der schlechteste
zu sein, dich entschließen“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Wir haben uns die GOÄ angesehen und ja, wenn diese kommen sollte, wird es Verwerfungen geben.
Warum die Verbände es nicht schaffen, die allgemeine Teuerung zu thematisieren, immerhin reden
wir über eine Vergütung von 1996 (!!!), während bei den Tierärzten die Gebührenordnung von 1999
im letzten Jahr, weil diese so alt war, um im Durchschnitt 30 % angehoben wurde? Nicht dass ich jetzt
bewerten möchte, ob Menschen wichtiger wären als Tiere, aber wir sollten uns nicht schlechter
behandeln als den Hund oder die Katze.

Wie geht es weiter? Wir werden sehen und weiter berichten, aber dass es besser wird, daran glaube
ich nach 32 Jahren im Gesundheitswesen nicht mehr. Wir haben mehr Ärzte als jemals zuvor, die aber
alle nur noch Teilzeit arbeiten wollen. Eine Life-Work Balance wird gesucht, vier Tage Freizeit und drei
Tage arbeiten; das führt aber dazu, dass jemand der vorher 60 Stunden gearbeitet hat durch zwei bis
drei Leute heute kompensiert werden muss. Ohne weiteren Kommentar.

Was ist mit den Heuschrecken im Gesundheitswesen? Ja, die Investoren sind weiter aktiv, aber das gilt
auch für große inhabergeführte Einheiten. Während die einen nach wie vor gerne Gewinn einkaufen,
läuft bei den anderen häufig eine größere Strategie im Hintergrund ab. Für die kleineren Einheiten wird
es daher immer schwieriger am Markt zu bestehen. Falls Sie sich in einer solchen Lage befinden – also
in der Orientierung was für Sie derzeit ein guter Weg wäre – sind wir gerne bereit Ihnen zu helfen. Wir
kennen ärztliche, motivierte Nachfolger (ja, die gibt es tatsächlich!) und wir haben einen Draht zu allen
aktiv am Markt operierenden Investoren; scheuen Sie sich daher nicht, bei uns nachzufragen.

Wir haben auch in dieser Ausgabe Beiträge von Geschäftspartnern positioniert, die Sie als Radiologen
und Strahlentherapeuten lesen sollten. Die Serie zur Ligantentherapie wird weiter fortgeführt, da es
sich um ein herausragendes Projekt handelt – wenn Sie hier weitergehende Informationen benötigen,
sollten Sie sich nicht scheuen, die Initiatoren anzusprechen. Dankenswerterweise hat Herr
Rechtsanwalt Preißler wieder einen Beitrag beigesteuert, der für Sie ohne Zweifel wichtig ist, wie man
die KV-Sitze an die Praxis bindet. Den Workflow in der Praxis wollen wir auch nicht zu kurz kommen
lassen. Hier haben wir mit VITAS einem Anbieter für eine Telefon APP ein sehr gutes Produkt gefunden,
dass Sie sich ebenso ansehen sollten wie Doc Medico. Hier geht man noch deutlich weiter und hilft
Ihnen in der Praxis, die Erreichbarkeit und die Arbeit deutlich effizienter zu gestalten, als dies bei vielen
Einheiten noch der Fall ist. Lesen, ansehen und umsetzen, das kann ich nur jedem empfehlen! Wenn
alles nichts hilft und Sie dann auf die Suche nach Fachpersonal ins Ausland gehen – oder auch nur einen
Urlaub mit Sprachkenntnissen verbringen wollen, sollten Sie die sich mit dem Angebot der Alpha
Institute beschäftigen……schnell und effektiv. Schauen Sie unsere Stellenbörse an! Wir haben sehr
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Ihr
Heinz Peter Fischer

FISCHER’S ZEILEN IM JUNI 2024

Nach der DEGRO ist vor der DEGRO…….so ähnlich wie bei Wahlen. So durfte es nicht wundern, dass
die „Europa-Wahlen“ zur Abstimmung gegen die Ampel Regierung mutierten. Der feige und
widerwärtige Messerangriff in Mannheim hat dann für diejenigen, die noch nicht die Briefwahl
durchgeführt hatten, offensichtlich nochmals einen Ruck bedeutet. Besonders interessant war auch,
dass der zu offensichtliche Plan der Grünen – die Jugendlichen ab 16 Jahren wählen zu lassen –
komplett nach hinten losgegangen ist. Statt die Grünen oder zumindest eine Linkspartei zu wählen,
haben diese Wähler offensichtlich der AfD, der CDU oder Kleinstparteien ihre Stimmen gegeben.
Demokratie ist eben doch kein Wunschkonzert und oftmals ein Lernprozess, der durchaus schmerzhaft
sein kann.

Wahlen sind frei, kostenlos, manche sagen sogar, sie sind
umsonst……….
(Volker Pispers)

Die Erkenntnis, dass der Osten der Republik anders abgestimmt hat wie der Westen…….wurde wieder
einmal klar. Das immer wieder besungene Märchen, dass die extremen Parteien nur dann gute
Ergebnisse haben, wenn wenig Menschen zum Wählen gehen, wurde wieder von der Realität überholt.
Tatsächlich war die Wahlbeteiligung in Deutschland bei 64,78 % und damit so hoch wie letztmals
1979…..alle Wahlen dazwischen hatten zwischen 43,0 und 62,28 %. Im Gesamtergebnis holten die AfD
und das BSW 22,1 %………fast so viele wie SPD und Grüne. Im Osten hatte die AfD fast in allen
Wahlbezirken die Mehrheit, im Westen die Union. Wird das eine Auswirkung wie in Frankreich haben?
Man kann es schon beantworten: „Nein, es wird nichts passieren“. Zu gerne genießen die
Parlamentarier aller Fraktionen die Vorteile, zu schön ist es im Rampenlicht zu stehen, obwohl man in
den allermeisten Berufen eigentlich keinen Platz hätte. Man darf derzeit noch das Postengeschiebe auf
europäischer Ebene betrachten, das aus der Ferne sehr befremdlich wirkt. Ich will aber gar nicht mehr
auf die letzte Europa Wahl eingehen, als der Spitzenkandidat Weber einfach von den handelnden
Personen um Frau von der Leyen weggedrängt wurde. Spannend wird es im Herbst bei den
Landtagswahlen, ob die sogenannte „Brandmauer“ gegenüber AfD und dann sicher auch BSW halten
wird, da diese beiden Parteien dann wohl um die 50 % haben werden und dann eine Form des
Ignorierens nicht mehr funktionieren wird.

Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den
Ansichten anderer Leute zu beugen.
(Winston Churchill)

Wenden wir uns den pragmatischen Themen zu. Wie war die DEGRO in Kassel?

Zumindest ohne Unwetter……..die viel kritisierten Räumlichkeiten waren die gleichen……..und man
darf festhalten, dass diese für ein Event – hier einen Fachkongress wie der DEGRO – ungeeignet sind.
Die Säle waren zu klein für die ganz großen Themen, die Aussteller wurden auf die vielen Ebenen
verteilt, was die ganze Ausstellung sehr unübersichtlich werden ließ. Zudem wurde uns berichtet, dass
die Preisvorstellungen der DEGRO offensichtlich manche Schmerzgrenze weit überschritten haben. So
fand seit vielen Jahren erstmals kein Lunch Symposium durch die Firma Varian statt. Wenn wir hören,
dass die Miete für eine Stunde eines Saals 10.000.- € kosten soll…….wohlgemerkt ohne Verpflegung,
darf man sich nicht wundern, wenn Aussteller auf solche Events verzichten oder ganz der
Veranstaltung fern bleiben. Dass die angebotene Versorgung dann noch aus einer sehr
überschaubaren Qualität bestand, will ich nicht weiter kritisieren. Es wäre aber besser gewesen, die
Lunch Box gleich mit dem Inhalt zu entsorgen.

Bei der Eröffnungsveranstaltung gab es dann – nach der Meinung der Teilnehmer – sehr trockene
Brezen und immerhin zwei Getränke für „nur“ 16.- €. Ob die DEGRO sich mit dem radikalen Weg einer
Verteuerung einen Gefallen getan hat, wird man in den nächsten Jahren merken. Am Ende müssen die
Firmen und die Teilnehmer vorher das Geld verdienen, welches Ihnen auf dem ohne Zweifel
interessantesten Fachkongress der Strahlentherapeuten im Jahr abverlangt wird. Aber zumindest
schwamm das Essen diesmal nicht in der Regenrinne wie im letzten Jahr. Man muss mit kleinen
Themen zufrieden sein.

Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das,
was uns fehlt.
(Arthur Schopenhauer)

Was haben wir aus Kassel mitgenommen? Der größte strahlentherapeutische Verbund in Deutschland
– die RON/Ergea Gruppe – die mittlerweile 28 Strahlentherapien in Deutschland hat, möchte
weiterwachsen. Das angebotene Symposium sollte da vielleicht helfen, bewirkte aber eher das
Gegenteil. Zu wenig durchdacht, zu komprimiert war die Veranstaltung und am Ende überladen; nur
Frau Dr. Linke konnte mit dem Schluss noch positiv mit Herrn Prof. Seegenschmiedt wirken. Was wollte
man mitteilen……ich kann es jetzt ein paar Tage später immer noch nicht sagen. Sollte die Gruppe als
toller Arbeitgeber präsentiert werden, die Ausdehnung der Gruppe in Europa…..bitte erwarten Sie hier
keine Antwort von mir. Sicher eine gute Idee ist es, den Bereich Clinical Solutions anzubieten, also die
Stellung von Geräten oder Ausstattungen für Kliniken. Das dürfte bei der Finanzschwäche der Kliniken,
dem Problem der Ausschreibungen und deren Langatmigkeit den Nerv der Zeit bei Chefärzten oder
Klinik Geschäftsführern treffen. Modere Medizintechnik schnell, unkompliziert von Fachleuten mit den
leitenden Ärzten in der eigenen Klinik zu besprechen und dann über eine Nutzungsrate zu
bezahlen………darauf hätte man sicher schon eher kommen können. Aber es muss halt mal einer damit
anfangen.

Der befürchtete Konflikt zwischen dem BVDST und dem VDRO blieb aus. Die beiden Berufsverbände,
die sicher nicht allein bleiben, werden sich am Ende eher ergänzen als konkurrieren. Während der
BVDST sich nach wie vor eher an Chef- und Oberärzte wendet und entsprechend vertreten ist, bleibt
der VDRO bei seiner Zielgruppe den Niedergelassenen. Dort hat man bereits 94 Praxen von den rund
180 in Deutschland als Mitglied und daher mehr als jemals der BVDST vertreten hatte. Vielleicht sollte
die Öffnung hin zu Assistenzärzten beim BVSDT zu einer „Blutauffrischung“ führen, was definitiv zu
begrüßen wäre. Dies wurde aber nach meiner Kenntnis noch vertagt.

Ziel eines Konfliktes oder Auseinandersetzung soll nicht der
Sieg, sondern der Fortschritt sein.
(Joseph Joubert)

Gab es Neuigkeiten zu den BSG-Urteilen und zu deren Folgen? Ja, bereits im Vorfeld der DEGRO wurde
bekannt, dass einige Bundesländer wie Bayern, Schleswig-Holstein oder Niedersachen besondere
Lösungen erreicht haben. Diese könnten aber u.U. einer Klage, die auf eine bundeseinheitliche Lösung
abzielt, nicht standhalten. Der VDRO arbeitet daher nach wie vor an einer Vorlage für das Gesetz und
wollte dies platzieren.

Besondere technische Innovationen konnten wir nicht erkennen. Elekta möchte mit dem auf adaptive
Therapie ausgerichteten Beschleuniger wieder punkten, während Varian weiter an seinem SGRT-
System und dessen Integration wie auch an der Bildqualität bei dem Halcyon arbeitet, um am Ende ein
eigenes CT in der Abteilung überflüssig zu machen. Positiv für uns war die Nachricht, dass sich Accuray
personell neu aufgestellt hat und damit die Botschaft, dass der deutsche Markt doch nicht aufgegeben
wird. Die KI zur schnelleren, verbesserten und einheitlichen Konturierung der Zielvolumen nimmt
deutlich mehr Raum ein, wie auch andere Maßnahmen, um den zukünftigen Personalmangel
begegnen zu können. Wir sollten nicht vergessen, dass jährlich 1,4 Mio. Arbeitnehmer in den
Ruhestand gehen und wir hier jährlich ein Defizit von rund 700.000 Menschen haben…….die schlicht
als MFA´s, MTRA´s, MPE´s oder Ärzte fehlen werden. Nur wer rechtzeitig vorsorgt, wird am Ende diese
Situation bewältigen können. Was gibt es Neues vom BGM?

Wenn ich jetzt ehrlich zu Ihnen bin, ist doch jeder Tag, an dem man nichts aus dem Ministerium hört,
ein guter Tag. Der Klinik Atlas wurde zur brutalen Bruchlandung, nachdem wirklich alle Fachverbände
diesen inhaltlich gestellt und nach allen Regeln der Kunst zerlegt haben. Statt aber einfach mal nur das
einzig richtige zu machen, und zwar diesen „Totalschaden“ aus dem Netz zu nehmen, wird wieder nur
rumgeeiert und versucht zu übertünchen und zu täuschen, wo an sich nur einmal die Wahrheit und
Klarheit gefragt wäre. Jeder Tag mit dieser Personalie ist eine Belastung für das deutsche
Gesundheitswesen.

Intelligenz lässt sich nicht am Weg, sondern am Ergebnis
feststellen.
(Gari Kasparov)

Da ich seit 32 Jahren nun in diesem Segment tätig bin kann ich ein bisschen mitreden und muss
feststellen: Es gab nie einen schlechteren Minister in diesem Amt als den großen Karl. Die Bilanz fällt
ernüchternd aus:

➢ steigende Krankenversicherungsbeiträge
➢ rasant anwachsende Beiträge in der Pflege
➢ eine schnell anwachsende Zahl an insolventen Kliniken
➢ größere Lücken in der ambulanten Versorgung
➢ ein unnützer Klinikatlas
➢ keine neue Gebührenordnung GOÄ, die seit 1996 gleich ist
➢ usw.

Was steht auf der Habenseite:

➢ Legalisierung von Cannabis

Ich überlasse die Bewertung der Arbeit Ihnen als Leser. Am Ende darf ich wieder auf die Gastbeiträge
hinweisen. Besonders beeindruckend finde ich die von LINATHERA vorgestellte Ligantentherapie und
deren bauliches Vorhaben, das unweit von uns in Bamberg umgesetzt wird. Hier werden wir in den
nächsten Newslettern weiter berichten.

Ebenso interessant dürfte für alle – ob Strahlentherapeuten, Radiologen oder Nuklearmediziner – der
Beitrag von Herrn Ketteler-Eising sein, der über die Auswirkungen der Rechtsprechung des BFH bei den
Earn-Out Modellen berichtet. Diese nachträgliche Zahlung einer erfolgsabhängigen
Kaufpreiskomponente kann bei schlechter Konstruktion im Zweifel zum Verlust des einmaligen
Steuervorteils führen. Daher empfehlen wir dringend jedem Arzt, der sich mit dem Verkauf an
Investoren beschäftigt, diesen Artikel genau zu lesen.

Wie man überhaupt zu einer Praxisbewertung kommt, beschreibt Frau RA Berthmann aus der
Steuerkanzlei Friebe & Partner aus Nürnberg. Wir werden in unserer täglichen Arbeit immer wieder
mit pauschalen Vorstellungen oder Annahmen konfrontiert. Daher kann man jeden potenziellen
Abgeber nur raten, sich mit der Findung eines Preises zu beschäftigen, da die jungen Kollegen sehr
vorsichtig und kritisch geworden sind. Die Gewinne der Vergangenheit sind nur ein Teilaspekt, die
Zukunftsfähigkeit der Praxen ist wichtiger und „KV-Sitze“ per se sind die Voraussetzung Umsätze zu
erzielen.

Bitte schauen Sie sich meine persönliche Entdeckung bei der DEGRO an. Es handelt sich hierbei um ein
Hilfssystem, das die Firma FEBROMED vertreibt, welches normalerweise in den Kliniken verwendet
wird. Dies hilft aber in der Radiologie und Strahlentherapie ebenso die immobilen Patienten besser auf
die Tische und wieder herunterzubringen. Eine aus meiner Sicht sehr lohnende Investition für Ihre
Modalitäten.

Besonders erfreulich für uns war, dass die Firma Accuray den deutschen Markt weiterbearbeiten
möchte und eben nicht nur auf das Cyberknife setzt sondern in der Breite mit der deutlich gereiften
Technik des Radixact die Tomotherapy Behandlungen auf ein neues Level zu heben gedenkt. Markt
dazu ist sicherlich vorhanden und offensichtlich hat man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.

Die Firma Varian, die nicht nur an der kompletten Integration der bisherigen „Insellösung“ mit Ethos
arbeitet, sondern die Möglichkeit eröffnen möchte, über verbesserte Bildqualität dem sogenannten
„HyperSight“ das eigene CT in der Abteilung zu ersparen, geht hier sicher den richtigen Weg.

Die Physiker Budde und Bärenfänger runden unseren Newsletter mit Ihrem Marktplatz für alle
strahlenden Fächer ab. Dort kann man sich über Produkte und Dienstleistungen informieren, die uns
alle betreffen. Am Ende können Sie auch auf unserer Stellenbörse nachsehen, ob wir für Sie oder einen
Freund oder Bekannten von Ihnen ggf. eine interessante Möglichkeit bieten.

Bleiben Sie uns treu, fragen Sie gerne nach – wir sind Dienstleister und stehen Ihnen gerne immer mit
Rat und Tat zur Verfügung. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Sollten Sie unsere Informationen nicht
mehr lesen wollten, darf ich Sie bitten, sich unkompliziert auszutragen.

Ihr
Heinz Peter Fischer

FISCHER’S ZEILEN IM MAI 2024

Das Jahr 2024 bringt immer weitere Überraschungen mit sich. Neben den politischen Aussetzern aller
Akteure auf Landes- und Bundesebene, darf man sich nun die hohlen Phrasen für die Europawahl
wochenlang an jeder beliebigen Ecke und an jedem Mast ansehen….eine echte Qual, würde man die
Botschaften ernst nehmen. Herausgreifen möchte ich nur zwei, da diese exemplarisch für die Politiker
sind, von denen wir regiert werden.

Einerseits plakatiert die SPD für Steuergerechtigkeit und die Beseitigung von Steuerschlupflöchern. Da
war doch was………war es nicht deren eigener dauerhaft lächelnden Kanzler, der bei den Cum Ex
Geschäften nicht nur sein Erinnerungsvermögen, sondern gleich seine eigene Steuergerechtigkeit bei
der Warburg Bank und deren Helfershelfern an der Garderobe abgegeben hat und damit den weitaus
größten Steuerschaden aller Zeiten in Deutschland produziert hat; man spricht alleine bei uns von 36
Milliarden Euro und weltweit von rund 150 Milliarden Euro. Da sind die läppischen 500 Millionen Euro
die Andreas Scheuer mit seinem Mautdesaster versenkt hat, ein Treppenwitz.

Andererseits fordert die BSW Vorsitzende Sarah Wagenknecht von uns die Entscheidung, Krieg oder
Frieden. Natürlich kann nur Sie die Antwort darauf geben und wie diese ausfallen wird, ist dem
geneigten Beobachter schon lange klar. Wir alle wollen Frieden und Freiheit, aber beides zusammen!!!
Ein Verhandlungsfrieden, der von Russland nur auf der Basis von annektierten Gebieten zu erwarten
ist, wäre eine Kapitulation vor jeder militärischen Aggression eines Staates. Das kann man nicht
wirklich wollen, da niemand weiß, wo das enden wird.

Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen,
ob er sie ertragen kann
(Ernst R. Hauschka)

Das uns beschäftigende Gesundheitswesen hat dann weitere Wahrheiten parat.

Zuerst wird uns gebetsmühlenartig verkündet, dass es eine Reform der Krankenhäuser braucht. Neben
dem Lieblingsargument von Herrn Prof. Lauterbach – der Qualität in der Medizin – welches dann als
Fallbeil gegen Kritiker verwendet wird, schwant dem durch den gesunden Menschenverstand
geschädigten Bürger aber, dass die Ursachen ganz anders liegen.

Ohne Zweifel haben wir mit 1720 Krankenhäusern eine sehr dichte Versorgung. In Städten leisten wir
uns die Vorhaltung von Doppelstrukturen, die es nicht bräuchte. Aber der wahre Grund der geplanten
Reduzierung auf 1200 oder gar weniger als 1000 Kliniken ist die nackte Tatsache, dass wir zu wenig
Personal haben, um diese Kliniken alle zu bedienen. Der Plan, durch die Schließung der kleineren
Häuser Fachkräfte für die anderen Krankenhäuser akquirieren zu wollen, ist offensichtlich. Nachdem
wir am Beginn des Ausscheidens der Babyboomer aus dem Arbeitsleben stehen, werden die Lücken
jedes Jahr größer. Das der BGM seine Reform mittels einer fehlenden Stützung für die Krankenhäuser
– die ohne Zweifel durch die Krisen wie Corona und dem Energieschock stark geschwächt sind –
durchdrücken möchte und mittlerweile alle Länderminister gegen sich aufgebracht hat, zeigt nur sein
stures autistisches Verhalten keine anderen als seine Argumente wahrnehmen zu wollen.

Natürlich sind 20 bis 25 % der Betten im Schnitt nicht belegt, aber daraus eine Reduzierung der
Krankenhäuser um 30 oder mehr Prozent zu fordern, geht weit über das Ziel hinaus. Gerade auch
deswegen, weil die Häuser in der Fläche dem Treiben der Regierung eher zum Opfer fallen als ein Haus
in einer gut versorgten Stadt. Damit schafft man Ungleichheiten in der Versorgung zwischen Stadt und
Land und den Flächenländern und den Stadtstaaten.

Ein Krankenhaus gut zu führen ist überhaupt nicht schwierig.
Es ist unmöglich.
(Gerhard Kocher)

Wir sprechen seit Beginn der Ampel über den Megatrend – der Ambulantisierung von stationären
Leistungen – da wir im europäischen Vergleich viele solche Leistungen zwanghaft weiter in der Klinik
halten. Das würde selbstredend bei den Häusern zu einer Abnahme der einfachen Fälle führen, die
bislang ordentlich vergütet werden. Der Plan, diese Leistungen von anderen Anbietern (niedergelassen
Ärzten) dann für einen leicht erhöhten Wert in der Praxis durchführen zu lassen, oder aber die Leistung
am Krankenhaus für weniger Geld durchzudrücken zeigt, mit welch perfiden Methoden und
Taschenspielertricks versucht wird, durch Zahlenspielereien uns Einsparungen vorzurechnen. Nach
vielen Wochen und Monaten der Recherche, hat man nun ein paar Dutzend Leistungen erkannt, aber
bislang keine adäquate Lösung dafür gefunden.

Getreu dem Motto, wenn ich an dem einem Projekt nicht weiterkomme, wird eben das nächste
aufgelegt wurde nun von der Kommission – die übrigens keineswegs paritätisch besetzt war, sondern
kein einziges Mitglied aus dem ambulanten Sektor vorweisen konnte – vorgeschlagen, dass
fachärztliche Leistungen zukünftig nur noch an oder mit Krankenhäusern stattfinden sollen. Diese
Kommission sollte Vorschläge zur Überwindung der Sektorengrenzen machen und bestand……zu 100
% aus Vertretern der Krankenhäuser. Wundern braucht man sich daher über „diese Sau, die man da
durch das Dorf jagt“ nicht.

Um es klar zu benennen, dass ist der direkte Weg in die Staatsmedizin und die aktive Vernichtung der
fachärztlichen Versorgung in Deutschland. Und dies wohlgemerkt ohne Anlass, da die Leistungen der
Fachärzte weder von den Kliniken in der Quantität oder gar in der Ortsnähe abgedeckt werden können.
Bei genauer Betrachtung fällt demjenigen, der sich damit beschäftigt doch folgendes auf:

a.) Die Ambulantisierung soll zu Einsparungen führen und durch Praxen vorgenommen werden
b.) Die Vernichtung der Fachärzte führt zu einer deutlichen Verschlechterung der Versorgung vor
Ort und zu einer Zunahme an stationären Leistungen, da für die ambulante Vergütung die
Krankenhäuser die Leistungen nicht abgebildet werden können

Ist das gegenläufig? Ja, dumme Frage. Aber es gibt jemanden, dem das nicht wirklich auffällt und der
sitzt als Minister im Amt.

Wer am lautesten quakt, wird bei den Fröschen König
und bei den Menschen Minister
(Werner Mitsch)

Manchmal glaubt man in Absurdistan zu leben……..aber wenn ich dann morgens um 5 Uhr
schweißgebadet aufwache, weiß ich……..ich bin in Deutschland.

Einige Bundesländer versuchen nach wie vor, den doch so bösen Investoren das Wasser abzugraben
und den Minister ohne fertiges Projekt endlich zum Handeln zu motivieren……halt!!! Cannabis konnte
erfolgreich legalisiert werden; das war doch der Gesamterfolg vom BGM in den letzten Jahren. Wenn
man es bösartig sehen würde, ist diese Fähigkeit von Herrn Prof. Lauterbach viel Staub aufzuwirbeln
und dann am Ende nichts zu machen, wohl seine größte Fähigkeit. Um beim Thema zu bleiben. Die
Investoren sind nach wie vor aktiv, allerdings hat sich mittlerweile der große Hype gelegt und man
überlegt sehr genau, was und wie gekauft wird. Einfach Geld nehmen und drei Jahre dann
absitzen……so in etwa die Vorstellung der Verkäufer…….geht es nicht mehr. An der Situation hat sich
seit dem letzten Newsletter noch nicht viel geändert. Einzig RAD X ist wieder aktiver als vorher, das
kann festgehalten werden. Preislich hat man sich auf das Niveau südlich von einem 9 er Multiplikator
eingeschwungen, kleinere Ziele liegen nur noch bei einem 6-fachen oder 7-fachen Faktor. Dennoch
steht gerade jetzt wieder ein großer Player der inhabergeführten Einheiten im Schaufenster und wird
wohl bis zum Herbst verkauft sein. In einer großen bayrischen Stadt balgen die großen Radiologen um
die Lufthoheit und sind sich dabei nicht zu fein, gleich mal den Hebel an den relevanten Stellen
anzusetzen; so wird versucht eines der größten Brustzentren Deutschlands einzusammeln um nachher
dann eine diverse Steuerung der Patienten – zufällig in die eigenen Einrichtungen – vorzunehmen. Was
kann man daraus mitnehmen? Ob man Investoren gut findet oder nicht……diese versuchen keinesfalls
andere Einheiten kaputt zu machen…….diesen Reflex darf man aber regelhaft von sehr großen Praxen
erwarten. Dort wird ein Angebot wie bei Don Corleone gemacht und wenn man nicht freudig erregt
darauf eingeht, bekommt man eine Konkurrenz in die Nachbarschaft gesetzt.

Macht ist die einzige Lust, derer man nicht müde wird.
(Oscar Wilde)

Wir hatten im letzten Newsletter über die Veränderungen bei den Strahlentherapeuten berichtet. Die
Neugründung des VDRO hat für sehr viel Wirbel gesorgt. Mittlerweisel hat der Verband auch über 90
Praxen hinter sich, was bereits über 50 % Marktanteil bedeutet. So viele selbstständige Einheiten
waren niemals beim BVDST. Daher haben wir uns entschlossen, den Vorsitzenden des Verbands – Herr
Prof. Carl aus Bremen – für den Newsletter zu interviewen. Daneben hat uns Herr Rechtsanwalt
Preißler auf ein relevantes neues LSG-Urteil hingewiesen, dass den Arzt Patienten Kontakt genau
definiert. Das sollten Sie in Ihrer täglichen Routine auf alle Fälle beachten!

Die anderen Gastbeiträge, für die ich mich ausdrücklich nochmals bedanken möchte, sollten Sie
ebenso nicht verpassen. Was wahre Größe bedeutet, zeigen uns die Ausführungen von Canon zum
neuen Exceed LB Computertomographen mit sagenhaften 90 cm Gantryöffnung. Damit man sich diese
wunderbare Technik leisten kann, muss das Geld vorher verdient oder/und gut angelegt werden.

Wie man gute Renditen erzielen kann, zeigt uns Herr Ramic vom Privaten Institut aus
München……..endlich sind wieder Projekte vorhanden und man kann sein gutes Gewissen mit der
Sonne Strom zu erzeugen mit dem wunderbaren Nebeneffekt – Geld zu verdienen – verknüpfen.
Danach schließt Herr Barthel von Furkert und Schneider seine dreiteilige Reihe mit dem Schutzmantel
für ihr Vermögen im Rahmen eines entsprechend konstruierten Versicherungsvertrags ab.

Die von mir sehr geschätzte Firma Opasca schließt die Gastbeiträge mit dem Thema
„Herausforderungen und Strategien für den Datenschutz im digitalen Gesundheitswesen“ ab. Wichtig
für uns alle, einen Einklang zwischen den Polen der Digitalisierung und des Datenschutzes zu finden.

Bleiben Sie uns treu, fragen Sie gerne nach – wir sind Dienstleister und stehen Ihnen gerne immer mit
Rat und Tat zur Verfügung. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Sollten Sie unsere Informationen nicht
mehr lesen wollten, darf ich Sie bitten, sich unkompliziert auszutragen.

Ihr
Heinz Peter Fischer