Fischers Zeilen im April 2020

Das neue Jahr hatte nun doch schon so einige Neuigkeiten zu bieten.

Begonnen hatte alles mit den seltsamen Bildern, die wir aus China zu sehen bekamen. Da wurden Straßen abgesperrt, die Leute in ihren Häusern isoliert, Haustüren zugeschweist, Infektionstrupps säumten die Straßen in Wuhan – doch das war alles noch so weit weg. Der Verkehr lief noch reibungslos – zu Lande, zu Luft und auf dem Wasser – und alles schien seinen gewohnten Gang zu gehen. Überall tummelten sich die Geschäftsreisenden und niemand konnte sich im Januar vorstellen, was wir keine zwei Monate später in Deutschland, Europa und der ganzen Welt noch erleben würden. Dazu aber später mehr.

Der Februar ließ uns aufhorchen, als plötzlich Herr Dr. Leßmann von den Medien aufgrund der Kontrastmittelgeschäfte durch die Landschaft getrieben wurde.

Die Höhe der Summe war zwar dann doch ein bisschen überraschend, nicht jedoch die Tatsache, dass man mit den Kontrastmitteln hinlänglich Geld verdienen konnte. Jeder von uns weiß natürlich, dass eine Person wie Herr Dr. Leßmann keine unüberlegten Dinge tut. Daher kann sich jeder ausmalen, dass er das Geschäft mit der Firma seiner Frau (Radiomed) vorher hat gut prüfen lassen. Die persönlichen Angriffe in der Presse, zur besten Sendezeit in der Tagesschau oder in der Sendung Panorama ändern nichts daran. Die Kontrastmittel wurden zum Festpreis vergütet und wer am Ende damit Geld verdient, spielt an sich keine Rolle. Da müssen oder mussten sich die Kassen dann schon selbst an die Nase fassen und fragen lassen, warum man das nicht schon vorher geändert hätte. Ich persönlich sehe hier daher – wie viele andere Personen – kein anklagbares Fehlverhalten von Herrn Dr. Leßmann.

Die Presse leidet unter Informations-Inkontinenz

Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger

Vielmehr hat er – wie alle anderen Radiologen oder Strahlentherapeuten im Übrigen auch – versucht notwendige Praxisausgaben zu reduzieren; wie beim Einkauf von Medizintechnik, bei der Vereinbarung von Mieten oder bei der Anstellung von Personal. Es wäre daher in der Zukunft gut, dass sich die Medien nicht immer wie im Rausch auf einen potentiellen Skandal stürzen, sondern erst die Eckpunkte versuchen zu verstehen und dann – wenn doch noch eine Story im Orbit schwebt – über die Tatsachen berichten und nicht erst mit Schmutz werfen.
Unabhängig davon gab es dann aber natürlich die Reaktionen bei den Kontrastmittelvergütungen. Das hat dann viele Radiologen kalt erwischt, da man vorher in dem Bereich mehr Umsätze hatte. Parallel hatte man dann noch die Änderung des EBM zum 1.4.2020 vor der Brust, der ja vor allem bei den Fachrichtungen Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie Bremsspuren zu bieten hatte. Da nutzten auch vereinzelte Protestbewegungen wie in Bayern nichts, obwohl natürlich jedem klar sein dürfte, dass gerade in Bayern die Kombination

  • aus EBM-Veränderung mit bis zu 15 % Kürzungen im Bereich der CT -und MRT-Vergütung
  • plus die Kürzungen bei den Vergütungen der Kontrastmittel
  • plus die Beschränkung auf die Anzahl der MRT-Leistungen pro KV Sitz

dann richtig schmerzhaft sein können.
Nicht umsonst haben die institutionellen Praxiskäufer derzeit keine große Lust sich in Bayern zu engagieren – da hier in den Darstellungen der Verkäufer häufig noch die Zahlen von 2018 oder 2019 verwendet werden, die aber unter den neuen Bedingungen schlicht nicht mehr zu erzielen sind.
Nun kam in der ganzen kruden Gemengelage noch der Virus. Unabhängig wie man über die Erkrankungswelle denkt, hat diese uns doch vor Augen geführt, wie schnell sich in der Welt das Unheil verbreiten kann. Wie sagte schon Joseph Pullitzer:

Öffentlichkeit, Öffentlichkeit, Öffentlichkeit – ist der größte moralische Machtfaktor in unserer Gesellschaft

Nicht nur, dass wir die Schreckensbilder und Nachrichten aus Italien und Spanien pausenlos zu sehen und zu hören bekamen – die x-te Sondersendung einem auf das Gemüt schlug – nein die Abschaffung oder Einschränkung der wesentlichen Grundrechte in unserer Republik hat dann aber wie ein Treffer von Mike Tyson gesessen.

Was dies volkswirtschaftlich bedeutet, können wir alle nicht erfassen. Aber zumindest laufen die Druckerpressen für die Geldscheine – pausenlos! Stützungsmaßnahmen hier, Steuersenkung dort, Corona Soforthilfen – die natürlich nicht wirklich helfen da ja der wesentliche Kostenblock im Gesundheitswesen – die Personalkosten – wieder mal außen vor sind.

Die Einschränkung der geplanten Maßnahmen – über 50 % der OP ́s wurden laut Herrn Dr. Gaß (Präsident der DKG) abgesagt, 30 bis 40 % weniger Schlaganfälle oder Herzinfarkte und Belegungsrückgänge von 30 % in den deutschen Kliniken. Die mit großem Bramborium aufgebaute Berliner Notfallklinik in den Messehallen wird nicht gebraucht………….in den Kliniken wurde vielerorts Kurzarbeit beantragt. Wie sagte Herr Dr. Gaß – zuviel Wieler und Drosten.

Und wie wirkt sich das auf eine radiologische Praxis aus, die vielleicht noch in einem Krankenhaus liegt und natürlich vorher vom dritten Standbein – den Krankenhauspatienten – gut gelebt hat und nun hier überhaupt keine Zuweisung mehr bekommt und durch das Runterfahren der Öffentlichkeit deutlich weniger Nachfrage hat?

Wir möchten uns es nicht ausmalen, gehen aber davon aus, dass die Monate März, April und wahrscheinlich auch noch der Mai 2020 bei vielen zu großen Problemen führen wird.

Hinsichtlich der Nuklearmedizin kann man nicht mehr viel sagen – auch hier erfolgt eine Abwertung im neuen EBM. Mittlerweile haben Praxen und Netze begonnen sich von der Nuklearmedizin zu trennen, da man hier schlicht kein Geld mehr verdienen kann. Wohin soll das noch führen? Am Ende muss man tatsächlich befürchten, dass man dann sehr lange auf eine simple Schilddrüsenuntersuchung warten muss, weil der zuständige Berufsverband es seit vielen Jahren nicht geschafft hat, eine Trendwende einzuleiten. Es wird weiter gekürzt und gespart, wo schon lange nichts mehr zu verdienen ist.

Die Strahlentherapeuten waren zwar in der Vergütung in der Reihe der Verlierer, konnten aber zumeist unter Beibehaltung der Versorgung für die onkologischen Patienten im Großen und Ganzen ordentlich die bisherige Krise überstehen. Die elektiven Patienten werden – wenn sich diese wieder an die Luft trauen – dann halt verzögert behandelt.

Was dürfen wir aber für die Zukunft erwarten?

Nach dem brutalen Einbruch an der Börse, dem Schock auf den „Lock down“ und dem radikalsten Eingriffen in die Volkswirtschaften? Wir gehen von einem massiven Wertverfall des Geldes aus – was angesichts der Dimensionen an Geldflutung die wir derzeit erleben, nicht verwundern darf. Gibt es einen Ausweg?

Wir wissen es nicht.

Natürlich haben wir schon einen „Run“ auf Sachwerte hinter uns, ob nun in Edelmetalle, Aktien, Firmenbeteiligungen, Schmuck, Oldtimer oder Kunst. Aber wo soll das hinführen? Wenn wir das Vertrauen in die Währungen verlieren und man sich nicht mehr sicher sein kann, ob man in der Zukunft sein Geld als Schmierpapier benutzen kann.

Ich für meinen Teil bin sehr enttäuscht über die Reaktionen in der Öffentlichkeit. Wenn man sich vor Augen hält, wie kompliziert wir manchmal im Umgang mit dem Datenschutz sind, dann kommt einem der freiwillige Ruf nach einer Überwachungs-App eigentlich wie ein schlechter Scherz vor. Analog haben die Deutschen sich offensichtlich in das unvermeidbare Schicksal ergeben und lassen sich wie Lemminge herumschubsen. Zuhause bleiben und alles wird gut hört man, Maskenpflicht auf der Straße, doch wenn das etwas bringen würde, dürfte sich der von den Japanern so beliebte Schutz doch auch bei deren Infektionszahlen rechtfertigen. Dem ist aber nicht so. Warum reagiert man in Schweden viel unverkrampfter mit der Erkrankung und was ist eigentlich, wenn sich unsere Politiker getäuscht haben? Wer zahlt die „Rechnung“? Gibt es eine Staatshaftung für Fehlentscheidungen?

Die selbst vom RKI veröffentlichten Zahlen mit dem berüchtigten Buchstaben „R“, also der Reproduktion von neuen Erkrankten war ja schon vor der Schließung der Bundesrepublik unter „1“ und die Übersterblichkeit in Europa nicht außergewöhnlich und schon gar nicht über der von der Grippesaison 2017/2018. Klar, die Bilder aus Italien waren eindrucksvoll. Aber war die Aktion – ich mag dieses Wort nicht – alternativlos? Wir werden wahrscheinlich nie die Wahrheit erfahren, denn die kursierenden Statistiken sind alles andere als vergleichbar. Erst später wird man über die richtige oder falsche Reaktion der Politik urteilen können.

Meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge

Arthur Schopenhauer gibt uns diesen Rat. Wenn ich mir das verinnerliche, hat er absolut Recht. Wie war die Freiheit in den Flieger zu steigen und zu fliegen oder nur zu guten Freunden zum Feiern zu fahren, ein Fußballspiel anzusehen oder in die Stadt zum Bummeln zu gehen. Nach der Krise werden wir diese kleinen Dinge vielleicht wieder mehr schätzen – wenn ich einen einzigen guten Aspekt aus der Krise mitnehmen kann, dann doch diese Entwicklung.

Ich bin seit 28 Jahren in Deutschland für die Großgerätemediziner unterwegs. Was ich in diesem Jahr erleben muss ist – für alle anderen sicher auch – schon eine extreme Veränderung. Einerseits werden wir mit Angst aufgetankt, andererseits geben sich die Verschwörungstheoretiker die Hand. Man weiß gar nicht mehr was man glauben soll und kann. Natürlich gab es keine historischen Vorbilder, von denen man hätte lernen können, aber dennoch muss man die Frage stellen dürfen, ob jede Handlung des Staates definitiv richtig gewesen ist. Wenn es nicht mehr erlaubt ist, anders zu denken oder zu argumentieren, wenn die Nutzung der sozialen Medien eingeschränkt und Nachrichten auf youtube

gelöscht werden, weil diese nicht in den Mainstream passen, dann hat die Demokratie sicher Schaden genommen.

Diese Erkrankung zeigt uns aber vor allem eines auf. Sparen auf Kosten des Gesundheitswesens funktioniert nicht. Darin sollten wir uns alle einig sein. Fehlende Schutzkleidung für das Personal in Kliniken und Praxen ist nicht nur ein Armutszeugnis für alle reichen Länder, sondern eine Frechheit gegenüber den Menschen, die sich für das Leben der Patienten einsetzen. Das zu ändern sollte die erste Aktion überhaupt sein. Wenn ich mir jedoch die Umsetzung der Corona Sonderprämie für Pfleger ansehe, dann habe ich an einer sinnvollen Planung für die nächste Pandemie nicht nur Zweifel, sondern keinerlei Glauben.

Wie immer gilt für Sie, falls Sie von uns nichts mehr hören wollen, darf ich Sie bitten sich unkompliziert auszutragen. Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Gesundheit für Sie und Ihre Familien und weiterhin gute Nerven in der Krise.

Ihr

Heinz Peter Fischer

P.S.: Bitte beachten Sie unseren Veranstaltungshinweis – am 23 bis 24 Oktober treffen wir uns in Nürnberg, um Sie über neue Entwicklungen in der Medizintechnik und die Entwicklungen am Geldmarkt zu informieren

MITKU SEBOKA – LANGSTRECKENLÄUFER AUS ÄTHIOPIEN

LAUFSPORT MitkuSebokaaus Äthiopien ist Langstreckenläufer. Vorbereitung und Regeneration sind für ihn besonders schwierig – denn er lebt in einem Asylbewerberheim.

Mit der Lücke, die zwischen seinen Schneidezäh-nen klafft, sieht Mitku Seboka aus wie ein kleiner Junge. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn er gestikuliert, um zu erklären, was er nicht in Worte fassen kann –zumindest nicht in deutsche. Wenn am Ende keiner der Ge-sprächspartner verstanden hat, was der andere ihm gerade er-zählt hat, dann lacht Seboka spitzbübisch, und seine Zahnlü-cke kommt wieder zum Vor-schein.
Vor zwei Jahren ist der 26-Jährige aus Äthiopien nach Deutschland gekommen. Wenn man ihn nach den Gründen fragt, sagt er nur „politics“. Bis vor kurzem hat er im Asylbe-werberheim in Weismain gelebt, inzwischen ist Seboka in die Un-terkunft in Zirndorf umgezogen – des Sports wegen.

Denn seit er ein kleiner Junge ist, läuft Mitku Seboka, wie viele Äthiopier. 21 Goldmedaillen hat das Land bei den olympischen Spielen geholt, alle im Langstre-ckenlauf. Warum es diese Tradi-tion gibt, weiß Seboka nicht. Vielleicht wegen der schlechten Infrastruktur, die Äthiopier müssen viele, auch weitere Wege noch zu Fuß zurücklegen. An professionellen Strukturen liegt es jedenfalls nicht: In seiner Heimat sei es schwierig, an gute Ausrüs-tung zu kom-men, oft trainieren die Sportler sogar mit kaputten Schuhen.

Trotzdem: Für
ihn sind die Trainingsbedingungen in Äthio-pien sogar besser als in Deutsch-land. Denn die Ausrüstung spielt aus seiner Sicht nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger sei, dass man gemein-sam trainiert und sich gegensei-tig anspornt.
Und genau deshalb hat Sebo-ka, der bis zur Wechselfrist im Herbst noch für die TS Lichten-fels startet, den Umzug in die Asylbewerber-Unterkunft in Zirndorf beantragt. Denn hier lebt mit Eshetu Zewudie ein Landsmann, mit dem er nun zu-sammen beim LAC Quelle Fürth trainiert. Mit ihm kann sich Se-boka auch unterhalten – denn die beiden sprechen keine euro-päische Sprache, sondern nur die äthiopische Amtssprache, Am-harisch.
Bei Quelle Fürth kümmert sich Trainer Theo Kiefner um den Afrikaner, holt ihn zu den Wettkämpfen ab und hilft ihm bei Behördengängen. Kiefner kennt die Schwierigkeiten, die ein Asylbewerber hat, der an Rennen teilnehmen möchte: Se-boka darf sich eigentlich nur in dem Regierungsbezirk aufhal-ten, in dem er lebt. Denn in Bay-ern gilt noch die sogenannte Re-sidenzpflicht. „Wenn zum Bei-spiel in Coburg ein Lauf ist, dann muss Mitku erstmal einen An-trag stellen, dass er den Bezirk Mittelfranken verlassen darf“, erklärt Kiefner. Das ist um-ständlich, zumal Seboka beinahe wöchentlich an Läufen teil-nimmt. Die Bedingungen, sagt Kiefner, seien insgesamt unsäg-lich. Während andere Sportler nach einem Wettkampf nach Hause gehen, sich ausruhen, vielleicht ein Bad nehmen, muss Seboka zurück in sein kleines Zimmer mit Stockbetten, das er sich mit fünf weiteren Menschen teilt. Privatsphäre gibt es nicht. Die Essenspakete, die er be-kommt, sind natürlich nicht auf die Bedürfnisse eines Sportlers ausgerichtet. Doch der Äthiopi-er findet das alles nicht schlimm, in Zirndorf sei es „ganz okay“. Ihm ist wichtig, dass er die Mög-lichkeit hat, zu trainieren.
Seboka sammelt Titel
Trotz der schlechten Bedingun-gen zeigt Seboka der Konkur-renz bei Wettkämpfen regelmä-ßig die Grenzen auf. Er ist bayer-ischer Meister über 5000 Meter, oberfränkischer Meister über 10 000 Meter, Sieger über 21 Ki-lometer beim Obermain-Mara-thon – die Liste lässt sich fortset-zen. Die Ausrüstung, die er für die Wettkämpfe und sein Trai-ning braucht, stellt ihm der Ver-ein zur Verfügung. Seboka be-kommt im Monat nur rund 150 Euro – zu wenig, um sich davon auch noch teure Laufschuhe kaufen zu können.
Der Äthiopier würde gerne in Deutschland bleiben. Was ihm hier gut gefällt? „Alles“, sagt er. Mit einer Einschränkung: Der Winter in Deutschland ist „ein bisschen nicht gut“. Theo Kief-ner befürchtet, dass Sebokas Chancen, in Deutschland blei-ben zu können, schlecht stehen.„Die Erfahrung zeigt, dass Äthiopier nur in den seltensten Fällen anerkannt werden“, sagt Kiefner. So paradox es klingt –die Situation dort ist offenbar nicht schlimm genug, um in Deutschland dauerhaft Asyl zu bekommen. Seboka wartet nun bereits seit ganzen zwei Jahren auf die Genehmigung seines An-trages. Und die Ungewissheit nagt an ihm.
Deshalb schätzt er das Laufen so sehr. Hier bekommt er den Kopf frei, ist fokussiert. Sein größter Wunsch ist es, einmal bei den olympischen Spielen zu star-ten. Das Potenzial dazu, sagt Kiefner, hätte der Äthiopier.„Was war deine beste Zeit beim Marathon?“, fragt er Seboka.„Zwei Stunden, sechs Minu-ten“, nur zweieinhalb Minuten langsamer als der olympische Rekord. Seboka lässt ein stolzes Grinsen folgen – und zeigt ein letztes Mal seine Zahnlücke.

MITKU SEBOKA – HOLT DEN ERSTEN PLATZ IM FÜRTHER STADTWALD

Am 11.04.15 mit einer Bestzeit von 31:20 min gewinnt Mitku Seboka auf dem recht anspruchsvollen Kurs im Fürther Stadtwald (12. Auflage dieses Laufs).

Über 10 km waren 330 Läuferinnen und Läufer im Ziel. Auf der großen Runde – ausschließlich auf Waldwegen – mussten etliche giftige Steigungen bewältigt werden. Trotzdem erreichte Mitku, der 10-km-Rekordhalter des Winterwaldlaufs aus Fürth, die Klassezeit von 31:20 min, was in Facebook prompt mit „unmenschlich“ eingestuft wurde. Nachdem Peter erst am Montag in Scheßlitz die 10 km gelaufen ist, konnte er nicht 100% geben und war sichtlich durchgekämpft. Am Ende langte es aber wieder locker zum M60-Sieg (42,36 min) mit über 4 min Vorsprung und zum 32 Gesamtplatz. Margrit lief ebenfalls den 10er, ließ es etwas ruhiger angehen und erreichte mit 50.13 min den 3. Platz in der WHK und Gesamtplatz 14 bei den Frauen.

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MITKU SEBOKA – DEUTSCHER MEISTER IN 29,18 MIN IN OHRDRUF

Am Samstag, den 02.05.15 bei den Deutschen 10 000-Meter-Meisterschaften in Ohrdruf (Thüringen) holte Mitku Seboka seinen ersten Deutschen Titel.

Der für das LAC Quelle Fürth startende Äthiopier setzte sich in 29:18,14 Minuten mit einer starken Schlussrunde von 56 Sekunden gegen Jannik Arbogast (LG Karlsruhe) durch und holte Gold.

Eine eindrucksvolle Vorstellung lieferten auch Regina Högl (LG Region Landshut) und Franziska Reng (LG Telis Finanz Regensburg) in der weiblichen U 23. Für sie gab es Silber und Bronze.

MITKU SEBOKA – GEWINNER BEIM BAMBERGER WELTKULTURERBELAUF AM 03.05.15

Nur einen Tag später nachdem Mitku Seboka sich den Titel Deutscher Meister holte, ging er beim diesjährigen Bamberger Weltkulturerbelauf (siebte Auflage) an den Start.

In der Rubrik 10,9 km schaffte er es, mit 36:50 min seine Gegner hinter sich zu lassen. Trotz der Doppelbelastung hat Mitku alles gut verkraftet. Mitunter im Publikum feuerte auch Heinz Peter Fischer den Läufer kräftig an und gratulierte ihm anschließend zu seinen beiden Spitzenleistungen. Für gemeinsame Fotos nahm sich der junge Äthiopier gerne noch die Zeit, bevor es mit Trainer Harald Schmaus weiterging. Eine „fränkische“ Kräftigung gab es für Mitku anschließend beim Georgs Bräu in Buttenheim mit traditionellen Sauerbraten, Klöße und einem Kellerbier.

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METTENHEIMER ALLEELAUF – MITKU SEBOKA GEWINNT

15.06.2015 – Start-Ziel-Siege sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen – Streckenrekord knapp verpasst.

Der 28. Mettenheimer Alleelauf ist entschieden: Am gestrigen Sonntag gingen auf der beliebten Straßenlauf-Strecke des LG Mettenheim über 800 Teilnehmer an den Start.

Der Äthiopier Mitku Seboka vom LAC Quelle Fürth gewann den Hauptlauf bei den Männern.

Trotz der frühen Startzeit von 9 Uhr für den Hauptlauf und damit den Sparkassen-Aktivlauf über zehn Kilometer mit 239 Profis und Freizeitläufern war es bereits drückend schwül – und dies erschwerte so manchem Läufer das Rennen enorm.

Bereits nach dem Startschuss stand diesmal der Sieger schon sicher fest: Der Äthiopier Mitku Seboka vom LAC Quelle Fürth enteilte der Konkurrenz vorzeitig mit großen Schritten und schnellem Tempo. Der Asylbewerber vom mittelfränkischen Großclub hatte es in Mettenheim denkbar eilig, denn er wollte den Streckenrekord von 29:41 Minuten angreifen. Das Wetter spielte ihm allerdings auf der zweiten Runde einen kleinen Streich – und nahm ihm das Tempo. Mit ausgezeichneten 30:08 Minuten holte der 27-Jährige am Ende den überlegenen Gesamtsieg und erzielte damit die bislang zweitschnellste Zeit, die je in Mettenheim gelaufen wurde. 27 Sekunden fehlten ihm zum Streckenrekord, doch dies wäre für den ehrgeizigen Läufer schon im Bereich den Möglichen gewesen: Bereits Anfang Mai wurde er nämlich deutscher Meister über 10 000 Meter mit 29:18 Minuten auf der Bahn.

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DEUTSCHE MEISTERSCHAFTEN EIN LEICHTATHLETIK FEST. LAC QUELLE ATHLETEN GUT AUFGELEGT

NÜRNBERG – Ein Fest der Leichtathletik bekamen die Zuschauer bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg zu sehen. Über 40 000 an beiden Tagen trieben auch die LAC Quelle Athleten zu guten Leistungen.
Bereits am ersten Tag zeigte Amelie-Sophie Lederer wo es lang geht. Denn die U23-Staffeleuropameisterin hat es nun auch bei den Frauen geschafft und sprintete souverän ins Finale, wo sie in Saisonbestzeit von 11.66sec Rang acht belegte. Ihre ganze Routine über die Hindernisse spielte Julia Hiller aus. Die 28-Jährige machte sich zwei Tage nach ihrem Geburtstag selber das schönste Geschenk und schnappte sich mit cleverer Taktik Platz sechs. Saisonbestleistung gab´s für die Erlanger Ärztin gratis obendrein. Der selbe Rang ging über 5000 Meter auch an Mitku Seboka. Lange in der Spitzengruppe vertreten, musste der deutsche 10 000 Meister auf der für ihn kurzen Strecke erst am Ende einige Mitstreiter ziehen lassen. Kurz vorher kämpfte bereits U23-EM-Teilnehmer Konstantin Wedel über die Böcke bis zum Zielstrich wie ein Löwe und sicherte sich zeitgleich mit dem Sechsten Platz sieben.

Mit zwei achten Rängen in den Staffeln kamen weitere wertvolle Plätze für die LAC-Quelle hinzu. Über 4×100 Meter waren Katharina Winkler, Sinead Ebert, Regina Straub und Amelie-Sophie Lederer in 46.75sec so schnell unterwegs wie noch nie in diesem Jahr. Über 4×400 Meter ebenfalls gut aufgelegt Arthur Voigt, Dario Tippmann, Jamie Williamson und Patrick Schneider, die 3:17.59 min benötigten.

Doch es waren nicht nur die feinen Platzierungen, die die Verantwortlichen des Fürther Traditionsvereins froh stimmten. „Unsere Athleten haben sich mutig gezeigt und oft ihre Saisonbestleistungen genau zur Meisterschaft verbessert. Das zählt ebenso“ freute sich Vorstand Werner Kaminsky über das gelungene Auftreten der LAC Quelle Mannschaft.

So lief bereits am ersten Tag Domenika Mayer über 5000m als Elfte Hausrekord (16:58min) und Stefi Müller nahm im 1500-Meter-Vorlauf mutig das Heft selber in die Hand und wäre fast mit den Topfavoriten ins Finale eingezogen. Nur ein Rang fehlte ihr genauso wie später Eshetu Zewudie zur Endlaufteilnahme. Rang 12 von Ulrike Giesa (Diskus), ein schneller Patrick Schneider über 400m (48.06sec) und erneut ansehnliche 14.00 Sekunden über die Hürden von Katharina Winkler gab es ebenfalls vom Samstag zu vermelden. Sie gehört genau wie Jamie Williamson und Felix Straub in den Vorläufen über 800 Meter und 100 Meter noch der Fürther Jugend an.

Bunt gemischt und so schnell wie es nur ging war auch das 400m-Damen-Quartett am Sonntag unterwegs. Sinead Ebert, Stefanie Müller, Regina Straub und Ann-Kathrin Wiertz sicherten sich durch ihren Einsatz vorausschauend die Zulassung für 2016, wenn es bereits Mitte Juni bei der DM in Kassel wieder heißt „Auf die Plätze, fertig, los“.

Fotos: Kiefner. Fotogalerie Göstl (2. Tag)

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